Katzenkopf als Symbol

Anti-ACTA: Liga zur Verteidigung des Internets gegründet

Mit einem Katzenkopf im Comic-Stil macht die neu gegründete Liga zur Verteidigung des Internets (Internet Defense League) auf sich aufmerksam. Das Netzwerk versteht sich als "Notfall-Zentrale" für die Freiheit des Internets. Mitmachen kann jeder.

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Die Internet Defense League hat einen Katzenkopf als Symbol. (Bild: netzwelt)
Die Internet Defense League hat einen Katzenkopf als Symbol. (Bild: netzwelt)
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In Batman-Manier wirft ein Scheinwerfer ein Katzenkopfsymbol an eine Wand. Klingt nach Superhelden-Comic und mutet auch so an, ist aber dennoch ernst gemeint. Es ist das Zeichen der neu gegründeten Internet Defense League (IDL).

Die Liste an Gründen für den Zusammenschluss der IDL ist lang. Der Stop Online Piracy Act (SOPA) gehört genauso dazu wie der Protect Intellectual Property Act (PIPA), der noch in der Debatte befindliche CISPA (Cyber Intelligence Sharing and Protection Act) und natürlich das hierzulande eher bekannte ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement).

"Für die Freiheit des Internets"

Gegen all diese Gesetzesvorhaben haben die Mitglieder der Liga sich im Internet engagiert, Informationen über sie verbreitet und so wesentlich zu Protestaktionen wie den internationalen Demonstrationen gegen das Anti-Pirateriabkommen oder auch zu virtuellen Protesten wie dem Black-Out Day beigetragen.

Diese Taktik wollen die namhaften Mitglieder wie die Mozilla Foundation, WordPress, Reddit, La Quadrature du net und die Electronic Frontier Foundation, weiterführen und bündeln. Die IDL bezeichnet sich selbst als Notfall-Informationsnetzwerk, das immer dann Alarm schlägt, wenn ein neuer Gesetzentwurf "die Freiheit des Internet gefährdet".

Ein Problem sieht die Liga vor allen in den etablierten Institutionen und Monopolen, die nicht daran interessiert seien, dass Bürger mithilfe des Internets am politischen Prozess partizipieren. Politiker seien zudem oft zu wenig über Netzpolitik informiert und so leicht zu korrumpieren.

Mitmachen kann jeder 

Mitmachen bei der Liga kann grundsätzlich jeder, der eine Webseite besitzt. Um Teil der Gruppe zu werden, müssen sich Interessierte lediglich anmelden und ein Widget auf ihrer Seite einfügen. Durch dieses werden dann Aktionen und Informationen der Liga verbreitet und idealerweise viele Menschen in kurzer Zeit erreicht.

Als aktuelle Ziele nennt die Liga neben der Verhinderung von ACTA, dass trotz der Ablehnung des EU-Parlaments noch nicht vor dem völligen Aus steht, auch die von CISPA. Kritiker befürchten, dass dieser Gesetzentwurf in den USA dazu führen könnte, dass Regierungsbehörden, Geheimdienste und Internetfirmen ohne richterliche Kontrolle persönliche Informationen über Nutzer austauschen und die Online-Kommunikation flächendeckend überwachen. Mehr Informationen zu CISPA erhalten Sie hier auf netzwelt.

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