Anonymous plant Vergeltung

GEMA: "Mit Hausdurchsuchungen haben wir nichts zu tun"

106 Wohnungen wurden in der letzten Woche von Ermittlern des Bundeskriminalamts durchsucht. Den Verdächtigen wird die Teilnahme an einer DDoS-Attake auf die Webseiten der GEMA vorgeworfen. Wie zu erwarten war, befinden sich vor allem Jugendliche unter den Verdächtigen, auch an netzwelt ist ein Betroffener herangetreten, der das Vorgehen der Beamten als "reine Machtdemonstration" interpretiert. Inzwischen hat Anonymous Vergeltung angekündigt, dabei hatte die GEMA laut eigenen Angaben nichts mit den Hausdurchsuchungen zu tun. Der zuständige Staatsanwalt wertet die Aktion dennoch als Erfolg.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1GEMA: Mit Hausdurchsuchungen haben wir nichts zu tun
  2. 2Staatsanwalt: Teilnahme kaum zufällig
  3. 3"Meine Mutter hat sich total erschrocken"
  4. 4Mittäter sind die Zielgruppe
  5. 5Badle: Hausdurchsuchungen wird es wieder geben

So viel ist sicher, Anonymous ist sauer über die Hausdurchsuchungen der letzten Woche. Das Hackerkollektiv kündigte auf YouTube Vergeltung an. Man danke den verantwortlichen Behörden dafür, dass sie Benzin ins Feuer der Revolution gekippt haben. "Die GEMA hat eine Grenze überschritten", heißt es in dem - wie üblich - mit viel Helden-Ethos gespickten Text. Bei der Verwertungsgesellschaft sieht man die Sache logischerweise anders.

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GEMA: Mit Hausdurchsuchungen haben wir nichts zu tun

"Die GEMA hat lediglich Strafanzeige gestellt und die Logdateien weitergegeben", teilte eine Sprecherin gegenüber netzwelt mit. "Mit den Maßnahmen, die die Staatsanwaltschaft Frankfurt und die Kripo dann getroffen haben, hatten wir nichts zu tun."

Das harte Durchgreifen bezüglich der Beteiligten einer DDoS-Attacke vom 17. Dezember ging also von den Ermittlern aus, wie auch der zuständige Staatsanwalt Alexander Badle netzwelt versicherte. Unter all den Angriffen, die für gewöhnlich auf die Webseite der GEMA stattfinden, wurde der betreffende aus verschiedenen Gründen zum Anlass für die Hausdurchsuchungen gewählt.


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