Alles was Sie beim Kauf eines Laptops wissen müssen

Kaufberatung: Was bei Notebooks wirklich wichtig ist

Egal ob bei der Suche im Online-Shop oder im Elektronikfachhandel: Die Auswahl an Notebooks ist unübersichtlich groß. Mit Pech steht das gewählte Modell zudem noch in verschiedenen Ausführungen zur Auswahl. Was bei einem Laptop wirklich wichtig ist und worauf Sie beim Kauf besonders achten müssen, erklärt netzwelt in dieser Kaufberatung.

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Ein Netbook: Asus EeePC 1025C (Bild: netzwelt)
Ein Netbook: Asus EeePC 1025C (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Formfaktor: Für die Tasche oder für den Tisch?
  2. 2Bildschirm: Matt oder glänzend
  3. 3Laufwerk: Nicht mehr zwingend nötig
  4. 4Prozessorgeflüster
  5. 5Höher, schneller, weiter: Die Leistungs-Komponenten
  6. 6Betriebssystem: Eingeschränkte Wahlfreiheit
  7. 7Anschlüsse: Mindestens Grundausstattung
  8. 8Akku: Strom sparen lohnt sich
  9. 9Tastatur: Meist ohne Zahlenblock
  10. 10Gehäuse: Kunststoff oder Metall
  11. ...aufklappen
  12. 11Fazit
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Vor dem Kauf eines Notebooks sollte man noch einmal überlegen, wie und wofür der Laptop hauptsächlich genutzt wird. Steht er die meiste Zeit zu Hause auf dem Schreibtisch und wird höchstens mal durch die Wohnung getragen, kann er ruhig schwerer und größer sein, als ein Rechner, der täglich in die Tasche gepackt und mitgenommen wird. Natürlich stellen Videoschnittprogramme und Spiele ganz andere Anforderungen an die Hardware als zum Beispiel ein Browser, ein E-Mail-Programm oder ein Texteditor.

Formfaktor: Für die Tasche oder für den Tisch?

Neben den klassischen Notebooks mit 14 oder 15 Zoll großen Bildschirmen stehen weitere Formfaktoren zur Auswahl. Netbooks verfügen üblicherweise über einen 10,1 Zoll großen Bildschirm und eignen sich ebenso wie die flacheren und teureren Ultrabooks mit mehr Rechenkraft für das mobile Arbeiten.

Typisches Ultrabook: Asus Zenbook UX31. (Bild: netzwelt)
Typisches Ultrabook: Asus Zenbook UX31. (Bild: netzwelt)

Letztere haben mir ihren 11 bis 14 Zoll großen Monitoren die sogenannten Subnotebooks quasi abgelöst. Das klassische Notebook mit 15,6 Zoll großer Bildschirmdiagonale verlässt nur selten geschlossene Räume, zeigt sich innerhalb von ihnen aber sehr mobil. Die riesigen Desktop-Replacements bieten sich eigentlich nur als Ersatz für den PC an, wenn sie für professionellen Videoschnitt, Grafik- und Fotobearbeitung oder zum Spielen genutzt und nur selten bewegt werden.

Bildschirm: Matt oder glänzend

Bei den Monitoren haben sich TN-Panele mit LED-Hintergrundbeleuchtung durchgesetzt. Höherwertige IPS-Displays finden sich nur in wenigen Modellen. Die Leuchtkraft bewegt sich in der Regel zwischen 200 und 400 Lumen. Hierbei gilt: Je heller, desto besser zum Arbeiten im Freien.

Der Nutzer hat die Wahl zwischen matten und glänzenden Bildschirmen. Auf den matten Displays treten selbst bei Sonnenlicht nur wenige Spiegelungen auf. Auf glänzenden Anzeigen blitzen immer mal wieder Reflektionen auf, dafür wirken auf ihnen die Farben kräftiger und intensiver.

