Reaktion auf Greenpeace-Protest?
Grüne Cloud: Apple baut umweltfreundlichstes Daten-Center
Apple will das weltweit umweltfreundlichste Daten-Center errichten. Die Anlage in Maiden, North Carolina, soll bis Ende des Jahres komplett mit erneuerbaren Energien versorgt werden, wie Apple mitteilt. Dazu sollen die größte private Solar- und die größte Brennstoffzellenanlage der USA gebaut werden. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht darin eine Reaktion auf die weltweiten Proteste.
Dabei will der US-Konzern Apple 60 Prozent des Stroms selbst produzieren. Die übrigen 40 Prozent sollen bei lokalen und regionalen Anbietern von erneuerbaren Energien gekauft werden, wie Apple mitteilt. Damit soll in Maiden das weltweit umweltfreundlichste Daten-Center entstehen.
Greenpeace will Kampagne dennoch fortsetzen
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht darin eine Reaktion auf die weltweiten Proteste. Die Ankündigung sei ein gutes Zeichen, dass Apple die Proteste von Hunderttausenden Kunden ernst nehme, teilt Greenpeace International mit. Dies sei ein wichtiger Schritt hin zu einer saubereren iCloud. Allerdings sei noch viel mehr zu tun.
Apple sei noch immer einer der größten Kunden des US-Energiekonzern Duke Energy, kritisiert die Umweltschutzorganisation. Dieser produziert seinen Strom vor allem mit Kohle- und Atomkraftwerken, soll aber auch Solaranlagen in der Nähe besitzen. Apple müsse Duke Energy auffordern, grüne Energie anzubieten, fordert Greenpeace. Daher werde die Umweltschutzorganisation ihre Kampagne fortsetzen und Apple und andere IT-Riesen wie Microsoft und Amazon dazu auffordern, ihre Clouds zu säubern.


Apple setzt offenbar verstärkt auf Erneuerbare Energien. Ein neues Datencenter in North Carolina soll wohl seinen eigenen Solarpark bekommen. Das Unternehmen würden positive Schlagzeilen in Sachen Umweltschutz sicher freuen.
Wie "grün" sind die großen Elektronik-Unternehmen? Eine Antwort auf diese Frage liefert Greenpeace mit seinem "Guide to Greener Electronics". HP sichert sich in dem aktuellen Bericht den ersten Platz.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat Google für seine Bemühungen um den Klimaschutz ausgezeichnet. Beim "Cool IT Leaderboard" belegte Google den Spitzenplatz.
Apples Cloudserver gehören zu den schmutzigsten in der IT-Branche. Die Datenzentren des kalifornischen Unternehmens werden Greenpeace zufolge überwiegend mit Kohle- und Atomstrom betrieben.
Mit Wolken aus schwarzen Luftballons hat Greenpeace gegen den Einsatz von Kohle- und Atomstrom für Apples iCloud demonstriert. Die Aktivisten fordern eine saubere Stromversorgung.
Greenpeace übt weiter Kritik an Apple und Microsoft. Die Konzerne hätten zwar angekündigt, auf Erneuerbare Energien umstellen zu wollen. Doch die Umweltaktivisten sehen in den bekanntgegebenen Bemühungen lediglich einen Versuch des Greenwashings.
Apple zufolge soll die iCloud künftig grüner werden. Diese Versprechungen honoriert Greenpeace nun, indem es Apples Noten in seinem Klima-Bericht verbessert. Das Lob kommt zu einem doch recht ungewöhnlichen Zeitpunkt.




