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Facebook: Schleichwerbung als peinliche Nutzer-Posts verpackt
Ein "Gefällt mir" mit Folgen

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Peinliche Werbung auf Facebook: Ein Nutzer klickte bei einer Drogeriemarktkette auf "Gefällt mir" nur um später festzustellen, dass diese in seinem Namen Werbung für ein schlüpfriges Angebot machte.

Ganz schön peinlich. Im Netz häufen sich Meldungen über Schleichwerbung, die als Nutzer-Post getarnt in Facebook auftritt. Wie das Online-Magazin ZDNet.com berichtet, orientiert sich diese offenbar an den "Gefällt mir"-Angaben. Ein Mitglied des Sozialen Netzwerks machte so unfreiwillig Werbung für ein äußerst schlüpfriges Angebot.

Peinlich: Ein Nutzer machte unfreiwillig Werbung für ein Gleitgel. (Quelle: ZDNet.com)

Werbung und vor allem der Ärger über diese, sind nichts Neues für Facebook-Nutzer. Ein "Gefällt mir" genügt und schon kann sich der Nutzer sicher sein, dass seine Befürwortungs-Bekundung demnächst in einer Werbeanzeige im Newsfeed seiner Freunde auftaucht. "Gesponserte Meldungen" nennt Facebook diese Funktion, die erst kürzlich Teil eines Gerichtsprozesses in den USA war.

Schleichwerbung ohne Opt-out

Die nun entdeckte Werbung funktioniert jedoch anders. Und noch ärgerlicher: Im Gegensatz zu den eben beschriebenen "Gesponserten Meldungen" lässt sich diese nicht abschalten. Wie so oft im Sozialen Netzwerk hat die Änderung ohne Ankündigung Einzug gehalten. Aufgefallen ist sie zuerst dem US-Technik-Magazin ZDNet.com.

Offenbar sorgen in der Vergangenheit getätigte "Gefällt mir"-Angaben nun dafür, dass im Namen des Nutzers eine Meldung der befürworteten Seite im Newsfeed von Freunden erscheint. Besonders heikel ist dies natürlich, wenn eine politische Meldung auf diese Weise gesponsert wird. Besonders da die Aufmachung suggeriert, der Nutzer würde diese unterstützen. ZDNet.com zufolge hatten die Betroffenen offenbar vor Monaten die fragliche Seiten mit einem "Gefällt mir" versehen und keinen der in ihrem Namen beworbenen Artikel auf Facebook geteilt.

Stellungnahme von Facebook

Das Online-Magazin sprach daraufhin mit Facebook und erfuhr, dass es sich bei der Schleichwerbung um eine neue Funktion handelt. "Um Nutzern zu helfen neue Seiten, Events und andere Informationen zu finden, kann es nun passieren, dass Freunde Posts von Seiten sehen, die ihre Freunde mögen", teilte ein Sprecher ZDNet.com mit. Als Werbung werden diese Statusmeldungen nicht gekennzeichnet.

Für die Person, die die Meldung erhält, ist es offenbar nicht möglich, ihr Auftauchen zu verhindern. Zwar können angezeigte Posts verborgen werden, aber eine erneute Meldung lässt sich nicht umgehen. Außer der Nutzer entfreundet die Person, unter deren Namen die Werbung angezeigt wird, oder weist diese daraufhin, dass der Betreffende sein "Gefällt mir" für die werbende Seite zurücknehmen sollte.

Peinliche Folgen

Welche Folgen die Schleichwerbung haben kann, zeigt das Beispiel eines Nutzers, der auf "Gefällt mir" bei einer US-amerikanischen Drogeriemarktkette klickte. Denn im Newsfeed seiner Freunde tauchte daraufhin unter seinem Namen Werbung für ein Gleitgel auf.

Deutsche Nutzer scheinen aktuell noch nicht von der neuen Funktion betroffen zu sein.

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Peinliche Werbung auf Facebook: Ein Nutzer klickte bei einer Drogeriemarktkette auf "Gefällt mir" nur um später festzustellen, dass diese in seinem Namen Werbung für ein schlüpfriges Angebot machte.

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Facebook: Schleichwerbung als peinliche Nutzer-Posts verpackt
Facebook: Schleichwerbung als peinliche Nutzer-Posts verpackt
Schleichwerbung auf Facebook: "Gefällt mir"-Angaben können nun offenbar dazu führen, dass befürwortete Seiten im Namen des Nutzer Artikel mit Freunden teilen.
http://www.netzwelt.de/news/92992-facebook-schleichwerbung-peinliche-nutzer-posts-verpackt.html
2012-07-16 12:10:07
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/peinlich-nutzer-machte-unfreiwillig-werbung-gleitgel-bild-zdnetcom-15301.jpg
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