Glitzerherzchen und Kettensäge

Lollipop Chainsaw: Im Kurztest

Wie alle Spiele des exzentrischen Japaners Suda 51 ("Shadows of the Damned", "No More Heroes") wandelt auch "Lollipop Chainsaw" auf einem schmalen Grat zwischen Kunst und kreativem Wahnsinn. Die in Zusammenarbeit mit Hollywood-Drehbuchautor James Gunn ("Dawn of the Dead") entstandene Persiflage des Horror-Genres liefert auf der PS3 und Xbox 360 derbe inszenierte Action, verrückte Ideen und Filmzitate am Fließband. Und das ungekürzt. Zur Überraschung vieler wurde das Spiel von der USK sogar "ab 16 Jahren" freigegeben.

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Lollipop Chainsaw - Three Sisters Trailer: Drei süße Girlies, jede Menge Zombies und allerlei schräge Waffen. Das zeichnet den schrägen Zombie-Action-Titel Lollipop Chainsaw aus. Dieser Trailer stellt die Kontraste besonders deutlich dar und zeigt, dass man als Zombie-Jäger nicht unbedingt düster und eigenbrötlerisch sein muss. Erscheinen werden die drei Schwestern in Lollipop Chainsaw für die Xbox 360 und die PlayStation 3. Zum Video: Lollipop Chainsaw - Three Sisters Trailer

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Alles dreht sich hier um Juliet Starling: Cheerleaderin, blond, blöd und gerade 18 geworden. Doch statt einer Familienfeier erwartet das dralle Mädel eine Zombieinvasion an der San Romero Highschool, der auch Juliets Freund Nick zum Opfer fällt. Um sein Leben auf ebenso martialische wie magische Weise zu retten, trennt sie ihm den Kopf ab - mit ihrer pinken Herzchen-Kettensäge. Denn Juliet ist auch das: eine professionelle Zombiejägerin. Zusammen mit Nick, der sein Dasein fortan als schickes, plapperndes Accessoire an ihrem Gürtel fristet, zieht sie aus, um vier Ober-Untote aus einer Höllendimension daran zu hindern, die Welt unterjochen.

"Lollipop Chainsaw" ist brutal und harmlos zugleich: Wenn Juliet auf Knopfdruck mit Pompons und Kettensäge inmitten von Zombiehorden wütet, fliegen Köpfe und Körperteile - aber es fließt kaum Blut. Vielmehr vergehen die tumben Frischfleischfanatiker in einem grellbunten Glitzersternchenfunkenregen und hinterlassen dabei jede Menge Münzen, die sich zwischenzeitlich in weitere Attacken, gesundheitsfördernde Lollipops, schärfere Outfits oder permanente Vorteile investieren lassen.

So unspiriert das eigentliche Spielgeschehen über weite Strecken auch sein mag, so skurill sind die Einfälle, die das von Punk-Rock begleitete "Lollipop Chainsaw" letztlich unterhaltsam machen. Das beginnt beim armen Nick, dessen Kopf im späteren Verlauf unter anderem als Kanonenkugel herhalten muss, erstreckt sich über die äußerst vielseitige Kettensäge, die Nahkampfwaffe, Telefon, Fortbewegungsmittel (!) und Blaster in einem ist, und endet schließlich bei den Bossgegnern, die im ersten Moment sprachlos machen. Ein untoter Heavy-Metal-Wikinger mit fliegendem Schiff, ein zugedröhnter Hippie-Farmer und ein videospielverrückter DJ-Zombie gehören zu den mit Abstand schrägsten Gestalten, die sich Gamern jemals in den Weg gestellt haben. Und die finale Begegnung stellt selbst das alles noch einmal in den Schatten ...

Lollipop Chainsaw: Im Kurztest

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Der Humor, ständig zwischen grenzdebil und genial pendelnd, ist das größte Pfund, mit dem das Spiel von Publisher Warner Bros. Interactive und Entwickler Grashopper wuchern kann. Technisch wird dagegen nur ernüchterndes Mittelmaß geboten. Aber das war bei Suda 51's Kulttitel "No More Heroes" auch schon so.

Datenblatt

Lollipop Chainsaw
SpielnameLollipop Chainsaw
HerstellerGrasshopper/Kadokawa Games
VertriebWarner Bros. Interactive
GenreAction
Erhältlich ab15.06.2012
Preisca. 60 Euro
EAN Code5051890090720
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 16 Jahren
Multiplayernein
Sonstiges 
Bewertung Grafikbefriedigend
Bewertung Steuerungbefriedigend
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPlayStation3
SystemXbox 360

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