Windows 8 Release Preview im Test

Steuerungsoptionen

Die Vorteile und Nachteile der unterschiedlichen Steuerungsoptionen sind relativ ausgeglichen. Mit Maus und Tastatur lässt sich die Desktop-Ansicht von Windows 8 - die anstatt Metro ausgewählt werden kann - besser bedienen, die Live-Kacheln in Metro eignen sich hingegen ideal für die Auswahl per Finger. Im Test gab es in Metro zudem das Problem, mithilfe des Fingers nicht in die aktiven Ecken zu kommen. Mit der Maus gelingt dies jedoch. 

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Kontakte, SkyDrive, Windows Reader und Co.

Vorinstalliert finden sich unter anderem der Internet Explorer, Anwendungen zur Medienwiedergabe, Nachrichten- und Wetter-Feeds sowie der Windows Store und natürlich Microsofts Cloud-Service SkyDrive. Letzterer lässt sich mithilfe eines Plug-ins auch in den Windows Explorer einbinden.

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Neu ist ebenfalls die Reader-App in Windows 8, die das Lesen von PDFs ohne die Installation von Zusatz-Software ermöglicht. Die angebotene Mail-App macht die Verwaltung von mehreren E-Mail-Konten zudem um einiges einfacher als Outlook. Es reicht aus, sich mit Benutzername und Kennwort anzumelden. Weitere Konfigurationen sind nicht mehr erforderlich. Typisches Windows-Zubehör wie Paint oder der Rechner sind weiterhin zu finden und können in der Desktop-Ansicht genutzt werden. 

Metro = Entertainment

Die Metro-Oberfläche ist die Entertainment-Zentrale des PCs. Über den Windows Store lassen sich genauso wie bei einem Smartphone oder Tablet Spiele, Anwendungen wie Evernote oder auch Wikipedia genauso wie Kochrezepte-Apps auf den Startbildschirm ziehen. Xbox-Spieler können zudem ihr Xbox Live-Konto mit Metro verbinden und Social Networker haben die Möglichkeit, alle ihre Accounts mit der Kachel "Konten" zu verbinden und lokal zu verwalten.

Aus der Anwendung heraus lassen sich die Neuigkeiten in Sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook verfolgen und man kann direkt auf selbige reagieren. Der Umweg über die Webseiten muss nicht mehr gegangen werden. Die Live-Kachel hält den Nutzer zudem über Statusänderungen und Retweets auf dem Laufenden. Praktisch, um alle sozialen Verbindungen im Blick zu behalten. Nach der Einrichtung der Konten findet der Nutzer darüber hinaus alle Fotos und Videos aus den Accounts in den Medien-Anwendungen von Windows 8 wieder. 

Wen die ständige Aktualisierung stört, der kann die Live-Kachel per Rechtsklick ausschalten. Und für Nutzer, die sich gar nicht mit Metro anfreunden können, ist es ebenso möglich, das Betriebssystem nur in der Desktop-Ansicht zu verwenden.

Windows 8 Release Preview

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Der Desktop

Auch Metro-Muffel kommen also bei Windows 8 auf ihre Kosten. Microsoft bietet den altbekannten Desktop samt Taskleiste als alternative UI an. Lediglich auf das Startmenü muss auch hier verzichtet werden. Stattdessen sorgt ein Klick am linken Ende der Taskleiste für den Wechsel zu Metro, der jederzeit ohne Verzögerung gelang. 

Dieser Umstand war im Test besonders anfangs sehr störend, denn als alteingesessener Windows-Nutzer klickt man fast automatisch auf diesen Punkt und wechselt ungewollt. Nach einigen Stunden sollte man sich jedoch auch daran gewöhnt haben. 

Kompatibilität von Desktop und Metro

Ein negativer Punkt in der Release Preview, der sich nicht nach der Eingewöhnungszeit in Luft auflöst, ist die mangelhafte Kompatibilität von Metro und Desktop. Dateien, die in der klassischen Windows-Ansicht per Drag-and-Drop verschoben werden können, lassen sich nicht auf die gleiche Art und Weise in Metro bewegen oder transferieren.

Wann immer der Nutzer in Metro den Windows Explorer öffnet, wechselt das Betriebssystem in die klassische Windows-Ansicht, obwohl sich der Dateiverwalter doch auch vor den Kacheln öffnen lassen könnte. Entsprechend lassen sich beispielsweise MP3-Dateien vom Desktop nicht einfach in eine Metro-Kachel ziehen, was Umwege über den Explorer erforderlich macht. Dramatisch ist dies jedoch nicht, denn Musik kann auf dem Desktop mit dem gewohnten Media Player oder in Metro mit der Musik-App abgespielt werden.

Windows 7 vs. Windows 8 - der Speed-Test

Die höhere Geschwindigkeit von Windows 8 im Vergleich zu Windows 7 zeigte sich im Test nicht nur - wie oben erwähnt - bei der Installation und beim Hochfahren, sondern auch beim Verschieben von Dateien. Für 207,71 Megabyte brauchte Windows 8 nur 30 Sekunden. Windows 7 dagegen 33,6 Sekunden. Auch beim Herunterfahren bestätigte sich die Geschwindigkeit des neuen Betriebssystems. Hier brauchte Windows 8 nur 10,06 Sekunden, während Windows 7 erst nach 46,7 Sekunden im Ruhezustand ist.



Video

Boot-Vergleich Windows 7 vs. Windows 8: Ist Windows 8 wirklich schneller als Windows 7? Beide Betriebssysteme wurden auf einem Asus EeeTop ET2002T neu installiert und gleichzeitig gestartet. Beide Rechner verfügen über identische Hardware. Integriert ist ein Intel Atom 330-Prozessor mit 1,6 Gigahertz. Der Festplattenspeicher umfasst 250 Gigabyte mit 5.400 Umdrehungen in der Minute. Der Arbeitsspeicher liegt bei zwei Gigabyte (DDR2). Zudem ist eine Ion-Grafikkarte von Nvidia integriert. Zum Video: Boot-Vergleich Windows 7 vs. Windows 8

Fazit

Microsoft ist es gelungen, ein schnelles und flüssiges neues Betriebssystem zu entwickeln, dass seinen Vorgänger in diesem Punkt in die Tasche steckt. Außerdem macht die Metro-Oberfläche Windows 8 für Tablets definitiv attraktiv.

Eins ist jedoch sicher: Desktop-PC-Nutzer werden sich an Windows 8 gewöhnen müssen. In den ersten Stunden heißt es, Geduld haben und sich von der veränderten Bedienungen nicht abschrecken lassen. Die beliebtesten Programme in Form von Live-Kacheln ohne nerviges Konfigurieren und Einrichten von Widgets etc. auf einen Blick zu haben, ist definitv ein Argument für Metro. Zum Arbeiten eignet sich die Oberfläche aber nicht, hierfür ist nach wie vor der Desktop nötig.

Wer aus diesem Grund nur wenig Sinn in Metro sieht, für den besteht die Möglichkeit, ohne Umweg direkt zur klassischen Ansicht durchzustarten. Eine Anleitung finden Sie hier.

Alles weitere Wissenswerte zu Preisen, Release und Verfügbarkeit von Windows 8 finden Sie an dieser Stelle.