Benchmarks, Akkulaufzeit, Kamera und mehr auf dem Prüfstand

Rasant und klangvoll: Samsung Galaxy S3 GT-I9300 im Test

Samsung will beim Galaxy S3 mit einer Reihe intelligenter Bedienfunktionen Käufer für sich gewinnen. Doch SVoice und Co. entpuppten sich im Test mehr als ein nettes Gimmick, denn als ein echter Hit. Für offene Münder sorgten allerdings der rasend schnelle Quad-Core-Prozessor und die überragende Sprachqualität.

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Samsung Galaxy S3: Samsungs neues Android-Flaggschiff das Galaxy S3 punktet im netzwelt-Test mit ausgezeichneter Sprachqualität und gnadenloser Performance. Zudem bietet das Modell intelligente Bedienfunktionen. Zum Video: Samsung Galaxy S3

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Hardware
  2. 2Verarbeitung und Design
  3. 3Sprachqualität und Akkulaufzeit
  4. 4Software
  5. 5Direct Call und Bewegungssteuerung
  6. 6Siri vs. SVoice
  7. 7Multimedia
  8. 8Fazit

Hardware

Das Samsung Galaxy S3 ist ein Technologieträger. Bis auf LTE sind alle aktuellen Techniken an Bord. Das 4,8 Zoll große Super-AMOLED-HD-Display liefert knackige Farben und bietet einen großen Blickwinkel. Auch im Freien ist der Bildschirm gut ablesbar, allerdings spiegelt er stark. Zudem bleibt das von AMOLED-Displays bekannte Problem bestehen, das weiße Flächen eher gräulich wirken.

Samsung Galaxy S3

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Über jeden Zweifel erhaben ist der Exynos Quad-Core-Prozessor. Im Zusammenspiel mit dem sehr schnell reagierenden Display ließen sich auf dem Galaxy S3 keinerlei Ruckler oder Verzögerungen feststellen. Apps starten unmittelbar. Im direkten Vergleich mit einem Tegra 3-Gerät war der Exynos-Chip auch beim Öffnen verschiedener Apps einige Millisekunden schneller. 

Seine volle Stärke spielt der Prozessor dann beim Surfen im Netz aus: Beim Browsermark- und beim Sunspider-Test ließ er die Konkurrenz alt aussehen und deklassierte das Apple iPhone 4S um Längen (siehe Tabelle).

Samsung Galaxy S2 vs. Samsung Galaxy S3 vs. Apple iPhone 4S
ModellSunspiderBrowsermark
Samsung Galaxy S3

1.485,2 Millisekunden

143.257 Punkte
Apple iPhone 4S2.2250 Millisekunden 89.075  Punkte
Samsung Galaxy S23.399,4 Millisekunden 42.342 Punkte
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Verarbeitung und Design

Die Verarbeitung galt bislang als einer der größten Schwachpunkte der Galaxy S-Serie - und das ist sie auch weiterhin: Bei einem Smartphone mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 699 Euro darf man ruhig etwas wertigere Materialien erwarten. Zwar besteht Samsung darauf, dass das Gehäuse des Galaxy S3 aus dem härterem Kunststoff Polycarbonat und nicht aus einfachem Plastik ist, bezüglich der Haptik dürften Nutzer aber hier keinen Unterschied bemerken. Wer einmal das Nokia Lumia 800 oder das HTC One X in der Hand hatte, weiß, dass sich Polycarbonat durchaus hochwertiger anfühlen kann.

Dafür ist das Galaxy S3 extrem leicht und passt dank seiner dünnen Bauform und trotz des riesigen 4,8-Zoll-Display noch problemlos in die Hosentasche - zumindest in die von weiteren Hosen. Designtechnisch gefällt das Samsung Galaxy S3 ebenfalls, sticht allerdings nicht so aus der Masse der Smartphones heraus wie beispielsweise das Sony Xperia S oder das Panasonic Eluga.

Sprachqualität und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität des Galaxy S3 ist hingegen ausgezeichnet. Samsung hat hier seinen ohnehin schon hohen Standard noch gesteigert und erreicht fast BlackBerry-Niveau. Die Gesprächspartner sind stets klar und deutlich zu verstehen, auch in lauten Umgebungen. Der externe Lautsprecher ist ebenfalls kräftig und eignet sich perfekt zum Freisprechen.

Samsung verspricht dank des üppig dimensionierten 2.100 Milliamperestunden-Akkus eine maximale Gesprächszeit von bis zu 11,6 Stunden in einem 3G-Netz. Erste Test in US-Medien bescheinigten dem Galaxy S3 eine gute Akkulaufzeit, auch im netzwelt-Test zeigte das Gerät keine Schwäche. Je nach Nutzungsintensität dürften knapp zwei Tage Laufzeit ohne Stromzufuhr drin sein. Eine klare Steigerung zum Stromfresser Galaxy S2.

Software

Samsung setzt beim Galaxy S3 auf die aktuellste Android-Version 4.0.4. Gegenüber der Version 4.0.3 hat Google eigenen Aussagen zufolge noch rund 100 Änderungen am Android-System vorgenommen, die unter anderem die Software stabiler machen. Überzogen hat Samsung das Android-System mit der Nutzeroberfläche TouchWiz, die auf dem Galaxy S3 nicht mehr ganz so grell und bunt wirkt wie auf früheren Samsung-Handys. 

