Störung in Deutschland
Microsoft: Bing StreetSide aus unbekannten Gründen ausgefallen (Update)
Die Straßenansicht StreetSide von Bing Maps funktioniert seit einigen Tagen in Deutschland nicht. Die Ursache ist noch unklar, wie ein Microsoft-Sprecher auf netzwelt-Anfrage sagte. Microsoft sei aber an der Sache dran. Update: Nutzerkritik war Ursache für StreetSide-Stopp.
Das Update vom 24. Mai finden Sie am Ende des Artikels
Streetside ist die Microsoft-Version von Google Streetview. Mit dem Kartendienst der Suchmaschine Bing können Straßenzüge in 360-Grad-Ansicht betrachtet werden. Wie bei Google Streetview hatten Mieter und Hausbesitzer die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Veröffentlichung eines Fotos ihres Hauses einzulegen.
Auf der offiziellen Seite von Streetside finden sich derzeit keine Angaben zu einer Störung. In der Karte jedoch fehlt die Möglichkeit zur Straßenansicht zu wechseln. Microsoft untersucht die Ursache derzeit, wie ein Sprecher auf netzwelt-Anfrage sagte. Die Störung dauere bereits einige Tage an.
Update vom 24. Mai: Nutzerkritik war Ursache für StreetSide-Stopp
Ursache für die vorläufige Einstellung des Dienstes ist offenbar die Kritik vereinzelter Nutzer über den Grad der Verpixelungen. "Einige deutsche Kunden haben uns gegenüber Bedenken hinsichtlich der Art und Weise geäußert, wie mit Blurring-Anfragen auf Bing Streetside umgegangen wird", teilt Microsoft auf netzwelt-Anfrage mit.
Da Datenschutz und Privatsphäre sehr ernst genommen würden, sei der Kartendienst Streetside Beta in Deutschland vorläufig vom Netz genommen worden. Derzeit würden diese Einzelfälle geprüft und an einer Lösung gearbeitet.


Der Branchenverband Bitkom ist genervt von den ständigen Forderungen nach einem Vorabwiderspruchsrecht bei Geodatendiensten. Ein Vorabwiderspruch sei für die Unternehmen sehr aufwendig und produziere nur neuerliche Datensammlungen.
Google hat sich mit dem Street View-Start in Deutschland einigen Ärger eingehandelt, nicht nur Datenschützer haben das Fotografieren ganzer Straßenzüge kritisiert. Microsoft möchte das bei seinem eigenen Angebot nun besser machen und bietet ab dem heutigen Montag ein Formular zum Widerspruch an.
Microsoft darf mit Kamerafahrten für den Foto-Straßendienst Street Side beginnen. Das zuständige bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hat dem Unternehmen dafür die Erlaubnis erteilt. Über ein Vorabwiderspruchsrecht wird aber weiter verhandelt.
40.000 gegen rund 245.000: Bei Microsoft gingen wegen Streetside bislang deutlich weniger Vorabwidersprüche gegen die Veröffentlichung von Gebäude-Bildern ein als damals bei Google wegen Street View.
Auch Microsoft wird seinen Fotostraßen-Dienst Bing Streetside nach Deutschland bringen. Der Softwareriese aus Redmond will allerdings deutlich weniger Daten sammeln als Google für Street View.
Google hat seinen Kartendienst StreetView bereits im November 2010 gestartet, nun zieht Microsoft mit Bing StreetSide nach. Erste Städte sind ab sofort aufrufbar, sofern Nutzer über das Silverlight-Plugin verfügen.




