Recycling

Umweltrat: Bis zu 100 Euro Pfand für alte Handys gefordert

Der Umweltrat befürwortet bei Mobiltelefonen ein Pfandsystem ähnlich wie bei Getränkeflaschen. Ein Pfand zwischen 30 und 100 Euro könnte die Recyclingquote deutlich erhöhen, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats für Umweltfragen, Martin Faulstich, gegenüber MDR Info. 

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So entsorgen deutsche Verbraucher ihr altes Handy. (Bild: BITKOM)
So entsorgen deutsche Verbraucher ihr altes Handy. (Bild: BITKOM)
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Der Branchenverband BITKOM schätzt, dass 2011 83 Millionen Alt-Handys in deutschen Haushalten verstaubten. Die ausrangierten Geräte enthalten wertvolle Metalle wie Gold, Silber und Kupfer sowie Seltene Erden, weshalb ein Recycling sinnvoll ist. Der Umweltrat befürwortet daher ein Pfandsystem wie bei Getränkeflaschen und Starterbatterien von Autos. "Wir denken, das könnte bei Mobiltelefonen, Laptops, Computern genauso funktionieren", sagt der Vorsitzende Martin Faulstich gegenüber MDR Info. Denkbar seien auch Leasing-Systeme für Handys.

Dabei gibt es bereits Beispiele für Recycling in der Branche: Der Netzanbieter O2 startete im September 2011 das Angebot, dass Kunden alte Smartphones in Zahlung geben können. Auch bei SIM-Karten wurde von Pfandgebühren berichtet, allerdings in einem anderen Zusammenhang.

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