Smartphones können nerven

Verkehrte Netzwelt: Das perfekte Handy

Ein gutes Handy muss nicht teuer sein. Es muss nur technisch ausgereift sein. Viele Features braucht es auch nicht unbedingt. Telefonieren sollte man können und zur Not eine SMS schreiben. Verkehrte Netzwelt über ein Handy, das wahrhaft begeistert.

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Alternative für Menschen, die einfach nur telefonieren wollen: Klapphandys wie das Samsung E1150. (Bild: Samsung)
Alternative für Menschen, die einfach nur telefonieren wollen: Klapphandys wie das Samsung E1150. (Bild: Samsung)
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Als Hightech-Konsument muss man manchmal bittere Niederlagen erdulden, bevor man weiß, was gut ist für einen. Gut für mich ist zum Beispiel mein neues Handy. Ein Geniestreich der Technik. Für 26 Euro. Ich mache keine Reklame für den Hersteller, doch der Name hat die Buchstaben u-g-m-n-s-a. Ach ja, ein zweites "s" ist auch dabei.

Von dem neuen bin ich jedenfalls restlos begeistert. Das liegt vielleicht daran, dass ich vom alten restlos enttäuscht war. Es ist übrigens vom selben Hersteller und kam vor etwa drei Jahren auf den Markt. Sah auf den Fotos einfach großartig aus. Ich wartete ein Jahr, dann kaufte ich es im Rahmen einer Verlängerung des Mobilfunkvertrags für 200 Euro. Es hatte alles, was damals gut und teuer war: ein Touch-Display mit AMOLED-Technik, einen schnellen 800-MHz-Prozessor, eine 5-Megapixel-Kamera mit Videofunktion, inklusive Videoschnittprogramm. Ein Radio und einen MP3-Player. Einen Beschleunigungssensor, der automatisch das Bild dreht, wenn man das Smartphone kippt. Drei verschiedene Bedienoberflächen. Und ganz viele Widgets. Ich fühlte mich auf der Höhe der Zeit und bestellte gleich noch eine Internet-Flatrate.

Die Freude währte nicht lange.