Wie aus einer anderen Zeit
Spellforce 2 - Faith in Destiny: Im Kurztest
Die "Spellforce"-Reihe gehörte in den Nullerjahren zu jenen ehrgeizigen Spieleprojekten, die auf ihre Art innovativ waren, aber viel zu wenig Beachtung fanden. Wer sich darauf einließ, konnte sich in einer faszinierenden Rollenspielwelt mit spannenden Echtzeitkämpfen und strategischem Basenbau verlieren. Nach vielen Irrungen und Wirrungen bringt Nordic Games nun das schon fast vergessene Add-on "Faith in Destiny" auf den Markt.
SpellForce 2: Faith in Destiny - Cinematic Intro Trailer: Mit Faith in Destiny erhält der Rollenspiel-Strategie-Genremix SpellForce 2 ein Stand-Alone-Addon. Dieser Cinematic-Trailer erzählt die Geschichte des Fantasy-Titels SpellForce 2: Faith in Destiny und gibt einen Eindruck vom Spielgeschehen, das den Spieler erwartet. Erscheinen wird SpellForce 2: Faith in Destiny am 19. Juni für den PC. Zum Video: SpellForce 2: Faith in Destiny - Cinematic Intro Trailer
Kaum jemand glaubte mehr an "Faith in Destiny". Als der Publisher JoWood 2011 Insolvenz anmelden musste, schien auch das Schicksal der "Spellforce"-Reihe besiegelt zu sein. Entwickler Dreamcatcher hatte in Kanada am eigenständigen Add-on "Faith in Destiny" gestrickt, aber die Arbeiten waren noch nicht weit genug gediehen, um einen Release zu ermöglichen. Das österreichische Studio Nordic Games übernahm das Projekt von Dreamcatcher und brachte es nun zu einem respektablen Ende. "Faith in Destiny" atmet das liebenswürdige Flair der alten "Spellforce"-Spiele und wirkt - trotz leicht entstaubter Grafik - wie ein Gruß aus einer längst vergangenen Zeit.
Dem Spieler wird eine komplett neue Kampagne in einer sehr eigenständigen Welt geboten. Dort tummeln sich fünf Fraktionen und zehn verschiedene Rassen - von menschlichen Helden und plumpen Orks über durchtriebene Dunkelelfen bis zu dämonischen Kräften wird alles aufgeboten, was ein zünftiges Fantasy-Universum ausmacht. Der besondere Reiz des Spiels besteht in der ausgewogenen Mischung aus Rollenspiel und Echtzeitstrategie: Während man sich mit seiner Heldenschar durch gegnerische Horden prügelt, gewinnen die Recken an Erfahrung und dürfen die errungenen Punkte im weit verzweigten Talentbau in den Ausbau ihrer Fertigkeiten stecken.
Unterstützt wird die Hauptfigur von einer Reihe schillernder Charaktere mit ganz speziellen Fähigkeiten: Die Elfe Io beispielsweise versteht sich meisterhaft auf den Umgang mit Pfeil und Bogen, während Caine als Jäger des Abgrunds über besonderes Wissen über jene Dämonen verfügt, die die Inselwelt von "Spellforce" bedrohen.
Grafisch kann "Faith in Destiny" nicht mehr mit aktuellen Produktionen mithalten - das Ganze hat - höflich formuliert - nostalgischen Charme. Gemessen an heutigen Standards fällt die Steuerung gerade beim Handling der Charaktere recht umständlich aus. Man bewegt sich zwar standardmäßig in Point&Click-Manier über die zoombare Karte und darf im Kampf auf sogenannte Quick-Action-Buttons zurückgreifen, um besondere Aktionen auszulösen. Gleichzeitig schlägt man sich aber auch mit nicht sonderlich intuitiven Fenstern herum, wenn es etwa darum geht, seine Recken auszurüsten. Trotzdem schafft es Nordic Games, den Spieler mit einer durchaus spannend erzählten Geschichte und zauberhafter Atmosphäre an den Bildschirm zu fesseln.
Spellforce 2 - Faith in Destiny: Im Kurztest
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Bild vergrößern Mit "Faith in Destiny" veröffentlicht Nordic Games eine Standalone-Erweiterung für den Echtzeitstrategie- Rollenspielmix "Spellforce 2" aus dem Jahr 2006. (Bild: Nordic Games) - Bild 2 von 8
Bild vergrößern Strategie und Rollenspiel geben sich die Hand. Hier wird gerade ein feindliches Gebäude von Bogenschützen in seine Einzelteile zerlegt. (Bild: Nordic Games) - Bild 3 von 8
Bild vergrößern Der Heldentrupp des Spielers muss auch ohne Armee-Unterstützung diverse Missionen bewältigen. (Bild: Nordic Games) - Bild 4 von 8
Bild vergrößern Die Drachen der Shaikan kommen nun wesentlich öfter zum Zuge. (Bild: Nordic Games) - Bild 5 von 8
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Fazit
Wer auf der Suche nach einem Rollenspiel ist, das den heutigen technischen Standards gerecht wird, mag von "Faith in Destiny" enttäuscht sein. Es lohnt sich jedoch durchaus, sich auf die inneren Werte dieses späten "Spellforce"-Nachzüglers einzulassen.
Weitere Kurztests finden Sie hier auf netzwelt.
Datenblatt
| Spellforce 2: Faith in Destiny | |
| Spielname | Spellforce 2: Faith in Destiny |
| Hersteller | JoWooD |
| Vertrieb | Nordic Games |
| Genre | Strategie |
| Erhältlich ab | 19.06.2012 |
| Preis | ca. 25 Euro |
| EAN Code | 9006113134503 |
| Schwierigkeit | Für Fortgeschrittene |
| Alter | ab 12 Jahren |
| Multiplayer | 2-6 (WWW) |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | befriedigend |
| Bewertung Steuerung | befriedigend |
| Bewertung Sound | gut |
| Bewertung Spielspass | gut |
| Bewertung Gesamt | gut |
| System | PC |
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Beiträge
insgesamt 4 Beiträgeunbedingt mal die Kommentare auf Amazon durchlesen. Was da zum großteil steht ist eher Abschreckend. Der Begriff "unfertig" trifft es wohl am ehesten.
nachdem ich nun so viel positives drüber gelesen/gehört habe werde ich es mir wohl auch über mmoga kaufen ^^ danke für den Tipp @Knaeckebrot
Dem kann ich nur zustimmen, es ist leider viel zu "unbekannt" und ich glaube das wird leider auch weiterhin so bleiben, mit derzeitigen games wie diablo 3 oder torchlight 2 kann es wohl nicht viel mitreden und bleibt...
geniales Game - habs mir gestern bei mmoga geladne und angezockt! übertrifft den Vorgänger hat aber dennoch etwas leicht nostalgisches und sollte definitiv mehr beachtung auf dem markt finden!