Update Mai 2013: Samsung arbeitet derzeit am Android 4.2-Update für das Galaxy S3. Die neue Firmware wird diverse Funktionen des neuen Galaxy S4 beinhalten. Die Firmware mit der Seriennummer I9300XXUFME3 soll im Juni erscheinen. Weitere Informationen zum Update erhalten Sie in einem seperaten Artikel.

Direct Call und Bewegungssteuerung

Wie beim Galaxy S2 hat Samsung auch diesmal die Nutzeroberfläche mit einer Bewegungssteuerung versehen: So kann der Nutzer beispielsweise einen Kontakt anrufen, indem er das Handy beim Betrachten einer Nachricht der entsprechenden Person nur zum Ohr bewegt (Direct Call).

An den Anfang seiner Kontaktliste springt er durch doppeltes Antippen des Gehäuserandes. Die Medienwiedergabe lässt sich durch Umdrehen des Handys oder durch ein Abdecken des Displays mit der Hand stumm schalten. Ein Bildschirmfoto macht der Nutzer, in dem er mit der Handkante über das Display streicht. Das sind nur einige von zahlreichen möglichen Gesten.

Die Bedienhilfen sind nett und erleichtern den Alltag. Allerdings haben die intelligenten Funktionen auch die ein oder andere Macke: So funktioniert die Direct Call-Funktion beispielsweise nicht aus WhatsApp heraus, sondern nur aus der SMS-App und der Kontaktliste und dort auch nicht immer. Ein Umdrehen des Handys bewirkt zudem nichts, wenn das Display ausgeschaltet ist. In diesem Fall spielt die Musik weiter.

Samsung Galaxy S3 Unboxing

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Die Screenshot-Geste erfordert zudem ein gehöriges Maß an Übung. Allerdings erlaubt Samsung es auch, einen Screenshot durch gleichzeitiges Drücken des Home-Buttons und des Power-Knopfes zu machen.

Siri vs. SVoice

Wie Apples iPhone 4S weist auch das Samsung Galaxy S3 eine Sprachsteuerung auf. Und genau wie Siri versteht auch SVoice menschliche Fragen wie "Brauche ich in Hamburg heute einen Regenschirm" und beantwortet diese mit dem aktuellen Wetterbericht. Auch einige Gags von Apple, etwa die Antwort "42" auf die Frage nach den Sinn des Lebens hat Samsung übernommen. Insgesamt funktioniert die Sprachsteuerung noch etwas hakelig, die Antworten fallen zudem nicht so umfangreich aus wie bei Siri. Für die Nutzung wird eine Internetverbindung benötigt.

Multimedia

Die Qualität der Fotos und Videos des Samsung Galaxy S3 ist gut, allerdings nicht herausragend. Die angepriesene Serienbild-Funktion machte zudem von beweglichen Objekten oftmals nur unscharfe Aufnahmen. Ein ausführlicher Praxistest der Kamera-App, inklusive Originalaufnahmen, finden Sie hier.

Der Klang über Lautsprecher und Kopfhörer ist dagegen wie bereits die Sprachqualität ausgezeichnet. Auch dank der umfangreichen und intuitiven Software kann das Samsung Galaxy S3 durchaus einen MP3-Player ersetzen - lediglich ein Sleep Timer fehlt.

Unschön: Die Dienste Gaming Hub und Music Hub waren auf dem Testgerät noch nicht verfügbar. Ein klarer Minuspunkt für Samsung. Denn der runderneuerte Music Hub inklusive Streaming- sowie Scan und Match-Funktion wurde auf der Präsenation in London noch als eine der Hauptneuerungen angepriesen.

Fazit

Wer ein neues Highend-Smartphone sucht, kommt am Samsung Galaxy S3 nicht vorbei. Der Exynos-Quad-Core-Prozessor ist rasant schnell. Die Konkurrenz ist zudem übersichtlich, bis auf das HTC One X lassen weitere Quad-Core-Smartphones auf sich warten. Vor allem Gamer dürften daher ihre Freude am S3 haben. Zudem glänzt das Modell mit einer ausgezeichneten Sprachqualität. 

Die viel angepriesenen intelligenten Bedienfunktionenen entpuppten sich dagegen im Test mehr als Gimmick, denn als echtes Kaufargument. Auch die 8-Megapixel-Kamera mit ihren vielen Einstellungsmöglichkeiten ragte nicht hervor. Angesichts der hohen unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) hätte netzwelt sich zudem endlich einmal eine wertigere Verarbeitung gewünscht.

Die UVP für das Samsung Galaxy S3 lautet 699 Euro. Im Netz ist das Modell bereits für 584 Euro erhältlich, seit dem Release des Galaxy S4 sogar für nur noch 240 Euro. Eine Alternative zum Modell ist das HTC One X.

Seit März 2013 ist das Samsung Galaxy S4 verfügbar. Wie sich der Nachfolger im Test schlägt, zeigt unser ausführlicher Galaxy S4 Test.

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Informationen zu Samsung Galaxy S3

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