Kaufberatung: Notebooks von A-Z erklärt

Höher, schneller, weiter: Die Leistungs-Komponenten

Die aktuelle Prozessorengeneration von Intel und AMD verfügt schon über integrierte Grafikchips, die für alltägliche Anwendungen ausreichen. Eigenständige mobile Grafikkarten befinden sich nur noch in größeren Notebooks mit mindestens 14, eher sogar 15 Zoll großen Bildschirmen. In der Praxis liefern sie nur bei sehr rechenintensiven Anwendungen wie Videobearbeitung, Multimedia-Projekten oder aktuellen Spieletiteln einen Vorteil in Sachen Rechenkraft - sind dafür aber auch teurer und verursachen mehr Lärm und Abwärme.

Blick ins Innenleben des MSI X460. (Bild: netzwelt)
Blick ins Innenleben des MSI X460. (Bild: netzwelt)

Beim Arbeitsspeicher sind vier Gigabyte für durchschnittliche Anwender, die im Internet surfen, Texte schreiben und mal Urlaubsfotos bearbeiten oder ein Spiel spielen wollen, völlig ausreichend. Mehr RAM machen nur Sinn, wenn das Notebook Videos rendern oder Spiele mit Highend-Grafik anzeigen soll.

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Bei den Festplatten stehen die Nutzer vor der Wahl HDD oder SSD? Die herkömmlichen HDD-Festplatten mit sich drehenden Magnetscheiben sind pro Gigabyte Speicherplatz günstiger. Dafür produzieren sie bei der Arbeit mehr Abwärme und sind lauter sowie langsamer als die flashbasierten SSD-Speicher.

Betriebssystem: Eingeschränkte Wahlfreiheit

Windows, Mac OS X und Linux: Alle drei Betriebssysteme haben ihre Vor- und Nachteile. Allerdings findet man OS X nur auf den MacBooks. Alle anderen Laptops werden in der Regel mit Windows ausgeliefert und um eine Linux-Installation müsste sich der Nutzer selber kümmern. Die Auswahl fällt für den Nutzer in diesem Punkt also klein aus. Im Endeffekt muss er das Betriebssystem nehmen, dass auf seinem Wunschgerät vorinstalliert ist - und gegebenfalls später ein anderes installieren. 

Anschlüsse: Mindestens Grundausstattung

Egal ob Maus, Monitor oder externe Festplatte - Notebooks benötigen Anschlüsse für externe Geräte. Ein brauchbarer Laptop sollte wenigstens über zwei USB-Anschlüsse, von denen einer zum 3.0-Standard gehört, ein Kartenlesegerät, einen Videoausgang wie VGA, HDMI oder den weniger verbreiteten DisplayPort verfügen. Ebenfalls Pflicht ist mindestens eine Audio-Buchse für Mikrofon und Kopfhörer sowie ein LAN-Anschluss, der die Abhängigkeit von der Verfügbarkeit eines WLANs verringert.

Anschlüsse auf der Rückseite: Toshiba Satellite Z-830. (Bild: netzwelt)
Anschlüsse auf der Rückseite: Toshiba Satellite Z-830. (Bild: netzwelt)

Ein WLAN- und ein Bluetooth-Modul gehören eigentlich zur Standard-Ausstattung. Mobiles Internet über UMTS ist meistens nur bei Business-Modellen ab Werk mit eingebaut.

Akku: Strom sparen lohnt sich

Derzeit befinden sich Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus in aktuellen Notebooks. Letztere verfügen dabei in der Regel über eine längere Laufzeit. Weitere Hinweise auf eine längere Laufzeit sind sechs statt drei Zellen und eine größere Zahl an Milliamperestunden (mAh).

Allerdings erreichen die Batterien in der Praxis die von den Herstellern angegebenen Laufzeiten nur bei einer sehr verhaltenen Nutzung des Rechners. Es lohnt sich in jedem Fall, auf Stromfresser wie die Bildschirmhelligkeit oder ein ungenutztes WLAN-Modul zu achten.

Tastatur: Meist ohne Zahlenblock

Wenn möglich sollte man die Tastatur vor dem Kauf ausprobieren, da die Vorlieben der Menschen in Bezug auf die Größe der Tasten und der Handballenablage sowie ihres (Hub-)Widerstands und der Druckpunkte unterschiedlich sind. Einen Zahlenblock findet man erst bei Modellen ab 15,6 Zoll, da bei kleineren Geräte schlicht der Platz nicht ausreicht. Eine Hintergrundbeleuchtung macht besonders Sinn, wenn das Notebook häufiger in dunklen Umgebungen zum Einsatz kommt.

Bei Gaming-Notebooks wie dem Alienware M17X3 von Dell lässt sich die Farbe der Tastatur-Beleuchtung verändern. (Bild: netzwelt)
Bei Gaming-Notebooks wie dem Alienware M17X3 von Dell lässt sich die Farbe der Tastatur-Beleuchtung verändern. (Bild: netzwelt)

Die Touchpads reagieren in der Regel ohne Verzögerungen, sind aber nicht immer deutlich von der Umgebung abgegrenzt. Für eine bequeme Bedienung macht es Sinn, auf eine Multi-Touch-Variante zu achten, da sich so zum Beispiel unkompliziert mit zwei Fingern auf Webseiten oder in Dokumenten scrollen lässt. Die Touchpadtasten sind dagegen oft nicht zufriedenstellend.

Gehäuse: Kunststoff oder Metall

Die überwiegende Zahl der Notebooks verfügt über ein Gehäuse aus Kunststoff und ist in der Regel ordentlich verarbeitet. Höherwertige und teurere Modelle erfreuen den Nutzer durchaus auch mit stabilen Metallgehäusen, die trotzdem weniger wiegen.

Fazit

Vor dem Kauf lohnt es sich festzulegen, welche Eigenschaften beim Wunsch-Notebook wichtig sind. Anschließend gestaltet sich die Suche nach dem passenden Modell deutlich einfacher.

Eine Übersicht über aktuelle Modelle bieten unsere Bestenlisten zu Notebooks und Netbooks.

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