Geschichte vom aufbäumenden Pferd

Test Drive - Ferrari Racing Legends: Im Kurztest

Eine Traditionsreihe wagt den Neustart: Nach dem eher enttäuschenden und von Technikpannen gebeutelten "Test Drive Unlimited 2" liegt es nun an Entwickler Slightly Mad Studios, den "Test Drive"-Karren mit "Ferrari Racing Legends" wieder aus dem Dreck zu ziehen. Dass die Briten ihr Handwerk verstehen, haben sie unter EA-Flagge mit "Shift 2": Unleashed" hinreichend bewiesen. Nun versuchen sie sich zusammen mit dem Publisher Bigben am Steckenpferd italienischer Auto-Ingenieurskunst.

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Test: Test Drive - Ferrari Racing Legends: Die Test Drive Reihe erhält mit Ferrari Racing Legends einen Ableger, der nur Fahrzeuge eines Herstellers abbildet. Eine weitere Besonderheit von Test Drive: Ferrari Racing Legends ist, dass es kein "Gummiband" zwischen dem Führenden Fahrer und dem Verfolger-Feld gibt. Es können echte Vorsprünge herausgefahren und gehalten werden. Auch die Anzahl an Autos, aus den unterschiedlichsten Epochen der Ferrari-Geschichte, überzeugt. Zum Video: Test: Test Drive - Ferrari Racing Legends

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Mit Informationen wird gegeizt
  2. 2Keine Nachtfahrten
  3. 3Fazit
  4. 4Datenblatt

Knapp über 50 Edelkarossen stehen in der "Test Drive"-Garage - von Enzo Ferraris erstem Auto, dem 125S aus dem Jahr 1947, über den GTO 250, der vielen als schönster Ferrari aller Zeiten gilt, bis hin zu Testarossa, Enzo und dem 800 PS starken Supersportwagen FXX. Nahezu jede Schönheit, die in Maranello das Licht der Autowelt erblickt hat, wurde vom Cockpit bis zum Kotflügel mit enormer Detailverliebtheit ins Programm übertragen, weshalb man das Spiel durchaus als virtuelle Hommage betrachten darf.

Mit Informationen wird gegeizt

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Allerdings geizen die Macher unverständlicherweise mit interessanten Bildern, Videos und Hintergrundwissen, die den Mythos des Rennstalls untermauern könnten. Baujahr und Höchstgeschwindigkeit sind alle Informationen, die man bei einem schnellen Ausritt serviert bekommt.

Mehr Fakten und Faszination liefert nur der Karriere-Modus. Der wurde in eine goldene (1947 bis 1974), silberne (1975 bis 1990) und moderne Ära (1990 bis 2011) unterteilt und bietet neben über 60 Jahren Ferrari-Geschichte satte 216 Rennveranstaltungen. Diese lassen sich wiederum in drei Schwierigkeitsgraden absolvieren und besitzen obendrein Bonusvorgaben. Kurzum: Der Umfang von "Test Drive Ferrari Racing Legends" ist gewaltig - aber auch ein wenig abwechslungsarm. Mal gilt es, Bestzeiten zu knacken, mal ein Rennen von hinten aufzurollen oder einen Teamkollegen nicht allzuweit davonziehen zu lassen. Die Varianten sind aber ebenso schnell ausgereizt wie die gut 40 Strecken, zu denen zahlreiche Grand-Prix-Kurse wie Silverstone, Monza und Hockenheim, aber auch die Nordschleife und eine Fahrt durch Monaco gehören.

Frei zugänglich ist von all dem anfangs kaum etwas. Nur wer im Karrieremodus erfolgreich ist, schaltet nach und nach weitere Boliden und Strecken frei - was nicht immer einfach ist. Vor allem der Einstieg gestaltet sich unnötig kompliziert. Eine der ersten Prüfungen der modernen Ära beispielsweise verlangt das Überholen aller Konkurrenten innerhalb von zwei Runden, bestraft aber jedes Abkommen von der Piste mit einem "Game Over". Angesichts der rempelnden Computergegner ein reines und mitunter frustierendes Glücksspiel.

In früheren Epochen gibt es indes kaum Fahrhilfen. Wer mit einem Oldtimer oder einem Formel-1-Flitzer aus den 70ern ins Schlingern gerät, endet oftmals in der Bande oder überschlägt sich. Aber: Bis auf ein paar unschöne Kratzer und Dellen hinterlässt so ein kapitaler Crash kaum Spuren. Und auch auf das Fahrverhalten hat das rudimentäre Schadensmodell nur geringe Auswirkungen.

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