Verfahren eröffnet
Internet Explorer: EU-Kommission nimmt sich Microsoft erneut vor
EU gegen Microsoft: Brüssel hat ein Verfahren gegen den Konzern wegen angeblich fehlender Browserauswahl in Windows 7 eingeleitet. Dem Unternehmen droht ein Bußgeld. Schon einmal lag Microsoft wegen der vermeintlichen Ausnutzung seiner Vormachtstellung im Streit mit der EU.
Die EU-Kommission glaubt, dass Microsoft in Windows 7-Versionen mit Service Pack 1 keine Browserauswahl ermögliche. Seit der Veröffentlichung dieser Version im Februar 2011 und bis heute seien Millionen von Windows-Nutzern deshalb nicht in der Lage gewesen, auf den Auswahlbildschirm zuzugreifen, der Anwendern auch die Installation anderer Browser wie Chrome oder Firefox anstelle des Microsoft-eigenen Surfprogramms Internet Explorer erlaube, teilt die Kommission mit.
Die EU-Kommission hat deshalb ein Verfahren eingeleitet. Sollten sich die wettbewerbsrechtlichen Regelverstöße bestätigen, müsse Microsoft mit Sanktionen rechnen, teilte Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia mit. In der Praxis könnte die EU ein Bußgeld verhängen.
Reaktion von Microsoft
Brüssel ist bereits Ende 2009 gegen Microsoft und seine Vormachtstellung vorgegangen. Die EU zwang den Konzern, Nutzern des Windows-Betriebssystem einen Auswahlbildschirm für andere Webbrowser zur Verfügung zu stellen. Microsoft hatte darauf reagiert und im März 2010 eine solche Alternative präsentiert. Vorher war in Windows standardmäßig der Internet Explorer installiert.
Nach Informationen der EU-Kommission hat Microsoft in einem Bericht vom Dezember 2011 darüber informiert, dass der Auswahlbildschirm nach wie vor in Windows zur Verfügung stehe. Dem Verdacht der Wettbewerbshüter zufolge hat Microsoft hier aber nicht die Wahrheit gesagt. Wie auch schon beim ersten Verfahren hatten Beschwerden von Mitbewerbern die Ermittlungen der EU-Kommission in Gang gesetzt.
Microsoft hat zu den Vorwürfen Stellung bezogen und bestätigt, dass das Auswahlfenster in Windows 7-Versionen mit Service Pack 1 fehle. Es habe sich dabei um einen "technischen Fehler" gehandelt, den man "unverzüglich" beseitigen werde.


Die Wettbewerbskommission der EU hat den Verdacht, dass der Computer-Hersteller IBM in zwei Fällen seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat. Ein Untersuchungsverfahren wurde eingeleitet.
Wer sein iPhone im europäischen Ausland gekauft hat, kann die Garantie ab sofort auch in seinem Heimatland geltend machen. Apple lockert dahingehend seine Bestimmungen und umgeht damit ein EU-Verfahren.
Hat Google seine Suchergebnisse manipuliert, um Konkurrenzdienste zu benachteiligen? Das prüft die EU nun in einen Kartellrechtverfahren.
Microsoft hat vor einer neuen Sicherheitslücke in Windows XP und Vista gewarnt. Bisher wurde die Lücke laut Microsoft noch von keinem Angreifer ausgenutzt.
Die EU prüft Vorwürfe gegen Motorola. Apple und Microsoft werfen dem US-amerikanischen Handyhersteller vor, Patente missbraucht zu haben.
Die EU-Kommission droht Microsoft mit einer Milliardenstrafe, weil die verlangte Browserauswahl durch einen technischen Fehler auf neuen Windows-Geräten nicht mehr angezeigt wurde. Dies soll nach einer Auflage seit 2010 jedoch immer noch der Fall sein.
Microsoft hat kein zweites Service Pack für Windows 7 geplant. Dies will das britische Technik-News-Portal The Register erfahren haben. Es beruft sich dabei auf Quellen, die dem Entwickler-Team von Microsoft nahestehen.





Beiträge
insgesamt 3 BeiträgeZitat: ... 1 minute eine Minute (bzw. ein bisschen mehr ...) die einige (viele?) Nutzer aus Bequemlichkeit nicht aufbringen wollen. Wenn man sie aber von vornherein mit einer...
Sind die zu doof um chrome oder firefox runterzuladen? Ist ne sache von 1 minute
klar technischer fehler