Das Spiel mit der Schwerkraft

Gravity Rush: Im Kurztest

Buchstäblich aus heiterem Himmel fällt PS-Vita-Besitzern mit "Gravity Rush" eines der ungewöhnlichsten Spiele dieses Jahres in die Hände. Im Mittelpunkt des abstrakten Abenteuers steht ein Mädchen, das fast keine Grenzen kennt.

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Gravity Rush - PS Vita Features Trailer: Dieser Trailer zeigt das Grafik-Feuerwerk, das die Entwickler in Gravity Rush auf der PlayStation Vita abfeuern wollen. Spieler erhalten, neben dem Eindruck der Optik von Gravity Rush, auch einen Überblick der besonderen Features von Konsole und Spiel. Zum Video: Gravity Rush - PS Vita Features Trailer

Anders als der normale Durchschnittsheld ist das schnucklige Bewegungswunder Kat so gar nicht bodenständig: Mithilfe ihres schwarzen Katerchens beugt Kat in der schwebenden Stadt Heksville die Gesetze der Schwerkraft nach eigenem Gutdünken. Allein ein blauer Energiebalken setzt ihren Ausflügen Grenzen. Neigt sich der dem Ende zu, wird die ursprüngliche Gravitation wieder hergestellt. Aber auch mit ausreichend Energie in petto ist der Schwerkraftwechsel kein Zuckerschlecken: Kat definiert durch ihre Blickrichtung ein neues Gravitationszentrum, dann beginnt sie auf Knopfdruck zunächst zu schweben, um schließlich mit Karacho dem neuen Schwerpunkt entgegenzustürzen.

Das funktioniert zwar nicht auf Anhieb so gut wie man es sich wünscht, offenbart aber nach einigen Stunden Eingewöhnung ungeahnte Tiefe und bildet schnell das Kernstück des gesamten Spiels. Wo es der fantastischen Kulisse an Lebendigkeit mangelt, motiviert der ungewöhnliche Kontrollmechanismus immer wieder zum launigen Herumexperimentieren: Wände hochzugehen oder an der Unterseite von Gebäuden entlangzuschlendern, macht einfach zu viel Spaß - und fördert zudem jede Menge Kristalle zutage. Mit ihnen lassen sich nicht nur Kats Fähigkeiten steigern, sondern auch stillgelegte Zugbrücken oder Fabrikmotoren wieder in Gang bringen, sodass die zunächst trostlose Umgebung mit der Zeit wieder etwas an Belebtheit gewinnt.

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Die Kämpfe gegen wabernde, teerige Tentakel-Monstrositäten wollen ebenfalls mithilfe des Gravitationstricks bestritten werden: Kat schwebt den Bestien zunächst davon, um ihnen dann mit Anlauf entgegenzustürzen und mit einem brachialen Kick ins Jenseits zu katapultieren.

Das visuelle Schmuckstück von "Gravity Rush" sind allerdings die virtuosen Comic-Kompositionen, die Kats Geschichte erzählen: Die nach der Art eines Web-Comics präsentierten Panels erinnern stilistisch an Euromangas und lassen sich mithilfe des Vita-internen Bewegungssensors dezent ein- und herumschwenken. Einige Bilder besitzen sogar einen schicken Tiefeneffekt. Hier erfährt man langsam, aber sicher, wie die unter Gedächtnisverlust leidende Kat in der bizarren, urbanen Umgebung gelandet ist, was es mit den verschwundenden Stadtteilen auf sich hat und wieso sie eigentlich die Schwerkraft beeinflussen kann.

Gravity Rush: Im Kurztest

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Wer die anstrengende Eingewöhnungsphase und ein paar frustige Schleicheinlagen nicht scheut, bekommt hier ein zwar nicht unbedingt feingeschliffenes, aber auf jeden Fall innovatives und umfangreiches Action-Adventure mit stark künstlerischer Schlagseite und ungekannter Bewegungsfreiheit.

Datenblatt

Gravity Rush
SpielnameGravity Rush
HerstellerTeam Siren
VertriebSony
GenreAction-Adventure
Erhältlich ab15.06.2012
Preisca. 45 Euro
EAN Code1234567890123
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene und Profis
Alterab 12 Jahren
Multiplayernein
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundbefriedigend
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPlayStation Vita

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