Marktstart in Berlin

Stiftung Warentest: Schlechte Noten für Ikeas TV-Möbel

Seit Montag ist Uppleva, die erste TV-Möbel-Kombination von Ikea, in Deutschland erhältlich. Überzeugen konnte das All-in-One-Produkt mit LED-Fernseher, Soundsystem und Blu-ray-Player in einem ersten Test der Stiftung Warentest jedoch nicht.

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Für viele Anwender ist die Zusammenstellung eines TV-Systems für das eigene Zuhause immer noch recht kompliziert. Ikeas Idee, einzelne Komponenten, konkret: Flachbildfernseher, Blu-ray-Player und 2.1-Soundsystem, in einem Möbelstück zu vereinen, erscheint deshalb als eine gute Idee. In einem Vorabtest zeigen sich die Experten der Stiftung Warentest vom Uppleva-System aber eher enttäuscht.

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So liefere der integrierte Fernseher eine nur durchschnittliche Bildqualität. Bei Bewegungen komme es zur Klötzchenbildung auf dem 40 Zoll-LED-Display. Der Kontrast wird von den Experten als "annehmbar" bezeichnet, die Farbwiedergabe sei "leicht gelbstichig". "Fazit: das Bild des Ikea-Fernseher ist keine Katastrophe, aber auch keine Offenbarung", schreibt die Stiftung Warentest.

Träge Handhabung

Ikea bewirbt seine Kombination mit dem Hinweis, dass der nervige Kabelsalat mit dem Möbelstück der Vergangenheit angehöre. Die Warentester weisen aber darauf hin, dass die Anschlüsse des Fernsehers seitlich liegen und Kabel deshalb durchaus sichtbar sein können. Der Fernseher besitzt unter anderem vier HDMI-Anschlüsse, zwei USB-Eingänge und einen analogen Cinch-Anschluss.

Nach Ansicht der Stiftung ist auch die Handhabung des TV-Gerätes kritikwürdig: 15 Sekunden würden vom Einschalten bis zur Wiedergabe eines stabilen Bildes vergehen, für das Umschalten zu einem anderen Kanal benötigt der Flat-TV drei Sekunden. Andere TV-Geräte seien schneller.

Testurteil: Blu-ray-Player spielt viele Formate ab

Beim Heinkino-System fällt den Testern auf, dass die beiden Stereolautprecher des Uppleva-Systems sehr nah beieinander sitzen und das Stereoerlebnis daher reduziert sei. Der Subwoofer wird kabellos angesteuert, was praktisch ist, er erzeuge jedoch nur einen "matschigen Klang".

Die Fernbedienungen für Heimkinoanlage und Fernseher besitzen nach Ansicht der Experten eine komplizierte Menüführung. Zudem reagiere die Steuerung langsam und verspätet auf Eingaben. Der freie Internetbrowser lasse sich wie bei vielen Flachbildfernsehern schlecht bedienen. Immerhin: Der Blu-ray-Player ist in der Lage, gängige Dateiformate abzuspielen. Und der Aufbau von Uppleva falle erfahrenen Kunden nicht schwer.

In der Gesamtschau bezeichnet die Stiftung Warentest das Set als durchwachsen. Uppleva gibt es seit Montag zunächt nur im Ikea-Markt in Berlin-Lichtenberg. Erst 2013 verkauft das schwedische Möbelhaus sein System in ganz Deutschland. Die Kombination ist ab 1200 Euro erhältlich. Alle technischen Geräte des Möbelstücks kommen vom chinesischen Hersteller TCL.

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