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HTC Desire C im Test
Wildfire-Erbe

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Die Auswahl an Einsteiger-Smartphones ist riesig. HTC meldet nun mit dem Desire C ebenfalls Ansprüche auf das Marktsegment an. Das Modell will dabei mit neuester Software und der Beats Audio-Technik punkten. Kann das gelingen?

Mit dem Wildfire brachte HTC einst eines der ersten Einsteiger-Smartphones auf den Markt. Inzwischen ist die Konkurrenz in diesem Segment enorm. Mit dem Desire C will HTC nun verlorengegangene Marktanteile zurückerobern. Kann das Android 4.0-Smartphone an den Erfolg des fast schon legendären Wildfires anknüpfen?

Für 270 Euro brachte HTC mit dem Wildfire 2010 ein vergleichsweise günstiges Smartphone für Einsteiger in den Handel. Zwei Jahre später kratzen die Preise für Einsteiger-Smartphones bereits an der 100-Euro-Grenze und die günstigen Konkurrenten setzen HTC zu. Der Hersteller versucht mit dem Modell Desire C nun bei Einsteigern nicht über den Preis, sondern über Verarbeitung und Ausstattung zu punkten.

Verarbeitung und Design

Das HTC Desire C bietet für seine Preisklasse eine hochwertige Verarbeitung. Statt einer Klavierlack-Rückseite ist der Modellrücken gummiert. Dies sorgt nicht nur für einen sicheren Halt des Handys in der Hand der Nutzer, sondern auch dafür, dass sich Schmutz und Dreck nicht so leicht auf dem Desire C ablagern. Lediglich Fingerabdrücke verschandelten im Test das Gerät. Mit seinem kompakten Format findet das Mobiltelefon in fast jeder Hemd- und Hosentasche Platz. Mit 98 Gramm ist es zudem ein echtes Leichtgewicht.

Der Akku-Deckel lässt sich problemlos lösen und wieder aufsetzen. Der Deckel sitzt auf dem Gerät fest auf, ein Knarzen ist kaum zu vernehmen. Zum Wechseln der SIM-Karte muss der Nutzer den Akku entfernen. Für das Einlegen einer Speicherkarte dagegen nicht - der Einschub befindet sich seitlich neben dem Akku.

Hardware

Das HTC Desire C befindet sich technisch auf dem Stand des letztjährigen Einsteiger-Modells HTC Wildfire S. Unter der Haube werkelt ein 600-Megahertz-Prozessor, der Arbeitsspeicher ist 512 Megabyte groß. Dennoch läuft Android 4.0 weitestgehend ruckelfrei. Eine Überraschung, schließlich haben andere Hersteller erst kürzlich ein Ice Cream Sandwich-Update für deutlich leistungsstärkere Handys aus Performance-Gründen gestrichen. Mit Ladezeiten bei Apps müssen Nutzer allerdings leben. Bei aufwendigen Spielen oder mehreren geöffneten Anwendungen stößt das Smartphone zudem schnell an seine Grenzen.

HTC Desire C

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Das Desire C ist äußert kompakt. (Bild: netzwelt)

Das Display spiegelt kaum, bietet aber für die Größe (3,5 Zoll) ein geringe Auflösung von 320 x 480 Pixeln. Der interne Speicher des Desire C ist mit vier Gigabyte knapp bemessen, zumal dem Nutzer davon deutlich weniger als ein Gigabyte übrig bleiben. Der Zukauf einer Speicherkarte ist also praktisch Pflicht. Ein Highlight ist in der Preisklasse die Unterstützung für den neuen Nahfunkstandard NFC, auch wenn die Anwendungsmöglichkeiten im Alltag noch begrenzt sind. NFC-fähige Desire C-Modelle werden in Deutschland aber nur vereinzelt über Netzbetreiber vertrieben.

Sprachqualität und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität ist für die Preisklasse gut. Im Test war nur ein ganz leichtes Rauschen zu vernehmen. Die Gesprächspartner klangen zudem vollkommen natürlich. Lediglich zum Freisprechen ist das HTC Desire C nicht zu gebrauchen.

Die Akkukapazität beträgt 1.230 Milliamperestunden. HTC gibt keine maximalen Sprech- und Standbyzeiten mehr an. Viel mehr als einen Tag sollten Nutzer aber mit einer Akkuladung nicht auskommen. Bei geringer Nutzung sind auch anderthalb bis zwei Tage möglich.

Multimedia

Die verbaute 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite liefert brauchbare Fotos, sofern ausreichend Licht zur Verfügung steht. Eine LED-Fotoleuchte weist das Desire C nicht auf. Farben und Konturen wirken zudem auf den Testbildern leicht verwaschen. Ein mit dem HTC Desire C aufgenommenes Bild finden Sie hier. Videos nimmt das HTC Desire C leider nur in VGA-Qualität auf, die Kamera zieht bei Bewegungen zudem deutlich nach.

Wie die hochpreisigen One-Modelle bietet das HTC Desire C Unterstützung für die Beats Audio-Technik. Allerdings legt HTC dem Modell keine entsprechenden Kopfhörer bei. Der Klang ist dennoch gut und kann durchaus mit MP3-Playern konkurrieren. Der externe Lautsprecher ist zwar nicht kräftig, reicht aber zur gelegentlichen Hintergrundbeschallung. Der Klang ist allerdings leicht blechern. Dafür übersteuert der Lautsprecher auf voller Lautstärke nicht.

Software

Als Betriebssystem kommt Android 4.0.3 zum Einsatz. HTC hat Googles Handy-OS dabei mit seiner eigenen Nutzeroberfläche Sense 4.0 überzogen. Damit ist das HTC Desire C softwareseitig auf dem gleichen Stand wie die hochpreisigeren Modelle der HTC One-Serie.

Die neue HTC-Nutzeroberfläche bietet unter anderem eine tiefere Integration des Online-Speichers Dropbox. Nutzer erhalten hier sogar 25 Gigabyte statt zwei Gigabyte Speicherplatz gratis - für zwei Jahre. Nur auf den Video-On-Demand-Dienst HTC Watch müssen Nutzer verzichten.

Fazit

Das HTC Desire C sticht andere Einsteiger-Smartphones durch seine hohe Verarbeitungsqualität, die gute Sprachqualität und den guten Klang, der Beats Audio-Technik sei Dank, aus. Dafür muss man aber mit einem geringen Telefonspeicher und einem schwachen Prozessor leben.

Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers lautet 219 Euro. Online wird das HTC Desire C bereits für rund 190 Euro gehandelt.

Eine Alternative ist das Nokia Lumia 610, das allerdings mit Windows Phone statt mit Android läuft.

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HTC Desire C im Test
HTC Desire C im Test
Mit dem Desire C will HTC an den Erfolg des HTC Wildfire anknüpfen. Kann das Einsteiger-Smartphone in die Fußstapfen des fast schon legendären Modells treten?
http://www.netzwelt.de/news/92912-htc-desire-c-test.html
2012-07-07 11:17:16
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/medion-akoya-e7220-aldi-nord-sued-ab-donnerstag-angeboten-bild-screenshot7484.png
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