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Modbook Pro: Tablet-PC-Mod erscheint im Herbst 2012
Mac OS X und Windows 7 als Dual-Boot

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Windows 7 und Mac OS X unter einer kompakten Haube - das verspricht das Modbook Pro. Der Hersteller aus Los Angeles verwandelt ein aktuelles MacBook Pro von Apple in einen nahezu perfekt ausgestatteten Tablet-Computer. Das hat seinen Preis: 3.500 US-Dollar verlangt der Hersteller von Vorbestellern.

Ein 13,3 Zoll großes Apple MacBook Pro Notebook verwandelt der US-amerikanische Hersteller Modbook in den "größten und leistungsstärksten Tablet-PC der Welt". Bislang einmalig bei Tablet-Computern: Parallel zu Mountain Lion lässt sich auch Windows 7 im Dual-Boot-Modus betreiben. Pünktlich zum Verkaufsstart verbessert der Hersteller nun die Ausstattung.

Die Updates vom 9. November und 4. Oktober finden Sie am Ende dieses Artikels.

Bereits einige Jahre bevor Apple mit dem iPad den Trend der Tablet-PCs auslöste, sorgte die Firma Axiotrion mit dem Modbook für Aufsehen. Schon damals verwandelte das Unternehmen MacBooks in sehr gut ausgestattete Tablet-Computer, die statt iOS eine vollwertige Mac OS X-Version unter der Haube hatten. Andreas Haas, Mitgründer des inzwischen aufgelösten Unternehmens Axiotrion und Grüder von Modbook Inc., stellt mit dem Modbook Pro nun erneut ein entsprechendes Produkt vor.

Schreiben wie auf Papier

Das Modbook Pro verfügt über ein 13,3 Zoll großes, mit 512 Druckstufen äußerst berührungsempfindliches Display mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten. Die Technik für die Stifterkennung liefert Wacom, ein entsprechender Bedienstift (Digitizer) gehört zum Lieferumfang. Wie schon bei der ersten Version des Modbooks wird auch das neue Modell ausschließlich über diesen Bedienstift gesteuert - die Eingabe von Befehlen per Finger, wie etwa beim iPad, ist nicht möglich. Im Gegenzug verspricht der Hersteller allerdings ein Papier-ähnliches Schreibgefühl auf der speziell behandelten Glasoberfläche - was vor allem Grafiker freuen dürfte.

Wenn das Modbook im Herbst 2012 auf den Markt kommt, können Kunden zwischen zwei verschiedenen Grundvarianten wählen. Bei den Prozessoren stehen dabei ein Intel Core i5 mit einer Taktrate von 2,5 Gigahertz oder ein Intel Core i7 mit 2,9 Gigahertz zur Wahl. Beim Massenspeicher können Käufer zwischen klassischer HDD (bis ein Terabyte Kapazität) oder moderner SSD (bis 960 Gigabyte Kapazität) wählen. Ein DVD-Brenner, bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, WLAN mit Unterstützung für den N-Standard sowie Bluetooth 4.0 stehen ebenfalls auf der Ausstattungsliste.

Viele Anschlüsse, keine Webcam

Auch bei den Anschlüssen punktet das Modbook. So findet der Besitzer neben einem USB-3.0-Anschluss auch noch eine Gigabit-Ethernet-, eine Firewire- und eine Thunderbolt-Schnittstelle vor, genauso wie einen Kartenleser. Im Vergleich zu einem herkömmlichen MacBook Pro von Apple, auf dem das Modbook basiert, fehlt dem Modbook allerdings etwa die eingebaute Webcam.

Modbook Pro 2012

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Das Modbook Pro ist eine Art "Über-Tablet" - als Basis dient das aktuelle MacBook Pro ohne Retina-Display. (Bild: Modbook)

Auf alle Modbooks gewährt der Hersteller ein Jahr Garantie, den genauen Preis hält er hingegen noch unter Verschluss, ebenso die exakten Abmessungen des Übertablets. Innerhalb der nächsten Wochen sollen weitere Details folgen. Auch erste Vorbestellungen werden die Macher auf der Homepage des Unternehmens dann entgegennehmen. Ob und wann der Tablet-Mod in Deutschland erscheint, ist bisher noch nicht bekannt.

Update vom 4. Oktober: Vorbestellungen ab sofort möglich

Wie der Hersteller in einer Pressemitteilung bekanntgibt, sind Vorbestellungen des Modbook Pro ab sofort möglich. Mindestens 3.500 US-Dollar (etwa 2.700 Euro) kostet der Tablet-MacBook-Mix. Derzeit ist nach wie vor ein Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika notwendig, um das Modbook Pro zu erwerben. Außerdem verlangt der Hersteller eine Anzahlung von 500 US-Dollar, da jedes Modbook ab einem gewissen Zeitpunkt individuell zusammengestellt wird. Mitte November sollen die ersten Modelle an die Kunden verschickt werden.

