Ein "Gefällt mir" mit Folgen
Facebook: Schleichwerbung als peinliche Nutzer-Posts verpackt
Ganz schön peinlich. Im Netz häufen sich Meldungen über Schleichwerbung, die als Nutzer-Post getarnt in Facebook auftritt. Wie das Online-Magazin ZDNet.com berichtet, orientiert sich diese offenbar an den "Gefällt mir"-Angaben. Ein Mitglied des Sozialen Netzwerks machte so unfreiwillig Werbung für ein äußerst schlüpfriges Angebot.
Inhaltsverzeichnis
- 1Schleichwerbung ohne Opt-out
- 2Stellungnahme von Facebook
- 3Peinliche Folgen
Werbung und vor allem der Ärger über diese, sind nichts Neues für Facebook-Nutzer. Ein "Gefällt mir" genügt und schon kann sich der Nutzer sicher sein, dass seine Befürwortungs-Bekundung demnächst in einer Werbeanzeige im Newsfeed seiner Freunde auftaucht. "Gesponserte Meldungen" nennt Facebook diese Funktion, die erst kürzlich Teil eines Gerichtsprozesses in den USA war.
Schleichwerbung ohne Opt-out
Die nun entdeckte Werbung funktioniert jedoch anders. Und noch ärgerlicher: Im Gegensatz zu den eben beschriebenen "Gesponserten Meldungen" lässt sich diese nicht abschalten. Wie so oft im Sozialen Netzwerk hat die Änderung ohne Ankündigung Einzug gehalten. Aufgefallen ist sie zuerst dem US-Technik-Magazin ZDNet.com.
Offenbar sorgen in der Vergangenheit getätigte "Gefällt mir"-Angaben nun dafür, dass im Namen des Nutzers eine Meldung der befürworteten Seite im Newsfeed von Freunden erscheint. Besonders heikel ist dies natürlich, wenn eine politische Meldung auf diese Weise gesponsert wird. Besonders da die Aufmachung suggeriert, der Nutzer würde diese unterstützen. ZDNet.com zufolge hatten die Betroffenen offenbar vor Monaten die fragliche Seiten mit einem "Gefällt mir" versehen und keinen der in ihrem Namen beworbenen Artikel auf Facebook geteilt.
Stellungnahme von Facebook
Das Online-Magazin sprach daraufhin mit Facebook und erfuhr, dass es sich bei der Schleichwerbung um eine neue Funktion handelt. "Um Nutzern zu helfen neue Seiten, Events und andere Informationen zu finden, kann es nun passieren, dass Freunde Posts von Seiten sehen, die ihre Freunde mögen", teilte ein Sprecher ZDNet.com mit. Als Werbung werden diese Statusmeldungen nicht gekennzeichnet.
Für die Person, die die Meldung erhält, ist es offenbar nicht möglich, ihr Auftauchen zu verhindern. Zwar können angezeigte Posts verborgen werden, aber eine erneute Meldung lässt sich nicht umgehen. Außer der Nutzer entfreundet die Person, unter deren Namen die Werbung angezeigt wird, oder weist diese daraufhin, dass der Betreffende sein "Gefällt mir" für die werbende Seite zurücknehmen sollte.
Peinliche Folgen
Welche Folgen die Schleichwerbung haben kann, zeigt das Beispiel eines Nutzers, der auf "Gefällt mir" bei einer US-amerikanischen Drogeriemarktkette klickte. Denn im Newsfeed seiner Freunde tauchte daraufhin unter seinem Namen Werbung für ein Gleitgel auf.
Deutsche Nutzer scheinen aktuell noch nicht von der neuen Funktion betroffen zu sein.


Ab Januar 2012 müssen Facebook-Nutzer in ihrem Hauptnewsfeed darauf achten, dass sie eine Werbeanzeige nicht mit der Statusmeldung eines Freundes verwechseln. Das Soziale Netzwerk plant die Zulassung von PR-Meldungen im Zentrum der Startseite.
Facebook und Nutzer haben sich im Streit um gesponserte Meldungen vor Gericht geeinigt. Allerdings sind Einzelheiten des Vergleichs nicht veröffentlicht worden.
Facebook: Ab sofort kostet eine prominente Platzierung im Newsfeed der Freunde auch in Deutschland Geld. Das Soziale Netzwerk bietet Nutzern nun die Möglichkeit, ihre Statusmeldungen mit knapp fünf Euro zu sponsern.
Einige Facebook-Nutzer können derzeit eine neue Bezahloption für Updates testen. Für ein bis zwei US-Dollar sollen mehr Freunde die Posts besser sehen können.
Facebook bietet ab sofort kostenpflichtige Werbemöglichkeiten für Privatpersonen im Sozialen Netzwerk an. Nutzer, die sicher gehen wollen, dass wirklich alle Freunde ihre Statusmeldungen sehen, können ihre Posts für 7 US-Dollar bewerben.
Ein kleines Update hat sich ins Facebook-Universum geschlichen. Ab sofort können Kommentare, die bereits veröffentlicht wurden, zeitlich unbegrenzt nicht nur gelöscht, sondern auch bearbeitet werden.
Kaum ein Bild in Sozialen Netzwerken kommt inzwischen ohne einen Instagram-Filter aus. Haben Sie noch Freude an den Fotos oder nervt der Einheitsbrei? Macht Ihnen Instagram noch Spaß? Stimmen Sie ab bei der netzwelt-Sonntagsfrage.




