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Huawei Ascend P1 im Test
Erstes Highend-Smartphone von Huawei für den deutschen Markt

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Huawei gleich Billigheimer? Mitnichten! Mit dem Ascend P1 pirscht sich der Hersteller ins Hochpreissegment und liefert ein solides Debüt ab.

Huawei hat sich in Deutschland mit günstigen Einsteiger-Smartphones und einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis einen Namen gemacht. Das Modell Ascend P1 soll Huawei nun die Tür zum Hochpreissegment öffnen. Kann das gelingen?

Design und Verarbeitung

Das Huawei Ascend P1 mit der Seriennummer U9200 ragt designtechnisch nicht unbedingt aus der Masse an Smartphones hervor. Trotz des lediglich aus Kunststoff bestehenden Gehäuses besitzt das Modell aber eine hervorragende Haptik. Die Rückseite ist gummiert und damit rutschfest. Eine leichte Erhebung am unteren Gehäuserand dient zudem als Griffpunkt für die Finger.

Die Frontseite des Handys wird fast komplett durch den Touchscreen bedeckt. Die Seiten des Smartphones sind wie der Rücken gummiert, mit "nacktem" Kunststoff kommt der Nutzer gerade einmal an Ober- und Unterseite in Kontakt. Dadurch verbreitet das Huawei Ascend P1 schlichte Eleganz statt billig-wirkender Klavierlack-Optik.

Das Display misst in der Diagonalen zwar 4,3 Zoll, die Gehäuseabmessungen bewegen sich aber ähnlich wie beim Panasonic Eluga eher in Richtung eines 4-Zoll-Smartphones, was das Huawei Ascend P1 in Verbindung mit dem geringen Gewicht von 110 Gramm und der geringen Bautiefe von 7,69 Millimetern äußerst hosentaschentauglich macht. Etwas nervig ist der Wechsel der SIM-Karte: Da die Verschlussklappe nur wenig Spielraum bietet, verkommt die Aktion zur Fummelarbeit.

Hardware

Beim Ascend P1 setzt Huawei auf bewährte Hardware. Anders als das in Barcelona vorgestellte Quad-Core-Smartphone Ascend D quad, kommt beim Ascend P1 kein selbstentwickelter Chip zum Einsatz, sondern der OMAP 4460 von Texas Instruments, der auch im Galaxy Nexus von Google werkelt. Hier und da hat Huawei offenbar noch an den Stellschrauben gedreht, dadurch erreicht das Smartphone beispielsweise beim Browsermark-Benchmark 103.987 Punkte statt 85.306 wie das Galaxy Nexus, beim AnTuTu-Benchmark fällt es dagegen mit 6.125 zu 6.147 Punkten knapp zurück. Das reicht dennoch für das Zocken aufwendiger Spiele wie Shadowgun. Allerdings kam es hier im Test zu kleineren Rucklern, ebenso wie bei der Verwendung der 3D-Nutzeroberfläche von Huawei.

Huawei Ascend P1

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Das Display des Ascend P1 misst in der Diagonalen 4,3 Zoll. (Bild: netzwelt)

Das Super AMOLED-Display liefert knackige und brillante Farben, größere weiße Flächen wirken aber sehr gelblich. Das fällt vor allem bei einem Besuch der Google-Webseite unangenehm auf. Die Auflösung beträgt 960 x 540 Pixel. Das ist nicht mehr ganz zeitgemäß, aber immer noch gut. Vereinzelt sind zwar Pixel zu sehen, sie stören aber nicht.

Der interne Speicher fällt mit vier Gigabyte für die Preisklasse überraschend klein aus, zumal dem Nutzer ab Werk nur rund drei Gigabyte zur Verfügung stehen. Anders aber als beispielsweise beim Sony Xperia S oder dem HTC One S lässt sich der externe Speicher per MicroSD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweitern. Der Einschub dazu befindet sich an der Geräteseite, sodass der Nutzer hierzu auch nicht das Handy öffnen muss.

Gesprächsqualität und Akkulaufzeit

Beim Punkt Gesprächsqualität und Akkulaufzeit spielt Huawei seine Erfahrung als Netzausrüster in die Hände. Die Chinesen optimieren ihre Smartphones bis ins kleinste Detail, sodass es zu weniger Verbindungsabbrüchen kommen und auch der Stromverbrauch minimiert werden soll. Tatsächlich ist die Gesprächsqualität des Huawei Ascend P1 gut. Die Gesprächspartner sind weitestgehend klar und deutlich zu verstehen und klingen natürlich. Im direkten Vergleich liegen aber der BlackBerry Bold 9900 und das Samsung Galaxy S3 noch vor dem Ascend P1. Zu bemängeln ist zudem, dass der externe Lautsprecher im Freisprechmodus viel zu leise ist.

