AIPTEK, Wacom und Kensington
Schreiben auf dem iPad: Drei Eingabestifte im Vergleichstest
Mit Eingabestiften lässt es sich auf dem iPad schreiben wie auf Papier. Jedenfalls versprechen dies die Werbeanzeigen der Hersteller. In der Praxis gelingt das Schreiben mit dem Stylus nicht mit jedem Produkt gleich gut. Netzwelt hat drei verschiedene Modelle von AIPTEK, Kensington und Wacom im Test miteinander verglichen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Günstig: Virtuoso Mini Eingabestift von Kensington
- 2Mit Funk: MyNote Pen von AIPTEK
- 3Der Zeichen-Profi: Bamboo Stylus Solo von Wacom
Auf dem iPad mit einem Stylus zu schreiben, kann praktisch sein. Speziell wenn gerade kein Platz ist, um das Tablet aus der Hand zu legen. Nur mit einer Hand die virtuelle Tastatur zu bedienen, ist kaum praktikabel und physikalische Bluetooth-Tastaturen oft eine ganze Ecke teuerer als ein Eingabestift. Ein Stylus ist also durchaus eine attraktive Alternative.
Dabei muss unterschieden werden zwischen einfachen Eingabestiften, die sich tatsächlich nur als Finger-Ersatz eignen und Styli, die sich auch zum Zeichnen und Schreiben verwenden lassen. Erstere können höchstens Fettflecken und Schmutz auf dem Touchscreen vermeiden, da sie nur zur Auswahl von Anwendungen und Funktionen geeignet sind. Letztere können in Verbindung mit den richtigen Apps zur Erstellung von Skizzen und schriftlichen Notizen verwendet werden. Zu welchem Zweck welcher Stift geeignet ist, steht in der Regel auf der Verpackung. Im Zweifelsfall sollten sich Nutzer noch einmal bei einem Händler ihres Vertrauens informieren. Alle in diesem Vergleichstest aufgeführten Produkte eignen sich zum Skizzieren und zum Schreiben.
Günstig: Virtuoso Mini Eingabestift von Kensington
Der mit knapp 15 Euro günstige Preis des Virtuoso Mini Eingabestift von Kensington ist wohl der größte Vorteil des Stylus. Von diesem Pluspunkt abgesehen ist die Positiv-Liste des Virtuoso recht kurz. Die Verarbeitung ist Hersteller Kensington gut gelungen, das Material wirkt robust und gefällt auch unter äußerlichen Gesichtspunkten.
Allerdings lässt sich mit dem Stift weder präzise Zeichnen, noch gut Schreiben. Um die Handschrift zu einem späteren Zeitpunkt noch entschlüssen zu können, ist eine recht verkrampfte Handhaltung nötig. Diese erschwert das Notieren auf dem iPad unnötig.
Dem Hersteller zufolge ist der Stift grundsätzlich mit allen kapazitiven Touchscreens kompatibel. Da schon beim speziell beworbenem iPad Probleme auftauchen, ist eine Verwendung mit einem anderen Gerät jedoch erst recht nicht zu empfehlen. Die mitgelieferte Halterung von Kensington ist zudem unnütz, denn der Mini-Eingabestift fällt immer wieder aus dieser heraus.
Weiter zum ausführlichen Testbericht.
Kensington Virtuoso Mini Eingabestift
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Bild vergrößern Die Halterung für den Doch Connector ist praktisch. Der Stift fiel im Test jedoch regelmäßig heraus. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Im zusammengefahrenen Zustand misst der Stift nur wenige Zentimeter. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 5
Bild vergrößern Der Stift ist in Silber-Optik gehalten. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 5
Bild vergrößern Die Verlängerung des Stifts birgt leider nur wenig Mehrwert. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 5
Bild vergrößern Zur Eingabe eignet sich der Stylus jedoch nicht zum präzisen Zeichnen. (Bild: netzwelt)
Mit Funk: MyNote Pen von AIPTEK
Der MyNote Pen vom taiwanischen Hersteller AIPTEK benötigt eine Funkverbindung zum iPad. Diese wird über den mitgelieferten Sender aufgebaut. Negativ ist hier, dass zusätzliche Batterien für den Stift notwendig werden. Trotzdem fällt der MyNote Pen zunächst nicht unangenehm auf. Das Design erinnert an den guten alten Füllfederhalter. Positiv ist zudem die mitgelieferte App "Studio Basic Lite", die zum Zeichnen und Schreiben auf dem iPad genutzt werden kann. Kompatibel ist der MyNote Pen mit dem ersten und zweiten iPad.
