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Dell Inspiron 14z Ultrabook (2012) im Test
Mit DVD-Laufwerk, Core i5 und flotter SSD

von Michael Knott
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Das Dell Inspiron 14z hinterlässt im Test einen guten Eindruck - lässt man Schubladendenken einmal außen vor. Denn entgegen des Ultrabooks-Leitgedankens kommt das Testgerät mit dedizierter Grafik, DVD-Laufwerk und stattlichem Gesamtgewicht auf die Prüfbank.

Das 2012er-Modell des Dell Inspiron 14z (5423) ist erneut ein Ultrabook der Sonderklasse. Es verfügt über ein optisches Laufwerk und wiegt mehr als das durchschnittliche Ultrabook, überzeugt im Test dafür mit einem ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnis und ungewöhnlicher, diskreter AMD-Grafik.

Ähnlich wie Acer bricht auch Dell mit dem ursprünglichen Ultrabook-Leitbild: flach, leicht, ohne optisches Laufwerk. Stattdessen baut der US-amerikanische Hersteller mit der Neuauflage des Inspiron 14z ein solides Notebook-System samt optischem Laufwerk und diskreter AMD-Grafik (Radeon HD 7570M) zusammen. Die Preise beginnen bei knapp 700 Euro für das Modell mit Intels Core i3-Prozessor.

Für diesen Test haben wir bei Dell die Mittelklasse der Inspiron 14z-Serie gewählt. Das Rezensions-Exemplar von netzwelt trägt die Bezeichnung Inspiron 5423 und verfügt über einen Intel Dual-Core-i5-Prozessor (3317U) mit einer Taktrate von 1,70 Gigahertz. Der Preis für diese Variante beträgt knapp 900 Euro.

Vor allem im zugeklappten Zustand macht der Neuzugang von Dell eine Menge her. Der Deckel besteht aus zweifarbigem, gebürstetem Metall, das sich im Kratztest jedoch leider als nicht sehr widerstandsfähig erweist. Spitze Gegenstände wie Schlüssel können schnell bleibende Kratzspuren hinterlassen.

Der Displaydeckel lässt sich mit nur einem Finger anheben, ohne das Notebook mit der anderen Hand festhalten zu müssen. Zum Vorschein kommt das aufgeräumte Innenleben des Inspiron, das für den Geschmack des Testers zu verschwenderisch mit den Platzverhältnissen umgeht. Sowohl das 14-Zoll-Display als auch die Tastatur sind von einem zentimeterdicken Rand umgeben, der nicht nur die Optik ein wenig stört, sondern vor allem auch wertvollen Platz verschenkt.

An Haptik und Verarbeitungsqualität lassen sich nur wenige Punkte beanstanden. Erneut fällt der Displayrahmen negativ auf: Dieser besteht im Gegensatz zum übrigen Korpus aus billig anmutendem Plastik. Die Tastatur lässt sich bereits auf leichten Druck hin tief in das Gehäuse eindrücken. Zudem scheppern die einzeln aufgegangenen Tasten im Vergleich zu anderen Tastaturen sehr stark. Die zwei stabilen Display-Scharniere arretieren die Anzeige sicher in der gewünschten Position

Ausstattung und Anschlüsse

Strom-, USB-3.0-, HDMI- und Netzwerkanschluss auf der linken Seite, Kopfhörerausgang, DVD-Laufwerk, Kartenleser und ein weiterer USB-Port auf der rechten Seite - mehr Anschlüsse gibt es am Dell Inspiron 14z nicht zu entdecken. Viele Nutzer dürften mit diesem Angebot im Alltag aber zurechtkommen. Um die Schnittstellen vor Staub zu schützen, versteckt Dell sie teilweise hinter klappbaren Kunststoffschächten.

An der Oberseite der Tastatur verbaut Dell drei praktische, beleuchtete Schnellstart-Knöpfe, die der Nutzer teilweise mit individuellen Funktionen belegen kann. So öffnet sich etwa die Lieblings-Webseite oder das häufig verwendete Programm nach nur einem Tastendruck.

