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Lenovo U310 im Test: Bezahlbares Ultrabook für Schüler und Studenten

Das Lenovo Ideapad U310 fällt ein wenig aus dem Rahmen gängiger Ultrabooks. Denn es ist nicht nur bunter, sondern auch günstiger als viele Konkurrenzmodelle. Dafür wiegt es ein paar Gramm mehr und beschneidet den Besitzer an zwei weiteren, empfindlichen Stellen.

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Lenovo Ideapad U310: Das Lenovo Ideapad U310 eignet sich auch für Schüler und Studenten, denn die Preise beginnen bei knapp unter 600 Euro. In durchaus wichtigen Details wie Tastatur und Akkulaufzeit müssen Budgetbewusste aber kompromissbereit sein, wie der netzwelt-Test zeigt. Zum Video: Lenovo Ideapad U310

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Anschlüsse
  2. 2Ergonomie und Umwelt
  3. 3Touchpad
  4. 4Display
  5. 5Leistung
  6. 6Akkulaufzeit
  7. 7Fazit
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Multitouchpad aus Glas, Gehäuse aus farblich abgesetztem Aluminium - das Ultrabook U310 von Lenovo geizt nicht mit optischen Reizen. Und hat dennoch eine Zielgruppe im Visier, die nicht gerade bekannt ist für gut gefüllte Brieftaschen: Schüler und Studenten. Die Preise beginnen je nach gewählter Ausstattung bei rund 600 Euro. Wahrlich nicht zu viel für ein 13,3-Zoll-Ultrabook mit Intels aktueller Ivy-Bridge-Plattform.

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Zumal die Erstbegegnung mit dem Testmodell sehr angenehm ausfällt: Keine Spur von Billigheimer. Kaum verwunderlich, präsentiert sich das U310 doch bereits im geschlossenen Zustand von seiner Schokoladenseite. Das in einem Blauton gehaltene Aluminiumgehäuse des Lenovo-Ultrabooks - weitere Farben wie ein dezenteres Grau sind ebenfalls verfügbar -  erinnert tatsächlich ein wenig an ein Buch und fühlt sich sehr gut an. 

Mit nur einem Finger lässt es sich öffnen - wenn auch ein wenig umständlich, da eine entsprechende Vertiefung fehlt. Zum Vorschein kommt ein aufgeräumtes Innenleben, das mit seiner weißen Farbe und schwarzen Tasten einen guten Kontrast zum bunten Äußeren des Testmodells abgibt. Auch der weiß illuminierte Einschaltknopf aus Metall leistet seinen Beitrag zum gelungenen Gesamteindruck. Lediglich die weiß glänzende Display-Umrandung will nicht ganz zum restlichen Gehäuse-Design passen. Mit einem Gewicht von 1,7 Kilogramm ordnet sich das U310 auch leider in der Schwergewichtsklasse der Ultrabooks ein. 

Lenovo Ideapad U310

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Anschlüsse

Über mangelnde Anschlussoptionen können sich Käufer des U310 nicht beklagen. Auf der rechten Seite findet sich neben dem Stromanschluss noch ein USB-2.0-Port sowie ein Kopfhörer-Eingang. Gegenüber, auf der rechten Seite, platziert Lenovo zwei USB-3.0-Schnittstellen, den Netzwerkanschluss sowie einen HDMI-Ausgang. Zwei weiße LED geben Auskunft über den Betriebszustand des Ultrabooks und ein gut zugänglicher SD-Kartenleser auf der Vorderseite vervollständigt das Anschlussprogramm. 

Ergonomie und Umwelt

Lenovo-Tastaturen genießen einen sehr guten Ruf, vor allem auf die Eingabebauteile der Thinkpad-Reihe schwören viele Nutzer seit Jahren. Die Erwartungen an die Buchstabenreihen des U310 sind dementsprechend hoch - werden aus Sicht von netzwelt aber nicht ganz erfüllt. 

Zwar lassen sich die einzeln aufgehangenen Tasten dank ihrer leicht angeschrägten Form zielsicher treffen. Auch der vergleichsweise lange Hub gefällt. Jedoch gibt der gesamte Tastaturblock bei etwas beherzter Schreibweise nach. Wer wortwörtlich gerne und viel in die Tasten haut, sollte die Tastatur dieses Ideapads vor dem Kauf unbedingt ausprobieren. Denn auch die Position von Enter- und Rücktaste weichen vom Standard-Layout ab. Ein weiterer Minuspunkt: Die Tastatur ist nicht beleuchtet, was nächtliches Lernen und Tippen erschwert. 

Touchpad

Das Touchpad aus edlem Glas überzeugt durch hohe Funktionalität und knackige Druckpunkte. Es ist multitouchfähig und unterstützt Gesten, wie das Schollen oder Vergrößern mithilfe von zwei oder mehr Fingern. Beim Zoomen und Verkleinern, beispielsweise von Webseiten, haben wir uns allerdings mehr Feingefühl vom Touchpad erhofft. Nur unter großer Anstrengung ist es mit Bordmitteln möglich, die gewünschte Zoomstufe auf Anhieb zu treffen.

Den Kühlkreislauf des Ideapad U310 hat Lenovo gut hinbekommen. Luftauslässe an der linken Seite sowie im Gehäuseboden und unterhalb des 13-Zoll-Displays sorgen für eine gute Zirkulation. Zwar ist der Lüfter kontinuierlich zu hören, fällt aber nur in Räumen auf, in denen auch Stecknadeln zu hören sind. Empfindliche Ohren könnten sich dennoch am hochfrequenten Pfeifen stören, das der Lüfter verursacht. Dafür erhöht er bei den von netzwelt durchgeführten Benchmark-Tests die Umdrehungszahl nur ein wenig. Längeres Abspielen von HD-Youtube-Videos führt jedoch mit der Zeit zu einem stark aufgewärmten Unterboden des Ultrabooks.

Den Akku mit 46 Wattstunden verbaut Lenovo fest im Gehäuse. Er lässt sich vom Nutzer nicht selbst austauschen. Auch das Aufrüsten der übrigen Komponenten erschwert der Hersteller. Zwar finden sich unter den gummierten Standfüßen handelsübliche Schrauben - ein Wechsel des Massen- oder Arbeitsspeichers durch den Nutzer ist jedoch nicht vorgesehen. Sämtliche Schrauben im Unterboden des Ideapads sind mit einer Folie versiegelt.

Der Klang der intern verbauten Lautsprecher scheint aus dem Displayboden zu kommen. Ein Stereo-Gefühl will sich beim Hörer nicht einstellen, ebensowenig wie eine satte Basswiedergabe. Dies gehörte aber noch nie zu den Stärken von Produkten der Gattung Notebook - das Lenovo Ideapad U310 reiht sich hier also ohne Ausreißer nach oben oder unten in den Durchschnitt ein. Von einem "kinoähnlichem Sound", wie es die Werbung zum U310 verspricht, ist das Ultrabook natürlich Lichtjahre entfernt. 

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