Vertrag gekündigt
Nach Kritik: Hasso-Plattner-Institut beendet Schufa-Forschungsprojekt
Die Welle der Empörung über die Pläne der Schufa, Facebook-Daten zu nutzen, ist riesig. Nun hat das beauftragte Hasso-Plattner-Insitut (HPI) der Universität Potsdam regiert: Der Vertrag über eine Zusammenarbeit wurde gekündigt. Ursache seien Missverständnisse in der Öffentlichkeit, weshalb das Projekt nicht mehr unbelastet sei.
Vor Kurzem war bekannt geworden, dass die Auskunftei Schufa die Sammlung von Daten aus Sozialen Netzwerken prüft. Zum Beispiel könnten Kontakte von Facebook-Mitgliedern einbezogen werden, um Beziehungen zwischen Personen zu untersuchen und Hinweise auf die Kreditwürdigkeit zu finden, wie der Sender NDR Info herausfand. Die Pläne lösten einen Sturm der Empörung aus. Dabei scheint ein solches Vorgehen in anderen Branchen offenbar schon lange Usus zu sein.
Nötige Ruhe für wissenschaftliches Projekt fehle
Nun hat das HPI den Vertrag über eine Zusammenarbeit bei der Grundlagenforschung gekündigt. Angesichts mancher Missverständnisse in der Öffentlichkeit über den vereinbarten Forschungsansatz und darauf aufbauender Reaktionen könne ein solches wissenschaftliches Projekt nicht unbelastet und mit der nötigen Ruhe durchgeführt werden, erklärte HPI-Direktor Christoph Meinel.
Weitere Informationen zu den Plänen der Schufa erhalten Sie hier auf netzwelt.


Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hat ein Bußgeldverfahren gegen das soziale Netzwerk Facebook eingeleitet. Das Unternehmen soll ungefragt Kontaktdaten von Nicht-Mitgliedern in den E-Mail-Konten und iPhone-Telefonbüchern der Nutzer auslesen, dauerhaft speichern und Beziehungsprofile erstellen.
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von Facebook verstoßen laut Meinung des Verbraucherzentrale Bundesverband gegen geltende Verbraucherrechte. Insbesondere der "Freundefinder" steht in der Kritik. Der Verband hat deshalb gegen Facebook eine Klage eingereicht.
"Imaginary Phone" heißt ein neues Forschungsprojekt des Hasso Plattner-Institus in Potsdam. Dabei handelt es sich um eine neuartige Steuerung für Mobiltelefone: Die Hand wird zum Touchscreen - das Smartphone kann in der Tasche bleiben.
Datendiebstahl, sei es durch Hackerangriffe oder einen verlorenen Geldbeutel, kommt immer wieder vor. Damit Nutzer diesen schneller bemerken, bietet die Schufa einen Update Service an, der sie über Anfragen oder Änderungen der hinterlegten Schufa-Daten informiert.
Mehr Schutz vor Datenklau: Die SCHUFA hat ein Angebot veröffentlicht, mit dem sich Nutzer besser vor dem Missbrauch persönlicher Informationen schützen können.
Ist der Plan der Schufa, Nutzerbeiträge in Sozialen Netzwerken zur Analyse der Kreditwürdigkeit zu verwenden, in anderen Branchen längst Alltag? Entsprechendes berichtet die Financial Times Deutschland. Derweil rufen die Pläne der Schufa kritische Reaktionen in der Politik hervor.
Deutschlands größte Auskunftei, die Schufa, will Daten im Netz sammeln. Als Quelle könnten Facebook, Twitter und Co. dienen. Noch handele es sich jedoch lediglich um Grundlagenforschung. Datenschützer sind bereits alarmiert.




