Die Konkurrenz im Tablet-Bereich ist stark und bereits etabliert

Kommentar: Wie Microsofts Surface ein Erfolg werden kann

Microsofts Tablet-PC "Surface" könnte eine gute Alternative zu Apples iPad und Samsungs Galaxy Tab werden. Doch das Projekt ist riskant. Was Microsoft tun muss, um "Surface" zum Erfolg zu führen. Und warum das Unternehmen das lange Gedächtnis der Kunden fürchten sollte.

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Gute Idee: Der Deckel von Microsofts Tablet-PC "Surface" lässt sich auch als Touch-Tastatur verwenden. (Foto: Microsoft)
Gute Idee: Der Deckel von Microsofts Tablet-PC "Surface" lässt sich auch als Touch-Tastatur verwenden. (Foto: Microsoft)
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Die Rache des Kunden
  2. 2Die geniale Idee mit dem Touch Cover
  3. 3Zwei Voraussetzungen für den Erfolg
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Im Oktober 2009 kamen zwei Vertreter der Firma Nokia in die Redaktion, um einen neuen Mobilrechner vorzustellen. Die Herren waren mächtig stolz auf ihr Mini-Notebook "Booklet 3G". Die Bezeichnung "Netbook" hörten sie nicht so gerne. Wahrscheinlich hätte der Begriff alle daran erinnert, dass Nokia mit dem "Booklet 3G" ziemlich spät dran war. Asus mit dem Eee PC und andere Hersteller hatten nämlich schon längst eine Reihe unterschiedlicher Minirechner am Start, die Dinger gingen weg wie warme Semmeln.

Nokias Nachzügler "Booklet 3G" war technisch gesehen eine feine Sache. Ein exklusives Business-Netbook für vielreisende Geschäftsleute, die ohne Wimpernzucken mehr als 700 Euro für einen Mobilrechner ausgeben. Das Gerät kam allerdings zu einem Zeitpunkt auf den Markt, als Nokias Image gelitten hatte. Da war zum einen die umstrittene Werksschließung in Bochum, zum anderen zeichnete sich ab, dass der finnische Mobilkonzern auf dem Smartphone-Markt nicht mehr auf dem neuesten Stand war.

Das beschädigte Image von Nokia war neben dem hohen Preis wahrscheinlich eine Hauptursache für den Misserfolg des "Booklet 3G". Von guten Verkaufszahlen ist nichts bekannt, inzwischen dürfte der Minirechner vom Markt verschwunden sein, auf der Webseite von Nokia wird das Gerät nicht mehr angeboten.

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