Update vom 9. November: Ausstattung verbessert sich

Der Verkaufsstart des Modbooks rückt immer näher. Passend dazu gibt der Hersteller bekannt, dass der ungewöhnliche Tablet-Computer ein Hardware-Upgrade erhält. So erkennt der Bedienstift nun 1.024 Druckstufen statt wie bislang angegeben 512. Auch die Größe des Arbeitsspeichers hat sich erhöht. Jedes Modbook wird daher mit mindestens acht statt wie bislang vier Gigabyte ausgeliefert.

Auch über eine weitere Neuerung werden sich die Vorbesteller des Mac-OS-X-Tablets freuen: Das Modbook wird in der Basis-Version nicht mehr über 64 Gigabyte SSD-Speicher verfügen, sondern über 120 Gigabyte. Alle Vorbesteller erhalten die verbesserte Hardware ohne Zusatzkosten. Am vergleichsweise hohen Grundpreis von 3.500 US-Dollar hat sich leider nichts verändert. Die Auslieferung soll nun jedoch erst gegen Ende November erfolgen.

Kommentare zu diesem Artikel

Windows 7 und Mac OS X unter einer kompakten Haube - das verspricht das Modbook Pro. Der Hersteller aus Los Angeles verwandelt ein aktuelles MacBook Pro von Apple in einen nahezu perfekt ausgestatteten Tablet-Computer. Das hat seinen Preis: 3.500 US-Dollar verlangt der Hersteller von Vorbestellern.

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  • Diggsagg schrieb Uhr
    AW: Modbook Pro 2012: Apple Macbook Pro wird zum Riesen-Tablet

    Stellt sich nur die Frage warum Apple nichts gegen dieses Unternehmen macht. Gute Frage. Wo Apple doch mit Klagen alles andere als zimperlich ist. Dass Apple gegen den Vorgänger nichts unternommen hat, heißt allerdings noch lange nicht, dass das diesmal genauso laufen muss. Was das Rechtliche bzgl. des Betriebssystems angeht, muss man natürlich dazusagen, dass es ja nach wie vor auf Apple-Hardware installiert ist - denn die bauen die MacBooks "nur" um. Allerdings basteln die noch eigene Komponenten dazu und, was wahrscheinlich das größte Problem darstellen könnte, verkaufen das Gerät unter eigenen Namen. Keine Ahnung, ich bin kein Jurist und kenne auch Apples Bestimmung nicht genau. Entweder das Unternehmen bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone, oder Apple duldet es, weil die Modbooks ohnehin keinen Erfolg auf dem breiten Markt versprechen.
  • Olli91 schrieb Uhr
    AW: Modbook Pro 2012: Apple Macbook Pro wird zum Riesen-Tablet

    Stellt sich nur die Frage warum Apple nichts gegen dieses Unternehmen macht.
  • Diggsagg schrieb Uhr
    AW: Modbook Pro 2012: Apple Macbook Pro wird zum Riesen-Tablet

    Der Vorgänger wurde schließlich auch verkauft - sogar unter anderem über Gravis. Yep, der Preis ist dann sicherlich die nächste interessante Frage. ;)
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Modbook Pro 2012: Apple Macbook Pro wird zum Riesen-Tablet

    Und mit welchem System soll das Teil verkauft werden? Mit OS X? Wenn da mal die Klagen nicht vorprogrammiert sind... ;) Hi Diggsagg, das ist im Falle Modbook ein wenig anders. Der Vorgänger wurde schließlich auch verkauft - sogar unter anderem über Gravis. Ich bin vor allem mal auf den Preis gespannt. Kann mir nicht vorstellen, dass der unter 3.000 Euro liegen wird ;-) Viele Grüße
  • Diggsagg schrieb Uhr
    AW: Modbook Pro 2012: Apple Macbook Pro wird zum Riesen-Tablet

    Und mit welchem System soll das Teil verkauft werden? Mit OS X? Wenn da mal die Klagen nicht vorprogrammiert sind... ;)

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Modbook Pro: Tablet-PC-Mod erscheint im Herbst 2012
Modbook Pro: Tablet-PC-Mod erscheint im Herbst 2012
Das Modbook ist wieder da: Auf Basis des aktuellen Apple MacBook Pro verwandelt ein US-amerikanischer Hersteller das Apple-Notebook in einen mehr als üppig ausgestatteten Tablet-PC.
http://www.netzwelt.de/news/92864-modbook-pro-tablet-pc-mod-erscheint-herbst-2012.html
2012-11-09 09:16:34
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Modbook Pro: Tablet-PC-Mod erscheint im Herbst 2012