Mit SkyDrive- und Facebook-Integration

Office 2013: Microsofts fingertaugliche Bürosoftware im Kurztest

Microsofts neues Bürosoftware Office 2013 integriert den Cloud-Service SkyDrive und ist für den Gebrauch mit Touchscreens optimiert. Darüber hinaus versprechen einige neue Funktionen in Word und Co. das Leben der Anwender zu erleichtern. Netzwelt hat die Preview des neuen Office-Pakets einem Kurztest unterzogen und dabei viel Gutes gefunden.

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Microsoft Office 2013 Preview: Windows 8 - Nach der Installation in Windows 8 finden sich die Verknüpfungen zu den Office-Programmen auf dem Metro-Startbildschirm. (Bild: Screenshot Windows 8)
Nach der Installation in Windows 8 finden sich die Verknüpfungen zu den Office-Programmen auf dem Metro-Startbildschirm. (Bild: Screenshot Windows 8)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1SkyDrive-Integration
  2. 2Design
  3. 3Abgewandelte Datei-Ansicht
  4. 4Neue Word-Funktionen
  5. 5Outlook-Verbsserungen
  6. 6Neuer Präsentationsmodus in PowerPoint
  7. 7Excel-Verbesserungen
  8. 8Fingertauglichkeit
  9. 9Fazit

Nach dem Download der Office 2013-Preview, einer Web-Version der neuen Bürosoftware, empfängt den Nutzer zunächst ein kurzes Flash-Video, dass die Vorzüge der neuen SkyDrive-Integration anpreist. In der Tat könnte SkyDrive die Büros dieser Welt erobern. Alle Voraussetzungen dafür liefert Office 2013 mit.

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SkyDrive-Integration

Ob aus Word, Access, PowerPoint oder Excel, zu jeder Zeit kann der Anwender ein erstelltes Dokument in der Cloud ablgegen und es so auch von jedem anderen PC aus bearbeiten. Darüber hinaus ermöglicht es SkyDrive, mit mehreren Personen an einem Dokument zu arbeiten. Voraussetzung hierfür ist eine Windows Live-ID.

Abgesehen von der Cloud-Anbindung gehört das neue Design zu den auffälligsten Neuerungen in der für Herbst angekündigten Office-Suite. Dieses ist an Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 angepasst und auf die Gestaltung der Desktop-Ansicht abgestimmt.

Design

Im Vergleich zum Aero-Design, das in Windows 7 noch dominierte, sind nun keine Transparenzeffekte oder abgerundeten Ecken mehr zu sehen. Stattdessen beherrschen klare Kanten und die Farbe Weiß das Layout. Windows 7-Nutzern mag dies vielleicht auf den ersten Blick zu steril vorkommen, aber speziell im Vergleich zum kunterbunten Metro-UI, der Start-Benutzeroberfläche von Windows 8, ist es eine wilkommene Abwechslung.

Auf Wunsch lässt sich nun zudem der Rahmen der Fenster von Word, PowerPoint und Co. personalisieren und mit verschiedenen Mustern versehen. Die Hauptansicht entspricht jedoch im Wesentlichen immer noch Office 2010. Die einzelnen Symbole zur Bearbeitung finden sich wie zuvor in der Ribbon genannten Multifunktionsschaltfläche. Über verschiedene Reiter können hier die verschiedenen Aufgabe ausgewählt werden. Das neue Design sorgt hier für Übersichtlichkeit.

Abgewandelte Datei-Ansicht

Komplett neu ist die Ansicht nach dem Klick auf den Menüpunkt "Datei". Konnte der Nutzer hier zuvor Dinge wie das Dateiformat innerhalb der Hauptansicht auswählen, öffnet sich nun in allen Office-Programmen ein komplett neuer Bildschirm, in dem neben der Speichermöglichkeit in unterschiedlichen Dateitypen auch die Möglichkeit besteht, das Dokument in SkyDrive zu speichern oder mit Kontakten sowie online zu teilen. Auch vorherige Versionen der geöffneten Datei lassen sich hier wiederherstellen. 

Neue Word-Funktionen

Eine erfreuliche Neuerung in Word ist, dass sich Dokumente nun auch im Open-Office-Format (.odt) speichern lassen. Außerdem können nicht nur Word-Dateien in PDF-Dokumente umgewandelt, sondern auch PDFs innerhalb des Programms betrachtet werden.

Zu den praktischsten Neuerungen der Schreib-Software gehört zudem, dass nun während des Verschiebens eines Bildes in einem Dokument, der Text sich in Echtzeit anpasst und so der richtige Platz für die Grafik sich leichter finden lässt. Im Kurztest gelang das Verschieben überaus flüssig.

