Eine Edelmarke im Wandel der Zeit
Kommentar: Ratten im Feinkost-Tempel
Ein teures Gourmet-Restaurant gerät ins Gerede, weil es in der Küche alles andere als fein zugeht. Auch die Ausbeutung der Küchenhilfen steht am Pranger. Was das mit Computern zu tun hat? Eigentlich gar nichts, oder?
Inhaltsverzeichnis
- 1Der Küchenchef ist der Star
- 2Die Ratten in der Küche
- 3Böse Schlagzeilen in der Lokalpresse
- 4Geheimnisvolles Hauptgericht
- 5Neuer Chef ändert den Kurs
Das "Delicious" hat jetzt einen neuen Küchenchef. Der Alte ist vor paar Monaten gestorben. Das "Delicious" ist seit Jahren das beste Restaurant der Stadt. Das merkt man schon bei der Einrichtung. Da ist alles vom Feinsten. Blütenweiße Tischdecken, extravagant geformte Gabeln und Messer und stilvolle Teller. Das schöne Porzellan trägt das Logo des Herstellers, ein Stillleben mit Obst. Es ist einfach alles perfekt. Bis ins kleinste Detail. Nur die Stühle sind vielleicht ein wenig hart und übertrieben ergonomisch. Man ist fast gezwungen, beim Essen die richtige Haltung einzunehmen.
Die Speisen sind köstlich. Alles ist frisch und kommt wunderschön zubereitet auf den Teller. Soßen und Salate sind exquisit. Nirgendwo sonst isst man so fein.
Billig ist das natürlich nicht. Allein schon der Johannisbeersaft kostet acht Euro. Bei den Säften gibt es übrigens nur diesen Johannisbeersaft. Auch bei den Hauptgerichten konzentriert sich das "Delicious" auf einige wenige, aber natürlich sehr feine Gerichte. So bleibt die Speisekarte übersichtlich. Ein gutes Konzept. Das Personal ist hochprofessionell und sehr freundlich. Die Kellner haben immer ein Lächeln im Gesicht. Es gibt Leute, denen das Dauerlächeln und diese betont harmonische Atmosphäre auf die Nerven gehen, aber das ist eine Minderheit.

Delicious bleibt bestehen: Die beiden Youtube-Gründer Chad Hurley und Steve Chen haben den sozialen Bookmarking-Dienst von Yahoo gekauft. Damit wird Delicious Teil von Avos, der neu gegründeten Internetfirma von Hurley und Chen.
In Rahmen von Rationalisierungsmaßnahmen plant Yahoo einige Angebote zu schließen. Betroffen sind laut einem Bericht im Wall Street Journal solche Seiten, die nicht zum Kern-Bereich des Unternehmens gehören und "underperformen".
Ein Naturfilmer stritt für sein YouTube-Video mit der Lizensierungsplattform Rumblefish. Das Vogelgezwitscher im Hintergrund war angeblich urheberrechtlich geschützt. Am Ende war alles ein Irrtum - zum Glück.
Wer seine Lieblingsseiten mit Freunden und Familie teilen möchte, nutzt häufig Digg oder Delicious. Beide Plattformen haben das Social Bookmarking geprägt, mittlerweile gibt es zahlreiche sehenswerte Nachahmer.
Wer eine neue Wohnung bezieht, sollte sich Roomle ansehen: Die kostenlose Web-App eignet sich perfekt dazu, Möbel und andere Gegenstände virtuell zu planen. Damit wird der verfügbare Platz perfekt ausgereizt.
Oneview, einer der ältesten Vertreter des Social Bookmarking, steht durch Digg und Delicious massiv unter Druck. Daher arbeiten die Entwickler an einem großen Update, um wieder mithalten zu können.
Undank ist der Welt Lohn. Das sieht man jetzt wieder bei Apple. Da beschert eine Firma ihren Kunden so viel Gutes und erntet dafür nichts als Häme. Klar, hat Apple auf iPhone und iPad Positionsdaten gespeichert. Aber, was sich da die Journalisten-Schmierer aus der Windows-Presse wieder an finsteren Verdächtigungen ausdenken, ist wirklich nicht akzeptabel.




