Set für rund 300 Euro
Fußballschuh als Fitnesscoach: Sensor-Technologie Adidas miCoach im Test
Leistungsdaten immer parat: Mit einem neuen Adidas-Schuh und Laufsensor wird das Fußballfeld zur Fitnesszone. Apps und Programme für Mac und PC dienen als digitale Helfer zur Steigerung der sportlichen Leistung. Lohnt sich die Investition?
Adizero F50 + miCoach Speed Cell : Das digitale Fitness-Set miCoach von Adidas im Test bestand aus dem Tracking-Sensor Speed Cell, miCoach-Adaptern und dem Fußballschuh adizero F50. Der Sensor misst Leistungswerte wie Anzahl der Sprints, Durchschnittsgeschwindigkeit, verbrauchte Kalorien. Zum Video: Adizero F50 + miCoach Speed Cell
Inhaltsverzeichnis
- 1Sensor im Fußballschuh
- 2Kostenlose Software und Apps
- 3Flash-lastige Webseite
- 4Anbindung an Soziale Netzwerke
- 5Fazit
Profi-Fußballer stehen unter ständiger Beobachtung. Nicht nur von Fans, Trainern und Scouts anderer Vereine, sondern auch vom Computer. So erstellen Experten in den Stadien einzelne Bewegungsstatistiken der Spieler mit einer Tracking-Software. Anzahl der Sprints, Höchstgeschwindigkeit, jeder Pass, jedes Foul, Schüsse, Tore und Distanz eines Fußballers dokumentieren die Experten.
Auch abseits des Profifußballs lassen sich Leistungswerte einfach ermitteln. Neuestes Beispiel ist der Fußballschuh adizero F50 von Adidas. Das quietschbunte Modell besitzt eine kleine Ausbuchtung in der Sohle zum Einsatz eines Tracking-Sensors. Das miCoach Speed Cell genannte Mini-Gerät ermöglicht die Aufzeichnung von Leistungsdaten wie verbrauchte Kalorien, Höchstgeschwindigkeit und Anzahl der Sprints. Der Fußballschuh wird zum Trainingscoach.
Sensor im Fußballschuh
Und nicht nur der Fußballschuh. Adidas hat die Technologie schon auf andere Sportarten wie Basketball ausgedehnt, nur, dass dort auch andere Werte wie etwa die Sprunghöhe erhoben werden. Pionier auf dem Feld der elektronischen Fitnessgeräte ist der Sportartikelhersteller Nike, der den Trend zu Fitness-Gadgets durch eine Zusammenarbeit mit Apple bei einem Laufsensor ebnete.
Mit miCoach zieht nun Adidas nach. Die elektronische Kontrolle der persönlichen Fitness ist zunächst wenig voraussetzungsvoll: Man legt den batteriebetriebenen Tracking-Sensor in den Fußballschuh oder bindet diesen einfach an einen anderen Schuh - etwa einen Joggingschuh -, um auch Laufdaten bei anderen Sportarten zu protokollieren. Der Sensor speichert Daten bis zu acht Stunden und überträgt diese per ANT+-Protokoll an den PC, Mac, iPod touch oder iPhone. Dafür ist ein USB- und Dock-Connector für PC und Mac und gesondert auch für iPod und iPhone erforderlich.
Kostenlose Software und Apps
Zur Synchronisation muss noch eine kostenlose Software installiert werden: auf dem PC und Mac der miCoach-Manager, auf dem MP3-Player oder Smartphone eine App. Die Programme bietet Adidas kostenlos auf seiner Webseite beziehungsweise im App Store an. Apps gibt es mittlerweile nicht nur für Fußball, sondern auch für Laufen, Tennis und Basketball.
Bevor die Daten begutachtet werden können, ist noch eine Registrierung mit Kennwort bei miCoach nötig - entweder auf dem gleichnamigen Webportal von Adidas oder direkt aus der App heraus. Der Tracking-Sensor lässt sich auch mit einem vierstelligen Code absichern, sodass es Fremde bei Diebstahl schwerer haben, das Gerät zu nutzen und an die persönlichen Daten zu gelangen.
Flash-lastige Webseite
Bei der Synchronisierung tauchten mehrmals Probleme auf, wenn wir uns zunächst im Web bei miCoach anmeldeten und erst anschließend die Synchronisierung mit Tracker und Desktop-Software durchführten. Umgekehrt klappte der Abgleich jedoch. Der Webdienst meldet dann neue, zur Verfügung stehende Workouts; aus dem in Form eines Diagramms angezeigten Trainingsverlauf lassen sich gezielt Daten mit der Maus auswählen. Anschließend weist man die Ergebnisse einer vorhandenen Sportart wie Fußball oder einer neu zu erstellenden zu. Per App synchronisierte Daten lassen sich später auch ins Webportal hochladen.
Bei der Bearbeitung und Ansicht der Daten fällt zunächst der flash-lastige Aufbau der Webseite auf, der mit langen Ladezeiten verbunden ist und schon beim Konkurrenten Nike negativ auffiel. Für Verwirrung sorgt auch die umständliche Benennung der horizontalen Navigationselemente: Warum unter dem Menüpunkt "Protokollieren" ausgerechnet der Zugriff auf alle Workouts möglich ist, erschließt sich nicht intuitiv. Ein Eintrag wie "Trainingsdaten" wäre sinnvoller gewesen.
Adizero F50 mit miCoach Speed Cell-Sensor
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Bild vergrößern Adizero F50-Fußballschuh für rund 220 Euro (UVP), Tracking-Sensor Speed Cell sowie USB-Connector für PC, Mac, iPod touch und iPhone. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 12
Bild vergrößern Die Schuhe besitzen ein kleines Fach für den Tracking-Sensor. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 12
Bild vergrößern Einige Fußball-Trainingseinheiten zeigten: An der Sohle bleibt sehr viel Schmutz kleben. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 12
Bild vergrößern Pro USB-Connector verlangt adidas 80 Euro (UVP). (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 12
Bild vergrößern Der Tracker besitzt einen eingebauten Beschleunigungssensor. (Bild: netzwelt) - Bild 6 von 12
Bild vergrößern Der Fußballschuh ist in verschiedenen Farbkombinationen in den Größen 39 bis 48 erhältlich. (Bild: netzwelt) - Bild 7 von 12
Bild vergrößern Die micoach-Manager-Software verbindet sich per USB-Adapter mit dem Tracker. (Bild: netzwelt) - Bild 8 von 12
Bild vergrößern Fußball-Trainingseinheiten werden grafisch umfangreich ausgewertet. (Bild: netzwelt) - Bild 9 von 12
Bild vergrößern Die Webseite besteht aus vielen Flash-Elementen. Das sorgt für lange Ladezeiten. (Bild: netzwelt) - Bild 10 von 12
Bild vergrößern Workouts muss man einer Sportart zuweisen. (Bild: netzwelt) - Bild 11 von 12
Bild vergrößern Über eine horizontale Leiste ist ein schneller Zugriff auf Basisdaten einzelner Workouts möglich. (Bild: netzwelt) - Bild 12 von 12
Bild vergrößern Seltsame Grammatikfehler fallen bei dem Dialog zur Workout-Speicherung auf. (Bild: netzwelt)






