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iPad-Stifte im Vergleichstest
AIPTEK, Wacom, FiftyThree und Kensington

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Mit Eingabestiften lässt es sich auf dem iPad schreiben wie auf Papier. Jedenfalls versprechen dies die Werbeanzeigen der Hersteller. In der Praxis gelingt das Schreiben mit dem Stylus nicht mit jedem Produkt gleich gut. Netzwelt hat vier verschiedene Modelle von AIPTEK, Kensington, FiftyThree und Wacom im Test miteinander verglichen.

Mit welchem Stylus schreibt es sich am besten?

Auf dem iPad mit einem Stylus zu schreiben kann praktisch sein. Dabei muss unterschieden werden zwischen einfachen Eingabestiften, die sich tatsächlich nur als Fingerersatz eignen und Styli, die sich auch zum Zeichnen und Schreiben verwenden lassen. Erstere können höchstens Fettflecken und Schmutz auf dem Touchscreen vermeiden, da sie nur zur Auswahl von Anwendungen und Funktionen geeignet sind. Letztere können in Verbindung mit den richtigen Apps zur Erstellung von Skizzen und schriftlichen Notizen verwendet werden.

Zu welchem Zweck, welcher Stift geeignet ist, steht in der Regel auf der Verpackung. Im Zweifelsfall sollten sich Nutzer noch einmal bei einem Händler ihres Vertrauens informieren.

Günstig: Virtuoso Mini Eingabestift von Kensington

Der mit knapp vier Euro (bei Amazon) günstige Preis des Virtuoso Mini Eingabestifts von Kensington ist wohl der größte Vorteil des Stylus'. Von diesem Pluspunkt abgesehen ist die Positiv-Liste des Virtuoso recht kurz. Die Verarbeitung ist Hersteller Kensington gut gelungen, das Material wirkt robust und gefällt auch unter äußerlichen Gesichtspunkten.

Allerdings lässt es sich mit dem Stift weder präzise zeichnen, noch gut schreiben. Um die Handschrift zu einem späteren Zeitpunkt noch entschlüssen zu können, ist eine recht verkrampfte Handhaltung nötig. Diese erschwert das Notieren auf dem iPad unnötig.

Dem Hersteller zufolge ist der Stift grundsätzlich mit allen kapazitiven Touchscreens kompatibel. Da schon beim besonders beworbenen iPad Probleme auftauchen, ist eine Verwendung mit einem anderen Gerät erst recht nicht zu empfehlen. Die mitgelieferte Halterung von Kensington ist zudem unnütz, denn der Mini-Eingabestift fällt immer wieder aus dieser heraus.

Weiter zum ausführlichen Testbericht.

  • Die Halterung für den Doch Connector ist praktisch. Der Stift fiel im Test jedoch regelmäßig heraus. (Bild: netzwelt)
  • Im zusammengefahrenen Zustand misst der Stift nur wenige Zentimeter. (Bild: netzwelt)
  • Der Stift ist in Silber-Optik gehalten. (Bild: netzwelt)
  • Die Verlängerung des Stifts birgt leider nur wenig Mehrwert. (Bild: netzwelt)
  • Zur Eingabe eignet sich der Stylus, jedoch nicht zum präzisen Zeichnen. (Bild: netzwelt)

Mit Funk: MyNote Pen von AIPTEK

Der MyNote Pen vom taiwanischen Hersteller AIPTEK benötigt eine Funkverbindung zum iPad. Diese wird über den mitgelieferten Sender aufgebaut. Negativ ist hier, dass zusätzliche Batterien für den Stift notwendig sind. Kompatibel ist der MyNote Pen nur mit dem ersten und zweiten iPad. Das Design des Stifts erinnert an den guten alten Füllfederhalter. Positiv ist die mitgelieferte App "Studio Basic Lite", die zum Zeichnen und Schreiben auf dem iPad genutzt werden kann.

Angefertigte Bilder und Notizen lassen sich aus dieser - wenn gewünscht - auch auf Facebook posten oder per E-Mail versenden. Dennoch gibt es keine Kaufempfehlung für den Eingabestift, denn im Praxistest zeigte sich ein stetiger Versatz beim Schreiben und Malen. Durch diesen war es unmöglich, präzise Zeichnungen anzufertigen - schade. Angesichts eines solchen Mangels schreckt zudem der Preis von aufgerundet 50 Euro (beim Hersteller) ab.

Zum ausführlichen Testbericht.

  • Die Gestaltung des Stylus' erinnert an einen klassischen Füller. (Bild: netzwelt)
  • Eine harte und eine weiche Stiftspitze sind im Lieferumfang enthalten. (Bild: netzwelt)
  • Beim Schreiben wie beim Zeichnen mit dem elektrischen Stift macht sich ein Versatz bemerkbar. (Bild: netzwelt)
  • Der Empfänger wird in den 30-poligen iPad-Anschluss gesteckt. (Bild: netzwelt)
  • Der Preis des MyNote Pen wird von AIPTEK mit 99 Euro angegeben. (Bild: netzwelt)

Vom Grafik-Tablet-Profi: Bamboo Stylus Solo von Wacom

Wacom kennt sich aus mit Eingabestiften. Das japanische Unternehmen ist vor allem durch seine Grafik-Tablets und die Produktion zugehöriger Styli bekannt. Diese Erfahrung macht sich auch beim iPad-Stift Bamboo Stylus bemerkbar. Obwohl dieser auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, zeigt sich in der Praxis schnell, wie viel in diesem Produkt steckt.