Angefertigte Bilder und Notizen lassen sich aus dieser - wenn gewünscht - auch auf Facebook posten oder per E-Mail versenden. Dennoch gibt es keine Kaufempfehlung für diesen Eingabestift, denn im Praxistest zeigte sich ein stetiger Versatz beim Schreiben und Malen. Durch diesen war es unmöglich, präzise Zeichnungen anzufertigen - schade. Angesichts eines solchen Mangels schreckt zudem der Preis von 99 Euro ab.
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AIPTEK MyNote Pen
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Bild vergrößern Die Gestaltung des Stylus erinnert an einen klassischen Füller. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Eine harte und eine weiche Stiftspitze ist im Lieferumfang enthalten. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 5
Bild vergrößern Beim Schreiben wie beim Zeichnen mit dem elektrischen Stift macht sich ein Versatz bemerkbar. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 5
Bild vergrößern Der Empfänger wird in den 30-poligen iPad-Anschluss gesteckt. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 5
Bild vergrößern Der Preis des MyNote Pen wird von AIPTEK mit 99 Euro angegeben. (Bild: Netzwelt
Der Zeichen-Profi: Bamboo Stylus Solo von Wacom
Wacom kennt sich aus mit Eingabestiften. Das japanische Unternehmen ist vor allem durch seine Grafiktablets und die Produktion zugehöriger Styli bekannt. Diese Erfahrung macht sich auch beim iPad-Stift Bamboo Stylus bemerkbar. Obwohl dieser auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, zeigt sich in der Praxis schnell, wie viel in diesem Produkt steckt.
Für den Preis von knapp 30 Euro liegt der Bamboo Stylus Solo perfekt in der Hand und ermöglicht eine angenehme Schreibposition. Auch ohne Kalibrierung ließen sich im Test zudem sehr präzise Zeichnungen anfertigen und auch Linien auf kariertem Papier nachzeichnen.
Der Stift von Wacom ist grundsätzlich für jeden kapazitiven Touchscreen geeignet, funktioniert jedoch am besten mit dem zweiten und dritten iPad. Beim ersten Tablet von Apple und bei Android-Smartphones stellten sich leichte Verzögerungen ein. Nichtsdestotrotz ist der Bamboo Stylus von Wacom der Testsieger dieser Vergleichsreihe.
Zum ausführlichen Testbericht.
Wacom Bamboo Stylus Solo
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Bild vergrößern Der Stylus liegt gut in der Hand. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Die Spitze des Stylus ist weich und misst sechs Millimeter. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 5
Bild vergrößern Wacom zufolge ist der Stift mit jedem kapazitivem Touchscreen kompatibel. Im Test erwies sich dies jedoch nur als Teilwahrheit. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 5
Bild vergrößern Der Stift lässt sich ohne Empfänger und Batterien verwenden. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 5
Bild vergrößern Die Spitze des Eingabegeräts ist austauschbar. Wacom bietet Ersatz für 4,90 Euro. (Bild: netzwelt)
So präzise wie er ist kein anderer Stylus unserer Testreihe. Der Bamboo Stylus Solo von Wacom ist daher der Testsieger.



Mit dem Bamboo Stylus lässt sich sowohl auf Touchscreens zeichnen als auch auf Papier schreiben. Dafür besitzt er ein weiches Ende und eine Kugelschreiberspitze. Der Stift soll im Mai in den Handel kommen.
Präzises Zeichnen auf dem iPad, das verspricht der Virtuoso Mini Eingabestift von Kensington. Im Test zeigten sich jedoch einige Schwächen des kleinen Stylus, über die auch der günstige Preis nicht hinwegtrösten kann.
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