Neuer Standard für das Internet

Netzwelt-Wissen: Das verbirgt sich hinter IPv6

Das Kürzel IPv6 steht für Internet Protocol Version 6. Es handelt sich dabei um ein standardisiertes Verfahren zur Übertragung von Datenpaketen im Internet, das Internetnutzern zu diesem Zweck IP-Adressen zuordnet. Die bislang zur Verfügung stehenden IP-Adressen sind mittlerweile verbraucht, sodass der Wechsel zum neuen Protokoll notwendig wurde.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Unterschiede zwischen IPv4 und IPv6
  2. 2Vorteile von IPv6
  3. 3Nachteile von IPv6
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Damit Teilnehmer im Internet Daten austauschen können, benötigen Sie IP-Adressen. Da sich in den vergangenen Jahren immer mehr Computer und nun auch Smartphones, Tablets und andere technische Geräte, wie Spielkonsolen oder Fernseher, mit dem Internet verbinden, wurden die verfügbaren IP-Adressen knapp. Das führte dazu, dass ein Router mehreren Geräten eines Netzwerks eine einzige IP-Adresse zuordnete. Das IPv6 löst dieses Problem bis auf Weiteres, die Umstellung vom IPv4 soll in den nächsten Jahren abgeschlossen werden.

Unterschiede zwischen IPv4 und IPv6

Das IPv6 löst den Vörgänger IPv4 ab, die Version 5 wurde übersprungen. Während beim IPv4 je 8 Bit in vier Blöcken geschrieben werden, bestehen die neuen Adressen aus acht Blöcken mit je 16 Bit. Neben Zahlen sind nun auch Buchstaben erhalten, die durch Doppelpunkte getrennt werden. Die IPv6-Adressen setzten sich aus zwei Teilen zusammen: den Informationen des Internetproviders sowie der MAC-Adresse der Netzwerkkarte. 

Das IPv4 verwendet 32-Bit-Adressen, was genau 4.294.967.296 eindeutige IP-Adressen ermöglicht. Beim IPv6 kommen dagegen 128-Bit-Adressen zum Einsatz. Dadurch erhöht sich die Zahl der verfügbaren IP-Adressen auf 340 Sextillionen, eine 340 mit 36 Nullen. 

Vorteile von IPv6

IPv6 sorgt dafür, dass sich in Zukunft weit mehr Geräte mit einer eigenen IP-Adresse im Internet anmelden und dadurch gezielt angesprochen werden können. Theoretisch können so mit dem Internet verbundene Fernseher, Heizungen, Kühlschränke oder Backöfen mit dem PC, Smartphone oder Tablet über das Internet angesteuert werden. Außerdem wird den Routern die Datenkommunikation unter den einzelnen Geräten erleichtert. Die Umstellung erfolgt automatisch und erfordert in der Regel kein Eingreifen des Nutzers.

Nachteile von IPv6

Datenschützer kritisieren, dass die Anonymität der Internetnutzer durch die Einführung des IPv6 aufgehoben wird. Da jedem Gerät, das sich mit dem Internet verbindet, eine eindeutige IP-Adresse zugeordnet wird, könnten detaillierte Nutzerprofile erstellt werden. Allerdings können Geräte auch immer wieder neue Adressen beziehen, die dann eine Gültigkeit von einem Tag haben. Des Weiteren kann es durch die Umstellung bei einigen alten Programmen, Betriebssystemen und Geräten zu Problemen kommen, da sie mit dem neuen Standard nicht kompatibel sind. Hier kann teilweise manuell nachgeholfen werden.

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