Dell Inspiron 14z (5423)

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Was bin ich? Notebook? Subnotebook? Ultrabook? Mit einem Gewicht von über zwei Kilogramm, 14-Zoll-Monitor und DVD-Laufwerk fasst Dell den Begriff Ultrabook sehr weit. (Bild: netzwelt)

Ergonomie und Umwelt

Abgesehen von den weiter oben genannten Einschränkungen lässt es sich auf der Chiclet-Tastatur, deren einzeln aufgehangene Buchstaben leicht abgerundet sind, gut und flüssig tippen. Leider ist auch diese Ultrabook-Tastatur nicht beleuchtet. Die abgesetzten und leicht erfühlbaren Pfeiltasten eignen sich gut für gelegentliche Spieleinlagen. Für einen Nummernblock auf der Tastatur hat Dell erwartungsgemäß keinen Platz gefunden, auch separate Drücker zur Mediensteuerung gibt es nicht - schade.

Dafür war Platz für ein relativ großes Touchpad, das mit zwei zusätzlichen Hardwaretasten auskommen muss. Das Touchpad ist Multitouch-fähig, unterstützt also Eingaben mit mehreren Fingern. Im Test erwies sich diese Funktion allerdings als nicht ausgereift. Das Blättern auf Webseiten mit zwei Fingern etwa geht sehr ruckartig, mit nicht nachvollziehbaren Aussetzern vonstatten. Die Handballenauflagen sind für ein Gerät dieser Größenordnung ebenfalls üppig dimensioniert und erlauben auch auf längere Sicht ermüdungsfreie Schreibarbeit.

Löst man eine kleine Kreuzschlitzschraube im Gehäuseboden des Inspiron 14z lässt sich eine dünne Plastikklappe lösen. Darunter verbirgt sich der vom Nutzer selbst austauschbare Arbeitsspeicher (im Falle des Testgerätes mit sechs Gigabyte bestückt). Ein Akkuwechsel durch den Nutzer ist von Dell offensichtlich nicht vorgesehen.

Über großflächige Kühlrippen an der linken Notebook-Seite schaufelt der Lüfter die Abwärme aus den Innereien des Inspiron. Im Normalbetrieb kaum bis wenig hörbar, dreht der Lüfter unter Last hörbar auf. Leider bewegen sich der Lüfter und seine Komponenten öfters im hochfrequenten Bereich. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Nutzer Ultrabook-typisch das Notebook nicht herunterfährt, sondern einfach nur zuklappt. Das hochfrequente Pfeifen, das der Inspiron auch dann abgibt, könnte sensiblen Naturen sogar den Schlaf rauben.

Das 14-Zoll-Display ist nicht entspiegelt - was den Inspiron für den Außeneinsatz disqualifiziert. Aber auch in geschlossenen Räumlichkeiten ist man unangenehm oft damit beschäftigt, den richtigen, spiegelungsfreien Abstand zum Display zu finden. Die nicht gerade großzügigen Blickwinkel auf die Anzeige erschweren diese Aufgabe zusätzlich. Auch die Auflösung von 1.366 x 768 Pixen ist nicht mehr ganz zeitgemäß und könnte höher liegen.

Leistung

Das Testgerät von netzwelt verfügt über einen Intel Core i5-Prozessor, sechs Gigabyte Arbeitsspeicher und einen schnellen, 128 Gigabyte fassenden SSD-Massenspeicher. Vor allem die diskrete, DirectX-11-fähige AMD-Grafik kann im Test überzeugen. Viele aktuelle Spiele laufen flüssig, wenn man die entsprechenden Parameter für Grafik und Auflösung nicht allzu hoch dreht. Sieht man das Inspiron trotz des hohen Gewichtes von über zwei Kilogramm als Ultrabook an, ist dies ein sehr gutes Ergebnis.

