Leistungsumfang, Installation, Probleme

Internet per Stromleitung: Das können aktuelle Powerline-Adapter

Als Alternative zum herkömmlichen LAN-Kabel und WLAN bietet sich die Vernetzung per Powerline an. Das hat viele Vorteile, wie der netzwelt-Test von 14 Stromnetzwerk-Modellen zeigte. Aber es gibt auch einige Fallstricke.

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Internet per Stromleitung: Das können aktuelle Powerline-Adapter: Auch Powerline-Geräte eignen sich zur Installation eines Netzwerkes. Die Adapter nutzen die Stromleitung zum Datenversand und -empfang. Der Durchsatz war bei allen Powerline-Geräten im Test gut. Die Geräte taugen damit auch zur Ausreizung schneller Internetanschlüsse. Zum Video: Internet per Stromleitung: Das können aktuelle Powerline-Adapter

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Einfache Inbetriebnahme
  2. 2Mögliche Störquellen
  3. 3Wenn der Nachbar mitsurft
  4. 4Weitere Adapter einbinden
  5. 5Kleine Helferlein
  6. 6Stromverbrauch
  7. 7Testsieger

Powerline ist erwachsen geworden. Arbeiteten ältere Modelle noch mit Datenraten von bis zu 14 oder 85 Megabit pro Sekunde, so sind aktuelle Geräte weit flotter. Es lohnt sich deshalb, eines der von uns getesteten Geräte in Betracht zu ziehen: 11 der 14 überprüften Adapter bringen sattes Netzwerk-Tempo mit Brutto-Datenaten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde. In der Praxis fließen dann zwischen 70 und 90 Megabit pro Sekunde durch die Leitungen, wie unsere Tests ergaben. Das reicht zur Ausreizung von schnellen VDSL-Anschlüssen mit einem Tempo bis zu 50 Megabit pro Sekunde völlig aus. Auch zur Übertragung bandbreitenhungriger Multimedia bis hin zu HD-Videos taugen die schnellen Modelle. 

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Das gilt auch für die älteren Powerline-Adapter mit bis zu 200 Megabit pro Sekunde, die noch häufig auf dem Markt zu finden sind und von denen wir drei Exemplare unter die Lupe nahmen. Die Durchsatzraten dieser Modelle lagen im Test zwischen 45 und 50 Megabit pro Sekunde. Damit bremsen auch die "langsameren" Modelle die meisten Internetleitungen kaum aus, eher dürfte es umgekehrt sein: Der DSL- oder Kabelanschluss ins Web liefert weniger Tempo als die Powerline-Geräte in der Lage sind umzusetzen.

Einfache Inbetriebnahme

Powerline-Adapter senden Daten über die Stromleitung und modulieren hierfür ein entsprechendes Frequenzsignal. Damit ein Netzwerk via Stromleitung eingerichtet werden kann, sind immer zwei Adapter nötig: ein Gerät zum Senden und ein Modell zum Empfangen von Daten. Zur Übertragung des Netzwerk- oder Internetsignals auf Endgeräte besitzen die Powerline-Adapter eine LAN-Schnittstelle. Anwender schließen also einen Adapter per Ethernet am oder hinter dem Router an und greifen das Signal am zweiten Modell mit einem Rechner, Konsole oder anderen Netzwerkgeräten ab, indem sie den Adapter über die LAN-Schnittstelle mit dem Endgerät verbinden. 

Die meisten Modelle im netzwelt-Test besaßen auch einen Gigabit-Ethernet-Anschluss. Damit fließen Daten weit schneller als über den herkömmlichen Fast Ethernet-Port durchs Netzwerk. Ein mögliches Nadelöhr stellt aber die Empfangsseite dar, denn nicht alle angeschlossenen Geräte verfügen über einen Gigabit-Port. Das reduziert dann den Durchsatz. Eine Investition in einen Powerline-Adapter mit einer solchen Schnittstelle kann trotzdem nicht schaden.

Mögliche Störquellen

Im Test konnten wir einen großen Vorteil der Powerline-Adapter sofort nachvollziehen: die stabile Datenverbindung. Zudem versorgen die Stromnetzwerkgeräte auch entferntere Bereiche der Wohnung mit Internetsignal - dort, wo das WLAN-Signal oft schon zu schwach ist oder es umständlich wäre, Kabel zu verlegen. Die Hersteller der Adapter im Test geben eine Reichweite bis zu 200 oder 300 Metern im hauseigenen Stromnetz an. Ob die Daten dann noch so flüssig durch die Stromleitung fließen, ist allerdings fraglich. 

Denn die Signalstärke ist abhängig von der Stromleitungsqualität, Überspannungsfiltern und anderen Störquellen. In der Praxis bedeutet das, das der Durchsatz mit zunehmender Entfernung der Adapter voneinander sinkt. Aber dieses Reichweitenproblem besteht auch in WLAN-Netzwerken. Unbedingt abzuraten ist von einer Verwendung der Adapter in Verteiler-Steckdosen, denn dadurch wird das Signal gedämpft. Darauf verweisen auch die Hersteller in ihren Bedienungsanleitungen. Viele der Testmodelle besitzen alternativ eine durchleitende Steckdose, sodass der Steckplatz an der Wand im Powerline-Gerät weitergenutzt werden kann. Filter in den Adaptern sorgen dann meist dafür, dass bei eingeschaltetem Haartrockner oder anderen elektrischen Geräten der Datendurchsatz nicht verrauscht. Da die Adapter ein hochfrequentes Signal über die Stromleitung schicken, kann es übrigens auch möglich sein, dass das Powerline-Netzwerk den UKW-Empfang stört. In solchen Fällen sollte der Anwender sein Radio an einem anderen Platz aufstellen.

Powerline-Adapter im Test: die Rangliste

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