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Hackerangriff bei GMX: Offenbar zahlreiche Accounts betroffen Schutzmechanismus mit Botnetz umgangen

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Hackerangriff auf GMX: Offenbar versuchen sich derzeit Cyber-Kriminelle Zugang zu zahlreichen Accounts des E-Mail-Anbieters zu verschaffen. Nutzer sollten überprüfen, ob sie betroffen sind. Wie dies im Handumdrehen gelingt, erklärt netzwelt.

Vorsicht ist geboten bei der Nutzung von GMX-Konten. Offenbar erfolgt derzeit ein groß angelegter Hackerangriff auf Accounts des E-Mail-Anbieters. Dies berichtet Heise Online. Nutzer, die über ein Konto bei GMX verfügen, sollten überprüfen, ob sich jemand unerlaubten Zugang zu ihrem Account verschafft hat. Netzwelt erklärt wie's geht.

Offenbar gibt es derzeit einen groß angelegten Hackerangriff auf GMX-Accounts. (Quelle: Screenshot service.gmx.net)

Bereits seit dem Wochenende gehen bei Heise Online Berichte von Nutzern ein, die sich über gehackte GMX-Konten beschweren. Die Hacker scheinen sich Zugang zu den Accounts zu verschaffen, um von diesen Spam-Mails zu versenden. Mitunter werden an alle Kontakte im Adressbuch des betroffenen Kontos Fake-E-Mails verschickt.

Schutzmechanismus greift nicht

Wie GMX gegenüber dem Technik-Magazin bestätigte, vereitelt der E-Mail-Anbieter ein solches Vorgehen normalerweise durch ein Begrenzen der Passwort-Eingabeversuche. Diesmal scheint es allerdings so, dass die Hacker diesen Schutzmechanismus umgehen können.

"Wir prüfen derzeit, ob Internet-Kriminelle vermehrt versuchen, Accounts mit sogenanntem distributed brute-forcing, also dem Angriff mit zahlreichen Rechnern auf einen Account, anzugreifen", erklärte ein GMX-Sprecher gegenüber Heise Online.

Dies ist beispielweise durch die Kontrolle über ein aus vielen Computern bestehendes Botnetz möglich. Dadurch ändert sich bei jedem Versuch die IP-Adresse und der Schutzmechanismus vom E-Mail-Anbieter kann nicht greifen.

Überprüfen Sie Ihren Account

Zu überprüfen, ob der eigene Account betroffen ist, gelingt in wenigen Sekunden. Nach dem Einloggen sollte der Nutzer die Anzahl der zwischen der letzten und aktuellen Anmeldung getätigten Login-Versuche kontrollieren.

Beläuft sich diese auf eine ungewöhnliche Zahl, bei einem Nutzer waren es laut Heise Online 2.832 Fehlversuche, dann ist ein Hackversuch auf das eigene Konto sehr wahrscheinlich. Darüber hinaus sollten Nutzer, die E-Mails von einer GMX-Adresse erhalten, vorsichtig sein. Es könnte sich um einen Phishing-Versuch handeln. Nutzer, die vermuten, dass ihr Account gehackt wurde, sollten ihr Passwort ändern und ihre Kontakte über die potentielle Gefahr informieren.

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Annika Demgen
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