Die gefühlt guten Werte belegen auch die Benchmark-Tests. Unter Cinebench 11.5 erreicht das 2012er Modell des Inspiron 14z im Höchstleistungsmodus unter Windows 7 Home Premium 2,32 CPU-Punkte. Im OpenGL-Test flimmern sehr ordentliche 14,08 Bilder in der Sekunde über den Bildschirm.

Fast ein kleiner Gaming-Laptop: Dank AMD-Grafik taugt der Inspiron auch für das ein oder andere Spiel. Bild: netzwelt)

Zum Vergleich: Die letzten von netzwelt getesteten Ultrabooks mit integrierter Intel-Grafik erreichten OpenGL-Werte von 11,08 (Lenovo Ideapad U310) beziehungsweise 6,32 (Sony Vaio T). Die Akkulaufzeit reiht sich im Test (volle Bildschirmhelligkeit, WLAN und Bluetooth deaktiviert, Video von Festplatte in Endlosrotation) mit einer Zeit von 4:58 Stunden im Mittelfeld aktueller Ultrabooks ein. Für einen vollen Systemstart benötigt das Inspiron 14z gute 19 Sekunden.

Klang und Multimedia

Die auf der Unterseite verbauten, nach vorne abstrahlenden Lautsprecher sind erstaunlich kräftig für ihre Größe. Die Klangqualität ist bauartbedingt und erwartungsgemäß jedoch kein Hochgenuss für die Ohren. Tiefe Frequenzen für die Bässe geben die Stereo-Speaker blass und farblos wieder.

Dennoch: Beim Filmschauen oder dem Mini-Spiel zwischendurch braucht man nicht zwangsweise Kopfhörer. Viel mehr stört im Multimedia-Betrieb das verspiegelte Display, das nur in besonders günstigen Situationen einen spiegelfreien Blick gewährt.

Ausstattungsvarianten und Preis

Für 699 Euro erhalten Kunden im Dell-Shop die Basis-Variante des Inspiron 14z mit Intel Core i3-Prozessor und integrierter Grafik. Die nächstgrößere Version kostet 799 Euro, bietet bereits den Core i5-Prozessor von Intel, eine 500-Gigabyte-HDD sowie die getestete AMD-Grafik. Die Testkonfiguration von netzwelt samt 128-Gigabyte-SSD, Core i5 und sechs Gigabyte RAM schlägt mit 899 Euro zu Buche. Zum gleichen Preis kann das 14z auch mit Core i7-Prozessor und 500-Gigabyte-HDD geordert werden. Die Top-Version mit Core i7 und einer SSD mit einer Kapazität von 256 Gigabyte belastet das Konto schließlich mit 1.099 Euro.

Wer auf ein DVD-Laufwerk verzichten kann, aber trotzdem Wert auf ein schickes Äußeres legt, sollte einen Blick auf Sonys Ultrabook Vaio T werfen. Auch das Acer Aspire S3 oder Lenovos Ultrabook U310 sind in dieser Klasse einen Blick wert.

Aktuelle Preise
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netzwelt
6.7
Dell Inspiron 14z
Vorteile
  • AMD-Grafik
  • Lautsprecher
Nachteile
  • Auflösung
  • Gewicht

Klassenlos

Notebook, Subnotebook, Ultrabook - wer das Dell Inspiron 14z nicht in eine Schublade stecken möchte und mit dem Gewicht von 2,1 Kilogramm kein Problem hat, erhält mit der von netzwelt getesteten Version einen flotten Alltagsbegleiter, der sogar für das ein oder andere Spiel genügend Leistung aufbringen kann. Schade ist, dass auch das Inspiron 14z mit einem extrem spiegelnden Display ausgeliefert wird, das die prinzipiell guten Grafikleistungen direkt wieder untergräbt. Auch die Auflösung ist nicht mehr ganz zeitgemäß.


