Erneute Verzögerung

BlackBerry 10: Neues Betriebssystem erscheint erst 2013

Schlechte Nachrichten für BlackBerry-Fans: Hersteller Research in Motion (RIM) hat den Marktstart des nächsten BlackBerry-Betriebssystems BlackBerry 10 (BB 10) erneut verschoben. Mit ersten BB10-Smartphones ist nun laut RIM nicht vor 2013 zu rechnen. Der Grund: technische Schwierigkeiten.

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RIM-Chef Thorsten Heins mit einem BB10-Entwicklerhandy. Das neue Betriebssystem wird nicht vor 2013 erscheinen. (Bild: Screenshot YouTube/BlackBerry)
RIM-Chef Thorsten Heins mit einem BB10-Entwicklerhandy. Das neue Betriebssystem wird nicht vor 2013 erscheinen. (Bild: Screenshot YouTube/BlackBerry)
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Das Entwickler-Team habe große Fortschritte bei der Entwicklung von BlackBerry 10-Kernfunktionen gemacht, die Integration dieser Funktionen in die Plattform nehme aber aufgrund der Menge an Quellcode mehr Zeit als geplant in Anspruch, teilte RIM anlässlich der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das erste Quartal 2012 mit.

Man werde das Produkt nicht dadurch gefährden, dass man es unfertig auf den Markt bringe, machte RIM-Chef Thorsten Heins deutlich. "Ich bin zuversichtlich, dass die ersten BlackBerry 10-Smartphones ein bahnbrechendes Smartphone-Nutzererlebnis der nächsten Generation bieten werden", sagte Heins in einer Pressemitteilung.

Erneute Verschiebung

Es ist nicht die erste Verschiebung von BlackBerry 10. Ursprünglich war das System für Anfang 2012 erwartet worden, dann sprach RIM von einem Marktstart nicht vor Ende 2012. Zunächst soll nun 2013 erst einmal ein Touchscreen-Handy mit BB10 erscheinen, ein BlackBerry 10-Modell mit physikalischer Tastatur soll laut RIM zeitnah dazu auf den Markt kommen, berichtet der US-amerikanische Technikblog Engadget.

Für den angeschlagenen kanadischen Handy-Hersteller wird die Zeit aber langsam knapp. RIM musste erneut schwere Verluste vermelden. Die Einnahmen brachen um satte 33 Prozent von 4,2 Milliarden auf 2,8 Milliarden US-Dollar ein. Neben der Hoffnung auf BlackBerry 10 sollen Massenentlassungen helfen, den Konzern in die schwarzen Zahlen zurückzubringen. Rund 5.000 Jobs sollen demnächst gestrichen werden.

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