Hat sich bisher nicht durchgesetzt: Acer Iconia Dual Screen mit zwei Touchscreens. (Bild: netzwelt)
Hat sich bisher nicht durchgesetzt: Acer Iconia Dual Screen mit zwei Touchscreens. (Bild: netzwelt)

Bei der Auflösung gilt: Je größer ein Bildschirm, desto mehr Pixel sollte er haben. Kleine Netbooks verfügen meist über 1.024 x 600 Pixel, sollten aber eher wie die etwas größeren Notebooks über HD-taugliche 1.280 x 800 Pixel verfügen. Bis 13 Zoll sind auch 1.366 x 768 Pixel üblich und ausreichend. Bei 14 oder 15 Zoll sollte die Auflösung mindestens bei 1.600 x 900 Pixeln liegen. Größere Monitore können dürfen gerne eine Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln aufweisen.

Laufwerk: Nicht mehr zwingend nötig

Ein optisches Laufwerk gehört inzwischen nicht mehr zur Standard-Ausstattung von Notebooks. Vor allem bei den kleinen und besonders schmalen Modellen verzichten die Hersteller - neue Software bekommen die Nutzer ja auch problemlos als Download aus dem Internet.

Neben der Installation von Programm dienen die Laufwerke vor allem bei größeren Notebooks dazu, Filme abzuspielen. DVDs können heute alle Laufwerke abspielen, ein Blu-ray-Wiedergabegerät lohnt sich nur, wenn der Bildschirm über eine Full-HD-Auflösung verfügt. Aber mal ehrlich, selbst 17 Zoll sind für einen gemütlichen Filmabend eigentlich auch noch zu klein.

Mit Laufwerk: Samsung RF711. (Bild: netzwelt)
Mit Laufwerk: Samsung RF711. (Bild: netzwelt)

Die DVD-Laufwerke können alle Daten auf die Silberscheiben brennen, werden hierfür aber kaum noch gebraucht. USB-Sticks sind unkomplizierter und schneller beschrieben, lassen sich mehrfach verwenden und sind auch mit deutlich höheren Kapazitäten erhältlich.

Prozessorgeflüster

Prozessoren in Notebooks sind immer ein Kompromiss zwischen Leistung und Stromverbrauch. Aufgrund der kurzen Produktionszyklen der beiden großen Chip-Hersteller AMD und Intel befinden sich nicht in allen zum Verkauf angebotenen Notebooks die aktuellsten Prozessoren. Hier lohnt sich der Blick auf die detaillierte Ausstattungsliste.

Am wenigsten Strom verbrauchen bei Intel die Atom-Prozessoren in den Netbooks, gleichzeitig verfügen sie auch über die geringste Rechenkraft. Trotzdem reichen sie für Internetanwendungen und Textverarbeitung völlig aus. 2012 veröffentliche Intel die Prozessoren der Ivy-Bridge-Serie. Die Core i5- und i7-Chips sind an der "3" als erster Ziffer ihrer vierstelligen Versionsnummer zu erkennen. Bei der Vorgänger-Generation prangt hier noch die "2". 2013 will der Chip-Hersteller bereits die nächste Prozessoren-Generation unter dem Codenamen Haswell vorstellen.

Intels Konkurrent AMD bietet für Notebooks derzeit seine Fusion-Serie in der zweiten Generation an. Die Chipsätze bestehen immer aus einem Prozessor sowie einem Grafikchip. Der Hersteller spricht von einer "Accelerated Processing Unit" (APU). Die neueste Generation ist im Mai 2012 erschienen und verfügt über eine Architektur mit dem Codenamen Trinity. Die Chips sind daran zu erkennen, dass in ihrem Produktnamen zu Beginn der vierstelligen Zahl eine "4" steht, also zum Beispiel A10-4655M. Bei der auch noch halbwegs aktuellen Vorgängerserie, die auf einer anderen Architektur basiert, steht dort eine "3", wie etwa beim A8-3850.

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