Sie sind hier:
  • Mobile
  • Stylus
  • Schreiben und Zeichnen auf dem iPad: Fünf Eingabestifte im Vergleichstest
 

Schreiben und Zeichnen auf dem iPad: Eingabestifte im Vergleichstest
AIPTEK, Wacom, FiftyThree, Seven Media, Rotring und Kensington

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES
Mit welchem Stift schreibt es sich am besten auf dem iPad? Unser Vergleichstest hat die Antwort. (Quelle: netzwelt)

Schaumstoffspitze, Kunststoffdisc oder doch der Finger, was ist die beste Eingabemethode auf dem iPad? In unserem Vergleich untersuchen wir jeweils einen Stylus von AIPTEK, Wacom, Kensington, FiftyThree und Seven Media und zeigen Vorzüge wie Nachteile.

Auf dem iPad mit einem Stylus zu schreiben kann praktisch sein. Dabei muss unterschieden werden zwischen einfachen Eingabestiften, die sich tatsächlich nur als Fingerersatz eignen und Styli, die sich auch zum Zeichnen und Schreiben verwenden lassen. Erstere können höchstens Fettflecken und Schmutz auf dem Touchscreen vermeiden, da sie nur zur Auswahl von Anwendungen und Funktionen geeignet sind. Letztere können in Verbindung mit den richtigen Apps zur Erstellung von Skizzen und schriftlichen Notizen verwendet werden.

Zu welchem Zweck, welcher Stift geeignet ist, steht in der Regel auf der Verpackung. Im Zweifelsfall sollten sich Nutzer noch einmal bei einem Händler ihres Vertrauens informieren. Die nachfolgenden Modelle sollen grundsätzlich für beides geeignet sein.

Günstig: Virtuoso Mini Eingabestift von Kensington

Der mit knapp vier Euro (bei Amazon) günstige Preis des Virtuoso Mini Eingabestifts von Kensington ist wohl der größte Vorteil des Stylus'. Von diesem Pluspunkt abgesehen ist die Positiv-Liste des Virtuoso kurz. Die Verarbeitung ist Hersteller Kensington gut gelungen, das Material wirkt robust und gefällt auch unter äußerlichen Gesichtspunkten.

Allerdings lässt es sich mit dem Stift weder präzise zeichnen, noch gut schreiben. Um die Handschrift zu einem späteren Zeitpunkt noch entschlüssen zu können, ist eine recht verkrampfte Handhaltung nötig. Diese erschwert das Notieren auf dem iPad unnötig.

Kensington Virtuoso Mini Eingabestift

Zurück XXL Bild 1 von 5 Weiter Bild 1 von 5
Die Halterung für den Doch Connector ist praktisch. Der Stift fiel im Test jedoch regelmäßig heraus. (Bild: netzwelt)

Dem Hersteller zufolge ist der Stift grundsätzlich mit allen kapazitiven Touchscreens kompatibel. Da schon beim besonders beworbenen iPad Probleme auftauchen, ist eine Verwendung mit einem anderen Gerät erst recht nicht zu empfehlen. Die mitgelieferte Halterung von Kensington ist zudem unnütz, denn der Mini-Eingabestift fällt immer wieder aus dieser heraus.

Weiter zum ausführlichen Testbericht.

Mit Funk: MyNote Pen von AIPTEK

Der MyNote Pen vom taiwanischen Hersteller AIPTEK benötigt eine Funkverbindung zum iPad. Diese wird über den mitgelieferten Sender aufgebaut. Negativ ist hier, dass zusätzliche Batterien für den Stift notwendig sind. Kompatibel ist der MyNote Pen nur mit dem ersten und zweiten iPad. Das Design des Stifts erinnert an den guten alten Füllfederhalter. Positiv ist die mitgelieferte App "Studio Basic Lite", die zum Zeichnen und Schreiben auf dem iPad genutzt werden kann.

AIPTEK MyNote Pen

Zurück XXL Bild 1 von 5 Weiter Bild 1 von 5
Die Gestaltung des Stylus' erinnert an einen klassischen Füller. (Bild: netzwelt)

Angefertigte Bilder und Notizen lassen sich aus dieser - wenn gewünscht - auch auf Facebook posten oder per E-Mail versenden. Dennoch gibt es keine Kaufempfehlung für den Eingabestift, denn im Praxistest zeigte sich ein stetiger Versatz beim Schreiben und Malen. Durch diesen war es unmöglich, präzise Zeichnungen anzufertigen - schade. Angesichts eines solchen Mangels schreckt zudem der Preis von aufgerundet 50 Euro (beim Hersteller) ab.

Zum ausführlichen Testbericht.

Mit Radiergummi: Pencil von FiftyThree

Ähnlich minimalistisch wie der Wacom-Stift kommt auch Pencil von FiftyThree daher. Von außen erscheint der Stylus wie aus einem Guss. Allerdings lässt sich die Spitze abziehen und via USB-Port an den Rechner stecken. Das ist notwendig, um den integrierten Akku zu laden, der wiederum für die Bluetooth-Verbindung benötigt wird. Im Gegensatz zum AIPTEK-Modell verzichtet FiftyThree auf einen externen Sender für die Kommunikation.

Kompatibel ist das Gerät mit dem iPad 3, 4, Air und dem iPad mini. Ohne Nahfunkstandard lässt sich der Stift aber auch mit jedem beliebigen anderen kapazitiven Touchscreen verwenden. Allerdings kommen Nutzer nur unter Verwendung von Bluetooth und der zugehörigen App "Paper" in den Genuss der Vorteile von Pencil.