Für den Preis von aufgerundet 20 Euro (beim Hersteller) liegt der Bamboo Stylus Solo perfekt in der Hand und ermöglicht eine angenehme Schreibposition. Auch ohne Kalibrierung ließen sich im Test sehr präzise Zeichnungen anfertigen und auch Linien auf kariertem Papier nachzeichnen.

Der Stift von Wacom ist grundsätzlich für jeden kapazitiven Touchscreen geeignet, funktioniert jedoch am besten mit dem zweiten und dritten iPad. Beim ersten Tablet von Apple und bei Android-Smartphones stellten sich leichte Verzögerungen ein.

Zum ausführlichen Testbericht.

  • Der Stylus liegt gut in der Hand. (Bild: netzwelt)
  • Die Spitze des Stylus ist weich und misst sechs Millimeter. (Bild: netzwelt)
  • Wacom zufolge ist der Stift mit jedem kapazitivem Touchscreen kompatibel. Im Test erwies sich dies jedoch nur als Teilwahrheit. (Bild: netzwelt)
  • Der Stift lässt sich ohne Empfänger und Batterien verwenden. (Bild: netzwelt)
  • Die Spitze des Eingabegeräts ist austauschbar. Wacom bietet Ersatz für 4,90 Euro. (Bild: netzwelt)

Mit Radiergummi: Pencil von FiftyThree

Ähnlich minimalistisch wie der Wacom-Stift kommt auch Pencil von FiftyThree daher. Von außen erscheint der Stylus wie aus einem Guss. Allerdings lässt sich die Spitze abziehen und via USB-Port an den Rechner stecken. Das ist notwendig, um den integrierten Akku zu laden, der wiederum für die Bluetooth-Verbindung benötigt wird. Im Gegensatz zum AIPTEK-Modell verzichtet FiftyThree auf einen externen Sender für die Kommunikation.

Kompatibel ist das Gerät mit dem iPad 3, 4, Air und dem iPad mini. Ohne Nahfunkstandard lässt sich der Stift aber auch mit jedem beliebigen anderen kapazitiven Touchscreen verwenden. Allerdings kommen Sie nur unter Verwendung von Bluetooth und der zugehörigen App "Paper" in den Genuss der Vorteile von Pencil.

Das Ende des Stifts stellt einen "Radierer" dar, der genau wie ein normaler Stift auf Papier fehlgeleitete Striche entfernt. Der Stylus liegt dabei gut in der Hand und ist exzellent verarbeitet. Einziges Manko ist die dicke Stiftspitze, die feine und sehr akkurate Linien unmöglich macht. Besonders die großartig gestaltete App von FiftyThree macht den Stift trotzdem sehr empfehlenswert.

Durch den Preis von 60 Euro (bei Amazon) ist der Kauf aber nur leidenschaftlichen Hobbyzeichnern oder Profis zu empfehlen, die ihr iPad für das schnelle Skizzieren von Ideen und Konzepten verwenden wollen. Für 75 Euro erhalten Sie auf Wunsch eine Pencil-Version inklusive Magnet, die sich am Apple-Tablet befestigen lässt.

Zum ausführlichen Testbericht.

  • Der Stylus ist ungewöhnlich breit und erinnert an einen Bleistift, der eher auf einer Baustelle anzutreffen ist. (Bild: netzwelt)
  • Mit dem iPad wird der Stift via Bluetooth 4.0 verbunden. Um den Akku zu laden, wird das Innere herausgezogen. (Bild: netzwelt)
  • Durch den USB-Anschluss kann der Stift am PC oder Mac aufgeladen werden. (Bild: netzwelt)
  • Die Stiftspitze lässt sich mit wenigen Handgriffen austauschen (Bild: netzwelt)

Dieser Artikel wurde am 28. Juli 2014 aktualisiert und durch den Pencil ergänzt.

Kommentare zu diesem Artikel

Präzise Zeichnen oder Schreiben auf dem iPad? Mit dem richtigen Stylus ist dies durchaus möglich. Netzwelt hat sich vier Eingabestifte von Kensington, AIPTEK, FiftyThree und Wacom angeschaut und erklärt Ihnen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Konzepte.

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Präzise Zeichnen oder Schreiben auf dem iPad? Mit dem richtigen Stylus ist dies durchaus möglich. Netzwelt hat sich vier Eingabestifte von Kensington, AIPTEK, FiftyThree und Wacom angeschaut und erklärt Ihnen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Konzepte..
http://www.netzwelt.de/news/93069-ipad-stifte-vergleichstest.html
2014-07-28 17:59:17
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