Problemlos gelang es ebenso Web-Inhalte wie Fotos und Videos mit einem Klick auf die entsprechende Schaltfläche in Word-Dokumente zu integrieren. Auch YouTube-Videos lassen sich so einbinden und direkt im Dokument abspielen. Auch Drehen, Verkleinern und Vergrößern war in der Praxis ein Kinderspiel. Vorausgesetzt ist hier allerdings, dass das Dokument sich im Word-Format befindet. In ODT-Dateien können entsprechende Elemente nicht gespeichert werden.

Auch die Kommentar-Funktion in Word hat Microsoft überarbeitet. Diese werden nun nur noch durch eine Sprechblase angezeigt und erst durch einen Klick geöffnet. Der neue Lese-Modus soll zudem das Lesen am Rechner so angenehm gestalten, dass der Nutzer lieber am Bildschirm als auf Papier liest. Im Test erwies sich der Reader als durchaus flüssig, ob er Ausdrucke obsolet macht, hängt wahrscheinlich auch mit der Qualität des eigenen Bildschirms zusammen.

Microsoft Office 2013 Preview

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Outlook-Verbsserungen

Das Design des E-Mail-Clients Outlook wurde an die Mail-App, die Windows 8-Nutzer in Metro verwenden können, angepasst. Darüber hinaus soll es in der Vollversion die Möglichkeit geben, Skype-Kontakte anzurufen. In der Preview kann dies aber noch nicht getestet werden.

Zudem kommen Social Networker auf ihre Kosten, denn Outlook-Kontakte können nun direkt mit Sozialen Netzwerken wie Facebook verknüpft werden. So erhält der Nutzer nicht nur Informationen über die neuesten Mails, sondern auch über aktuelle Statusmeldungen. 

Neuer Präsentationsmodus in PowerPoint

PowerPoint enthält in Office 2013 einige neue Design-Vorlagen. Präsentationen, genauso wie alle anderen Office-Dokumente, können zudem online zur Einsicht zur Verfügung gestellt werden, auch wenn die Adressaten kein SkyDrive oder Windows Live nutzen.

Darüber hinaus enthält das Programm nun einen neuen Präsentationsmodus, in dem der Präsentierende mehr Kontrolle über die Slideshow erhält. So sieht er nun beispielsweise eine Vorschau der nächsten Slides, kann auf bestimmte Bereiche mit einem virtuellen Laserpointer hinweisen oder mit einem weiteren Tool ins Bild hineinzoomen. Eine sinnvolle Ergänzung.

Excel-Verbesserungen

Auch Excel erhält in Office 2013 einige neue Funktionen. Microsofts erklärtes Ziel ist es hier, die Verwendung des Programms zu vereinfachen. Nicht nur Profis sollen sich künftig im Formel-Wirrwarr zurechtfinden, sondern auch Gelegenheitsanwender.

Im ersten Kurztest vielen vor allem die neuen Tabellen-Vorlagen sowie die Echtzeit-Diagramm-Vorschau positiv auf. Letztere gibt dem Nutzer die Möglichkeit, seine Daten in unterschiedlichen Grafiken anzuschauen und die geeignete Darstellungsweise auszuwählen.

Fingertauglichkeit

Im Hinblick auf das neue Betriebssystem Windows 8, das speziell für Tablets geeignet sein soll, ist vor allem die Fingertauglichkeit der Office-Suite entscheidend. Im Test an einem Desktop-Rechner mit Touchscreen gelang die Auswahl auch kleiner Menüpunkte in den Programmen gut. Auch das Größer- und Kleiner-Ziehen von Objekten funktionierte ohne größere Schwierigkeiten. Wörter lassen sich zudem durch ein Anklicken der Zeile und Wischen über den gewünschten Begriff mühelos auswählen.

Fazit

Office 2013 überzeugte in diesem ersten Kurztest. Viele der neuen Funktionen in Word, PowerPoint, Excel und Co. sind sinnvoll und erleichtern dem Anwender den Arbeitsalltag. Die Facebook- und Skype-Integration in Outlook wird garantiert Befürworter und Gegner finden, ist jedoch nur konsequent, da Microsoft auch in Windows 8 viel Gewicht auf soziale Vernetzung legt. 

Die Integration von SkyDrive wiederum ist praktisch für den Nutzer und leutet möglicherweise den Siegeszug von Microsofts Cloud-Service in den Büros dieser Welt ein. Man darf gespannt sein. Weitere Informationen zum Download der Office 2013 Preview erhalten Sie hier auf netzwelt.

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