Der Akku des Ascend P1 wurde für den Marktstart in Europa vergrößert: Statt 1.670 Milliamperestunden besitzt er eine Kapazität von 1.800 Milliamperestunden. Dies sollte je nach Nutzungsintensität für bis zu zwei Tage Laufzeit reichen. Der Akku wird zudem durch diverse Energiesparmaßnahmen von Huawei geschont. Er kann allerdings nicht gewechselt werden, sondern ist fest verbaut.

Multimedia

Die 8-Megapixel-Kamera von Huawei liefert sowohl bei Außenaufnahmen als auch bei Videos in Innenräumen brauchbare Ergebnisse. Auch die Qualität der Dateien ist gut. Allerdings reicht die Kamera nicht ganz an Spitzenmodelle wie das Apple iPhone 4S oder das Nokia 808 Pure View heran. Im Vergleich mit anderen Handy-Kameras wirken die Bilder etwas blass. Ein mit dem Huawei Ascend P1 aufgenommenes Testbild finden Sie hier.

Der externe Lautsprecher des Huawei Ascend P1 ist laut genug für die musikalische Hintergrundbeschallung. Der Klang ist aber leicht blechern. Über Kopfhörer ist er zwar klar, aber etwas kraftlos.

Software

Als Betriebssystem kommt auf dem Huawei Ascend P1 Android 4.0.3 zum Einsatz. Zu einem möglichen Update auf Android 4.1 schweigt sich Huawei aus. Man wolle erst das neue Betriebssystem auf seine Fähigkeiten prüfen, hieß es auf dem Launch-Event in München. Anders als in China setzt Huawei in Deutschland vorerst nicht auf eine eigene Nutzeroberfläche.

Zwar hat der Hersteller einige Änderungen an der Android-Oberfläche vorgenommen, diese sind aber weitestgehend kosmetischer Natur. So enthält das Gerät einen 3D-Launcher, der sich aber auch auf Wunsch abschalten lässt. Weitere Änderungen gibt es beispielsweise beim Sperrbildschirm, von denen der Nutzer einige Apps direkt starten kann. An Huawei-eigenen Apps findet sich unter anderem ein Backup-Tool und eine Taschenlampen-App auf dem Handy. Zudem ist das Spiel Riptide GP vorinstalliert - Zocker wird es freuen.

Fazit

Huawei liefert mit dem Ascend P1 ein solides Smartphone der oberen Mittelklasse ab. Allerdings fehlen dem Smartphone die markanten Eigenschaften, um sich deutlich von der Konkurrenz abzuheben.

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Huawei Ascend P1 lautet 449 Euro, im Netz wird das Gerät bereits für rund 400 Euro gehandelt.

Alternativen sind das Galaxy Nexus, das HTC One S, das Sony Xperia S oder das Panasonic Eluga.

Kommentare zu diesem Artikel

Huawei gleich Billigheimer? Mitnichten! Mit dem Ascend P1 pirscht sich der Hersteller ins Hochpreissegment und liefert ein solides Debüt ab.

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  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Ice Cream Sandwich pur: Huawei Ascend P1 im Test

    ... Video ... Über Geschmack streiten ist ja immer so eine Sache. Manch einer mag gerade diese unaufgeregte Art der Kommentierung mit den besonderen Betonungen, für eine bessere Verständlichkeit. Die entgegen gesetzte Alternative wäre ein Verschlucken vom Satzende - und damit wäre ja auch niemandem geholfen.
  • Timbo schrieb Uhr
    AW: Ice Cream Sandwich pur: Huawei Ascend P1 im Test

    Sorry, aber das Video kann man sich ja nicht anschauen bei diesen furchtbaren Betonungen an jedem Satzende. Ihr solltet künftig einen anderen Sprecher nehmen.
  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Ice Cream Sandwich pur: Huawei Ascend P1 im Test

    Der Akku im Ascend P1 ist fest verbaut.

    Edit: Jan hat den Artikel ergänzt - danke für die sinnvolle Nachfrage.
  • GBorn schrieb Uhr
    AW: Ice Cream Sandwich pur: Huawei Ascend P1 im Test

    Und wie ist es nun: Ist der Akku fest eingebaut oder wechselbar? Da lese ich nix ...

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Huawei Ascend P1 im Test
Huawei Ascend P1 im Test
Huawei drängt mit dem Ascend P1 ins Hochpreissegment. Wird der Hersteller hier ähnlich erfolgreich sein wie mit seinen Einsteiger-Smartphones?
http://www.netzwelt.de/news/93037-huawei-ascend-p1-test.html
2012-07-19 17:05:33
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/laut-gaengiger-erkenntnisse-duerfte-stern-solchen-chemischen-zusammensetzung-existieren-bild-esodigitized-sky-survey-27641.png
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