Pencil FiftyThree im Test

Zurück XXL Bild 1 von 4 Weiter Bild 1 von 4
Der Stylus ist ungewöhnlich breit und erinnert an einen Bleistift, der eher auf einer Baustelle anzutreffen ist. (Bild: netzwelt)

Das Ende des Stifts stellt einen "Radierer" dar, der genau wie ein normaler Stift auf Papier fehlgeleitete Striche entfernt. Der Stylus liegt dabei gut in der Hand und ist exzellent verarbeitet. Einziges Manko ist die dicke Stiftspitze, die feine und sehr akkurate Linien unmöglich macht. Besonders die großartig gestaltete App von FiftyThree macht den Stift trotzdem sehr empfehlenswert.

Durch den Preis von 50 Euro (bei Amazon) ist der Kauf aber nur leidenschaftlichen Hobbyzeichnern oder Profis zu empfehlen, die ihr iPad für das schnelle Skizzieren von Ideen und Konzepten verwenden wollen. Für 60 Euro erhalten Nutzer auf Wunsch eine Pencil-Version inklusive Magnet, die sich am Apple-Tablet befestigen lässt.

Zum ausführlichen Testbericht.

Disc statt Spitze: Morpheus Labs Alpha von Seven Media

Auffälligstes Merkmal des Morpheus Labs Alpha ist die Stiftspitze, an der sich eine Disc aus Kunststoff befindet. Diese soll das Schreiben und Zeichnen mit dem Stift aus den ungewöhnlichsten Winkeln ermöglichen. Dies funktionierte im Test aber nur leidlich.

Morpheus Labs Alpha im Test

Zurück XXL Bild 1 von 4 Weiter Bild 1 von 4
Die Stiftspitze ist ungewöhnlich und patentiert, aber nicht besonders zuverlässig.

Schade, Design und Verarbeitung des Stylus können ansonsten überzeugen. Dass der Stift mit allen kapazitiven Touchscreens funktioniert, wäre auch ein echter Vorteil gewesen. Der 25 Euro teure Stylus hat jedoch zu häufig Aussetzer.

Zum Testbericht.

Teures Designer-Stück: Rotring 800+

Die Marke und das Design sind beinahe alles beim Rotring 800+. Wie von den Bleistiften des Traditionsherstellers bekannt, ist die Verarbeitung exzellent. Dafür kostet der Stylus jedoch auch einiges. 70 Euro will der Hersteller für den Eingabestift haben und bietet als Gegenleistung neben dem Formfaktor die Kompatibilität zu jedem kapazitiven Touchscreen. Genau an dieser Stelle mangelte es im Test jedoch.

Rotring 800+ im Test

Zurück XXL Bild 1 von 6 Weiter Bild 1 von 6
Der Rotring 800+ kombiniert Bleistift und Stylus.

Auf dem iPad 2 war die Leistung des Stifts noch akzeptabel. Beim Asus Transformer Pad und Nexus 7 war der Rotring 800+ hingegen praktisch unbrauchbar. Eine eigene App liefert Rotring zudem nicht. Vom Kauf lässt sich also nur abraten.

Zum Testbericht.

Graziles Schreiben: Wacom Bamboo Stylus fineline

Das beliebig wirkende Design des fineline und die billig wirkende Spitze sind die einzigen Kritikpunkte, die wir gegen den Stylus von Wacom vorzubringen haben. Davon abgesehen hat uns der Eingabestift restlos überzeugt. Über Bluetooth stellt der fineline einer Verbindung zum iPad her, die im Test sofort funktionierte und ungewollte Striche auf dem digitalen Papier verhinderte.

Mit keinem anderen Stylus gelangen so feine Linien und machte das Schreiben so viel Spaß wie mit dem Produkt von Wacom. Die zugehörige App Bamboo Paper trägt ihr übriges zum guten Gesamteindruck bei. Wie der Stift von FiftyThree lässt sich auch der Wacom-Stylus als digitaler Radierer verwenden, was für zusätzliche Pluspunkte sorgt.

Wacom Bamboo Stylus fineline im Test

Zurück XXL Bild 1 von 7 Weiter Bild 1 von 7
60 Euro kostet der Wacom Bamboo Stylus fineline.

Allerdings ist der fineline nur mit den neueren iPads kompatibel und mit 60 Euro kein Schnäppchen. Eine günstigere Alternative von Wacom - ohne Bluetooth - ist der Bamboo Stylus Solo. Zum Testbericht des fineline.

Dieser Artikel wurde am 28. Juli, 22. September und 27. Oktober 2014 aktualisiert und durch den Wacom Bamboo Stylus fineline, den Pencil sowie den Morpheus Labs Alpha ergänzt.

Kommentare zu diesem Artikel

Zeichnen oder Schreiben auf dem iPad? Mit dem richtigen Stylus ist dies durchaus möglich. Netzwelt hat sich Eingabestifte von Kensington, AIPTEK, Seven Media, FiftyThree, Rotring und Wacom angeschaut und erklärt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Konzepte.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt. Diskutieren Sie im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt Diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

article
35372
Schreiben und Zeichnen auf dem iPad: Sechs Eingabestifte im Vergleichstest
Schreiben und Zeichnen auf dem iPad: Sechs Eingabestifte im Vergleichstest
Schreiben oder Zeichnen auf dem iPad kann mit dem richtigen Stylus einfach sein. Netzwelt zeigt im Vergleichstest, welche Eingabestifte etwas taugen.
http://www.netzwelt.de/news/93069-ipad-stifte-vergleichstest.html
2014-10-27 17:14:13
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw772_sh579_sx68_sy0_sr4x3_nu0/picture/original/2014/10/welchem-stift-schreibt-besten-ipad-vergleichstest-antwort-143009.jpeg
News
Schreiben und Zeichnen auf dem iPad: Sechs Eingabestifte im Vergleichstest