Konzentration auf ortsbasierte Dienste und Kamera-Technik
Krise bei Nokia: 10.000 Jobs werden gestrichen
Nokia will mit neuer Strategie und einem neuem Management den Weg aus der Krise finden. Künftig setzt der Handy-Hersteller verstärkt auf Kamera-Technik und ortsbasierte Dienste. Erster Schritt hierzu ist die Übernahme des Bildbearbeitungsspezialisten Scalado. Das auf Luxus-Handys spezialiserte Tochter-Unternehmen Vertu wird dagegen abgestoßen. Zudem streicht Nokia 10.000 Stellen und schließt die Standorte Ulm und Burnaby.
Inhaltsverzeichnis
- 1Wachtsumsmarkt ortsbasierte Dienste
- 2Nokia kauft Scalado
- 3Vertu wird verkauft
Die Aussichten waren schlecht und werden immer schlechter. Der kriselnde Handy-Hersteller Nokia muss erneut seine Prognosen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres senken und verkündet damit einhergehend weitere harte Einschnitte: Bis Ende 2013 sollen 10.000 Stellen abgebaut werden. Aktuell beschäftigt der Konzern 139.000 Mitarbeiter weltweit, rund 60.000 davon arbeiten in der Handy-Sparte. Vom Stellenabbau ist auch Deutschland betroffen: Der Standort Ulm wird geschlossen. Ulm ist nach Bochum der zweite Standort, den Nokia in Deutschland schließt, erhalten bleibt unter anderem die Niederlassung in Berlin.
Wachtsumsmarkt ortsbasierte Dienste
Dessen Bedeutung dürfte dafür in Zukunft weiter steigen. Denn hier arbeitet Nokia an sogenannten ortsbasierten Diensten. Dazu zählen unter anderem Navigationslösungen oder Kartendienste. Der finnische Handy-Hersteller sieht darin einen Wachstumsmarkt und einen Pluspunkt gegenüber den Mitbewerbern im Smartphone-Bereich.
Bereits jetzt bieten Nokia-Smartphones beispielsweise eine kostenlose Offline-Navigation. Funktionen, die Konkurrent Google erst künftig in Android anbieten wird. Nokias Know How im Bereich Karten und Navigation soll zudem künftig nicht nur bei Handys Anwendung finden, sondern auch in andere Bereiche eingebracht werden, um neue Geschäftsfelder zu erschließen.


Der finnische Handy-Hersteller gibt eine Markenänderung bekannt: Die Ovi Services werden auf die Bezeichnung "Nokia Services" umgestellt.
Nokia besinnt sich auf seine Stärken: Künftig soll die Karten-App nicht mehr nur auf Nokia-Handys angeboten werden, sondern auch auf Smartphones anderer Hersteller verfügbar sein.
Nokias Weg aus der Krise gestaltet sich steiniger als erwartet. Der Konzern muss seine Prognosen für das laufende und kommende Quartal senken. Software-Probleme machen zudem der neuen Lumia-Reihe zu schaffen.
Mit dem Nokia 808 Pure View wird in diesem Monat ein neues Kamera-Handy von Nokia mit Carl Zeiss-Optik erscheinen. Auch künftig wollen beide Unternehmen kooperieren.
Nokias Ex-Chef Jorma Ollila gesteht im finnischen Fernsehen Fehler ein. Bereits vor zehn Jahren habe man erkannt, dass Nokia in Sachen Handy-Software mehr machen müsse, habe aber nicht genug dafür unternommen.
Keine Übernahme! Samsung dementiert Gerüchte um einen Kauf des Konkurrenten Nokia.
Ein Smartphone-ähnliches Erlebnis will Nokia mit seinen neuen Touchscreen-Handys Asha 308 und Asha 309 bieten. Nutzer haben dazu unter anderem Zugriff auf WhatsApp, 40 EA-Spiele und Nokia Karten 2.0.




