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Acer Iconia Tab A510 im Test
Nvidia Tegra 3, 10,1 Zoll großer Bildschirm und Acer Ring

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Als Sponsor unterstützt Acer die Olympischen Spiele und bringt das Sportereignis den Käufern des Iconia Tab A510 auf ihr Tablet. Aber auch nach der Vergabe der letzten Medaille ist das Gerät mit Android 4.0 noch einen Blick wert.

Das olympische Motto "Dabeisein ist alles" gilt nicht für das Acer Iconia Tab A510. Das Tablet gehört mit seinem Vierkern-Prozessor in die Spitzengruppe der Android-Geräte und hat gute Chancen auf die Goldmedaille.

Tegra 3 und HD-Auflösung

Acer verwendet beim Iconia Tab A510 einen 10,1 Zoll großen Touchscreen. Der Bildschirm verfügt über eine HD-fähige Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Die Blickwinkel fallen leicht abnehmend aus, aber trotzdem lässt sich die Anzeige auch bei etwa 85 Grad je Blickrichtung noch gut erkennen. Deutlich störender sind die auf dem nicht entspiegelten Glas auftretenden Reflexionen.

Im Iconia Tab A510 steckt wie in allen aktuellen Android-Tablets der Oberklasse die Tegra-3-Plattform von Nvidia. Sie besteht in diesem Fall aus einem mit 1,3 Gigahertz getakteten Quadcore-Prozessor Cortex A9, einem Geforce-Grafikchip und einem ein Gigabyte großen Arbeitsspeicher. Im Antutu-Benchmark gruppiert sich das Tablet mit 10.957 Punkten in der aktuellen Spitzengruppe der nicht übertakteten Android-Geräte ein.

Den je nach Modell 16 oder 32 Gigabyte großen internen Flashspeicher des A510 kann der Nutzer mit einer Micro-SD-Karte um bis zu 32 Gigabyte ergänzen. Als Betriebssystem installiert Acer Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich und ergänzt es mit einigen hauseigenen Apps sowie Anwendungen von Drittanbietern.

So sind zum Beispiel Polaris Office oder Evernote bereits auf dem Iconia Tab A510 vorhanden. Acer ergänzt die Grundausstattung mit dem Media-Player Aupeo, einer Steuerung für seine Clear.fi-Soundtechnik, einem E-Book-Reader, einem Medienserver und dem Eurosport Player, auf dem sich als Werbeaktion kostenlos die Olympischen Spiele verfolgen lassen.

Acer Iconia Tab A510 im Test

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Das Tablet verfügt über einen 10,1 Zoll großen Touchscreen, Nvidias Tegra-3-Plattform und Android 4.0. (Bild: netzwelt)

Acer Ring und weitere Eigenkreationen

Bei der Bedienung steht den Nutzern der Acer Ring zur Verfügung. Dieser öffnet sich nach einem Klick auf den Punkt in der Mitte der Fusszeile. Das Bildschirmmenü lässt sich während fast jeder Anwendung öffnen und erlaubt nicht nur die Regelung der Lautstärke, sondern bietet auch direkten Zugriff auf vier Apps oder Menüpunkte. Ab Werk sind der Browser, die Galerie, die Einstellungen und das Programm für Screenshots ausgewählt. Der Nutzer kann die Belegung aber frei verändern.

Der Touchscreen reagiert ohne Verzögerungen auf Berührungen und bietet sich auch für actionreiche Spiele an. Der Monitor reagiert auch auf die Eingabe mit mehreren Fingern gleichzeitig. Die Struktur der Oberfläche von Ice Cream Sandwich ließ Acer fast unverändert und passte nur an einigen Stellen das Design an die eigenen Vorstellungen an. Das Iconia Tab A510 hat natürlich Zugriff auf die Apps im Play Store von Google.

Kunststoffgehäuse mit zwei Kameras

Das Gehäuse des Acer Iconia Tab A510 besteht aus Kunststoff, wirkt aber trotzdem nicht billig, sondern zeigt sich ordentlich verarbeitet. Die leicht aufgeraute, mit weichem Kunststoff überzogene Rückseite bietet den Fingern des Nutzers Halt, sodass das Tablet sicher in seinen Händen liegt.

Acer stattet das Iconia Tab A510 neben dem bereits erwähnten Kartenlesegerät auch mit einem Audio-Ausgang sowie einem Micro-HDMI- und einem Micro-USB-Anschluss aus. Zusätzlich legt der Hersteller dem Tablet noch einen Adapter von Micro-USB auf eine normale USB-Buchse bei.

Das A510 verfügt über zwei Kameras, wobei die auf der Frontseite mit einer Auflösung von einem Megapixel vor allem für Videochats gedacht ist. Die Kamera auf der Rückseite soll Fotos mit bis zu fünf Megapixeln sowie Videos aufnehmen. Die Bildqualität bewegt sich wie bei vielen Tablets auf niedrigem Kompaktkamera-Niveau und wie so oft bleibt auch hier die Frage unbeantwortet, ob man mit einem Tablet unbedingt Fotos aufnehmen muss.

Der Lithium-Polymer-Akku des Iconia Tab A510 weist mit 9.800 Milliamperestunden eine größere Kapazität als die Batterien der meisten Notebooks auf. Drahtlos gelangt das Tablet per WLAN ins Internet, bestimmt über GPS seine Position und überträgt Daten über kurze Entfernungen auch per Bluetooth.

Fazit

Acer hat mit dem Iconia Tab A510 ein technisch überzeugendes Tablet zusammengestellt. Es liegt angenehm in der Hand, wirkt ordentlich verarbeitet und lässt sich unkompliziert bedienen. Die Hardware lässt Apps flott laufen und die vorhandenen Anschlüsse sind sinnvoll ausgewählt. Einzig das spiegelnde Display erweist sich im Freien als Spaßkiller.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Acer für das Iconia Tab A510 beträgt 399 Euro. Derzeit weichen Online-Händler von dieser Vorgabe nur um wenige Euro nach unten ab.

Der Vorgänger Iconia Tab A500 war bei seiner Markteinführung etwas teurer und setzte auf die damals aktuelle, aber im Vergleich langsamere Tegra-2-Plattform. Konkurrent Asus setzt bei seinem Transformer Pad TF300T auf eine ähliche Hardware-Ausstattung wie beim A510, lockt den Käufer zusätzlich noch mit einem Metallgehäuse und einer optionalen Tastatur zum Anstecken.

Kommentare zu diesem Artikel

Als Sponsor unterstützt Acer die Olympischen Spiele und bringt das Sportereignis den Käufern des Iconia Tab A510 auf ihr Tablet. Aber auch nach der Vergabe der letzten Medaille ist das Gerät mit Android 4.0 noch einen Blick wert.

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  • TomeC schrieb Uhr
    AW: Sportliches Android-Tablet: Acer Iconia Tab A510 im Test

    Mahlzeit ;) Tischgrill ;D Tischgrill - YouTube Akku leer - Paprika roh -> mal rooten, vielleicht gehts dann bessa :cool: