Sony, HTC, Asus, Samsung und Motorola als Partner

Mit Android 5.0: Google plant fünf neue Nexus-Geräte

Google ändert seine Strategie bei der Nexus-Produktreihe. Anstatt mit einem Premium-Partner will der Internetkonzern künftig mit mehreren Partnern an Android-Referenz-Smartphones und -Tablet-PCs arbeiten. Laut der US-amerikanischen Tageszeitung Wall Street Journal ist daher noch in diesem Jahr mit fünf neuen Nexus-Geräten zu rechnen.

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Alle Geräte sollen bereits mit der kommenden Android-Version 5.0, die den Codenamen Jelly Bean trägt, laufen und laut dem Wall Sreet Journal zum US-Erntedankfest am 22. November erscheinen. Als Partner werden Samsung, Asus, HTC, Sony und Motorola gehandelt. Bereits seit Längerem gab es Gerüchte, dass Asus und Google gemeinsam an einem Nexus-Tablet arbeiten. Die bisherigen Partner für die Nexus-Smartphones von Google waren HTC und Samsung. Zuletzt hatte der Fanblog Sammobile Hinweise auf eine neuerliche Zusammenarbeit von Samsung und Google gefunden.

Auch eine Partnerschaft mit Motorola gilt als sehr wahrscheinlich: Das Motorola Xoom war das Referenz-Tablet für die auf Tablet-PCs optimierte Android-Version 3.0 Honeycomb. Zudem ist Google im Moment dabei, Motorola zu übernehmen. Der Übernahme müssen aber noch Wettbewerbshüter zustimmen. Als weitere mögliche Partner gelten dem Wall Street Journal zufolge ZTE und Huawei.

Gegen Fragmentierung

Alle Partner in Googles Nexus-Programm können bis zu einem Dutzend Mitarbeiter auf den Google-Campus nach Mountain View entsenden, diese arbeiten vor Ort mit dem Android-Entwicklungsteam zusammen und erhalten bereits frühzeitig Zugang zum Quellcode künftiger Android-Versionen. Verkauft werden sollen die Geräte direkt über einen Google-Shop im Internet - eine Strategie, die aber beim ersten Google-Handy Nexus One fehlschlug.

Den Quellen der Tageszeitung zufolge will Google durch die neue Nexus-Strategie den Einfluss der Netzbetreiber auf Android-Geräte senken und Konkurrent Apple vor allem im Tablet-Bereich unter Druck setzen. Hier ist Android noch nicht so erfolgreich wie im Smartphone-Markt. Durch die neue Strategie sollen auch die Fragmentierung von Android-Geräten eingeschränkt und die Veröffentlichung von Updates beschleunigt werden.

Das Problem der Android-Fragmentierung hat das Unternehmen Open Signal Maps aktuell in einer übersichtlichen Grafik zusammengestellt. Open Signal Maps beobachtete sechs Monate lang rund 680.000 Android-Nutzer. Den Daten des Unternehmens zufolge nutzen die Anwender fast 4.000 unterschiedliche Gerätekonfigurationen.

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