Einzelergebnisse
Bereits bei der Auswahl eines Notebooks, Laptops oder Ultrabooks versuchen wir, die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer zu berücksichtigen. Über welches Modell wird gerade im Netz besonders eifrig diskutiert? Wo gibt es gerade ein besonders interessantes Sonderangebot? Zudem greifen wir immer wieder Testanregungen von Nutzern auf, die wir per Leserbrief, über die Sozialen Netzwerke oder über das netzwelt-Forum erhalten. Hier erfahren Sie, wie wir Notebooks testen.
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Design
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Display
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Eingabegeräte
5
Leistung
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Ausstattung
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Multimedia
7
Einsortierung
Dell Inspiron 14z von Dell wurde als Notebook abgelegt. Es befindet sich auch in der Bestenliste "Alle Notebooks. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Testbericht, Notebook, Dell, Laptop, Dell Inspiron, Review, Ultrabook und Dell Inspiron 14z .
Kommentare zu diesem Artikel

Das Dell Inspiron 14z hinterlässt im Test einen guten Eindruck - lässt man Schubladendenken einmal außen vor. Denn entgegen des Ultrabooks-Leitgedankens kommt das Testgerät mit dedizierter Grafik, DVD-Laufwerk und stattlichem Gesamtgewicht auf die Prüfbank.

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  • mahnmanie schrieb Uhr
    AW: Dell Inspiron 14z im Test: Ultrabook mit AMD-Grafik

    Danke für die Anpassung, diese müsste aber nochmals abgeändert werden, da es sich um eine AMD Radeon 7570M handelt (es gibt keine HD750M). Gefungen habe ich das aber auch nur gut versteckt im Dell-Konfigurator under Prozessor ;)
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Dell Inspiron 14z im Test: Ultrabook mit AMD-Grafik

    so viele Zahlen und immer wieder wird auf die AMD-Grafiklösung hingewiesen, ABER nicht ein Mal wird gesagt WELCHE AMD-Lösung denn nun verbaut ist! Ansosnten ist dieses Gerät meiner Meinung nach (nach eurem Bereicht), Dell untypisch, doch recht teurer Schrott und nicht für den eigentlichen Einsatzzweck (Mobiles Arbeiten mit stark spiegelndem Display ist grausam) zu gebrauchen. Hallo mahnmanie, vielen Dank für den berechtigten Einwand - da habe ich in der ganzen Zahlenwüste wohl tatsächlich vergessen zu erwähnen, dass es sich um die Radeon HD750M von AMD handelt. Der Artikel wurde daher soeben aktualisiert. Auch habe ich noch einen Link zum Dell-Shop eingefügt, wo man die verschiedenen Ausstattungsvarianten auf einen Blick sehen kann. Viele Grüße aus der Redaktion
  • mahnmanie schrieb Uhr
    AW: Dell Inspiron 14z im Test: Ultrabook mit AMD-Grafik

    so viele Zahlen und immer wieder wird auf die AMD-Grafiklösung hingewiesen, ABER nicht ein Mal wird gesagt WELCHE AMD-Lösung denn nun verbaut ist! Ansosnten ist dieses Gerät meiner Meinung nach (nach eurem Bereicht), Dell untypisch, doch recht teurer Schrott und nicht für den eigentlichen Einsatzzweck (Mobiles Arbeiten mit stark spiegelndem Display ist grausam) zu gebrauchen.
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Dell Inspiron 14z Ultrabook (2012) im Test
Dell Inspiron 14z Ultrabook (2012) im Test
Ultrabook oder doch ganz normales Notebook - beim Dell Inspiron 14z stellt sich wieder einmal die Grundsatzfrage. Im Test muss das Gerät ohnehin durch andere Werte glänzen.
http://www.netzwelt.de/news/93112-dell-inspiron-14z-ultrabook-2012-test.html
2012-07-25 16:26:58
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/09/dell-inspiron-14z-produktbild-139687.jpeg
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Dell Inspiron 14z Ultrabook (2012) im Test