Für 249 Euro

Einsteiger-Tablet: Base Tab 7.1 im Test

Base legt seinen Tablet-PC Base Tab neu auf. Die Revision 7.1 behebt dabei die größten Mankos des Vorgängers, wie etwa die geringe Display-Auflösung und den schwachen Prozessor. Kompromisse müssen Nutzer aber noch softwareseitig eingehen.

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Base Tab 7.1: Base bringt mit dem Base Tab 7.1 eine günstige Alternative zu iPad und Co. auf den Markt. Im Test kann das Tablet mit seinem guten Preis/Leistungsverhältnis punkten. Zum Video: Base Tab 7.1

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Verarbeitung und Design
  2. 2Speicher und Anschlüsse
  3. 3Hardware
  4. 4Multimedia
  5. 5Software 
  6. 6Fazit

Verarbeitung und Design

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Die Kunststoffrückseite des Base Tab 7.1 ist ganz in weiß gehalten. Das bringt den Nachteil mit sich, dass Schmutz und Staub auf ihr schnell auffallend haften bleiben. Zudem ist sie sehr rutschig und fühlt sich nicht gerade hochwertig an.

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Speicher und Anschlüsse

An Anschlüssen bietet das Base Tab 7.1 nur einen Micro-USB-Anschluss. Über diesen wird das Tablet geladen oder an den PC angeschlossen. Anders als bei den meisten Tablets kann der Akku beim Base Tab 7.1 gewechselt werden. Er besitzt eine Kapazität von 3.400 Milliamperestunden, was in etwa für eine Laufzeit von fünf bis sechs Stunden reichen sollte.

Das Base Tab 7.1 bietet vier Gigabyte Flash-Speicher. Erweitert werden kann der Speicher über einen Micro-SD-Kartenslot. Dieser unterstützt microSDHC-Karten mit einer Kapazität von bis zu 32 Gigabyte. Eine 16-Gigabyte-Karte ist im Lieferumfang des Base Tab 7.1 enthalten. 

Hardware

Hardwareseitig hat Base das Tab 7.1 deutlich aufgewertet. Entsprach der Vorgänger technisch mehr einem Einsteiger-Smartphone, bietet das Base Tab 7.1 eine der Preisklasse angemessene Hardware: Unter der Haube werkelt beispielsweise nun ein 1,4-Gigahertz-Prozessor - das sind satte 800 Megahertz mehr als bei der ursprünglichen Version. Ladezeiten bei Apps und einzelne Hackler beim Scrollen muss der Nutzer damit zwar immer noch hinnehmen, sie halten sich aber im Rahmen. Spiele wie Angry Birds laufen nun ruckelfrei, die Wiedergabe von Flash-Inhalten im Browser ist möglich und selbst Shadowgun lief auf dem Base Tab 7.1 - was will man mehr.

Ein weiteres Manko war beim Base Tab die niedrige Displayauflösung. Auch hier hat Base beim Tab 7.1 nachgebessert. Statt mit 800 x 480 Pixeln löst das sieben Zoll große Display mit 1.024 x 600 Pixeln auf, was längeres Lesen auf dem Tablet deutlich angenehmer macht. Allerdings bietet der Bildschirm nur 262.144 Farben und diese wirken im Vergleich zum Beispiel mit dem Samsung Galaxy Tab nicht so brilliant und kräftig. Das Display des Base Tab 7.1 wirkt zudem selbst auf voller Helligkeit eher dunkel und bietet nur einen kleinen Blickwinkel. 

Multimedia

Base stattet das Tab 7.1 mit zwei Kameras aus: Einer Frontkamera für Videotelefonate und eine 3-Megapixel-Kamera für Schnappschüsse auf der Rückseite. Die Bilder sind durchaus brauchbar, nur die Videoaufnahmen eignen sich für nicht viel mehr als Soziale Netzwerke. Der Lautsprecher des Base Tab 7.1 liefert ebenfalls befriedigenden Klang, war aber im Test etwas leise.

Base Tab 7.1

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Software 

Als Betriebssystem kommt auf dem Base Tab 7.1 weiterhin das Handy-OS Android 2.3.5 aka Gingerbread zum Einsatz. Zu einem Update auf Honeycomb, Ice Cream Sandwich oder sogar Jelly Bean macht Base keine Angaben. Da Gingerbread noch nicht auf die Nutzung auf Tablets optimiert ist, muss der Nutzer mit einigen Einschränkungen im Vergleich zu Honeycomb-Tablets leben. 

Base hat das Android-System mit einer eigenen Nutzeroberfläche überzogen. Die Änderungen sind aber überwiegend kosmetischer Natur - ansonsten erhält der Nutzer ein sehr rudimentäres Android-Erlebnis, das den Bedienkomfort des Tablets deutlich mindert: Zum Beispiel ist es nicht möglich, über die Benachrichtigungsleiste schnell bei Bedarf das WLAN- oder GPS-Modul zu aktivieren. Der Nutzer muss stattdessen den umständlichen Weg über das Einstellungs-Menü gehen. Neben kosmetischer Änderung erhält der Nutzer auch einige Base-eigene Apps wie Mein Base oder Jobs Connect.

Unschön: Zur Verbindung mit dem PC muss erst ein Treiber installiert werden, das Installationsprogramm dazu steht nicht in deutscher Sprache zur Verfügung.

Fazit

Das Base Tab 7.1 bietet eine akzeptable Leistung und Ausstattung zu einem Preis, der deutlich unter dem üblichen Einstiegspreis im Tablet-Bereich liegt. Allerdings müssen Nutzer damit leben, dass das Betriebssystem Android 2.3 nicht für Tablets ausgelegt ist - was sich vor allem auf den Bedienkomfort auswirkt.

Erhältlich ist das Base Tab 7.1 bei Base in Verbindung mit einem 2-Jahres-Vertrag für einen monatlichen Mietpreis von 18 Euro. Darin ist bereits eine Internet-Flatrate mit einem Volumen von 500 Megabyte enthalten. Ohne Vertrag kostet das Tab 7.1 bei Base 249 Euro. Einen SIM- oder Netlock weist das Gerät nicht auf.

Alternativen zum Base Tab sind das Samsung Galaxy Tab oder die etwas teuereren Modelle Apple iPad 2 und Huawei MediaPad.

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