Fehlende Verschlüsselung

Dropbox & Co.: Fraunhofer-Studie offenbart Sicherheitsmängel

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) hat die Sicherheit von sieben Cloud-Speicherdiensten untersucht - mit überraschendem Ergebnis: Keiner der getesteten Anbieter konnte die Sicherheitsanforderungen vollständig erfüllen, teilweise fehlte eine ordentliche Verschlüsselung. Getestet wurden Dropbox, CloudMe, CrashPlan, Mozy, TeamDrive, UbuntuOne und Wuala. 

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Cloud-Speicherdienste versprechen einen einfachen Zugriff auf digitale Inhalte, von überall. Doch die Sicherheit der Anbieter ist verbesserungswürdig, wie eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie ergab. Neben technischen Mängeln fanden die Tester auch Schwächen in der Benutzerführung, die dazu führen können, dass vertrauliche Daten mithilfe von Suchmaschinen gefunden werden.

Teilweise keine Verifizierung der E-Mail-Adressen

Laut Studie ist CloudMe anfällig für eine Reihe von Angriffen, wie Nutzernamenaufzählung, das Versenden unerwünschter Emails und die Übernahme von Benutzerkonten. Bei CrashPlan sei es nicht möglich, individuelle Einstellungen zu entfernen. Dropbox verifiziert E-Mail-Adressen bei der Registrierung nicht. Zudem werden Nutzer-Daten beim Hochladen nicht automatisch verschlüsselt. "Dropbox und andere verschlüsseln die Daten erst, wenn sie in der Cloud sind", sagt Institutsleiter Michael Waidner. 

Mozy verschlüsselt Dateien, aber nicht Dateinamen. Der Dienst verwaltet Duplikate zwischen Nutzern nicht sicher. Das bedeutet, dass Nutzer nach Dateinamen suchen können, die bereits von anderen bei Mozy hochgeladen wurden. Zudem würden schwache Passwörter akzeptiert, ohne dass der Nutzer informiert werde. 

Bei TeamDrive sei es nicht möglich, Geräte wieder zu entfernen, nachdem sie aktiviert wurden. Wenn Teilnehmer entfernt würden, würde der Verschlüsselungscode nicht geändert. Ubuntu One biete keine Verschlüsselung.

Untersuchung vom Januar 2012

Wuala verifiziere E-Mail-Adressen nach der Registrierung nicht. Die Codierung schütze nicht gegen Angreifer, die Zugang auf unverschlüsselte Dateien haben. URLs, die mit Nicht-Abonnenten geteilt werden, enthalten die Nutzernamen.

Das Fraunhofer-Institut hat die Dienste bereits im Januar 2012 untersucht. Seither sind einige Veränderungen vorgenommen worden. Die Liste finden Sie hier. Bei Mozy etwa tritt eine Schutzfunktion nach einer dreimaligen falschen Eingabe des Passworts ein. Dropbox verlangt inzwischen eine Verifizierung der E-Mail-Adresse, wenn Dateien mit Änderungsrechten mit anderen geteilt werden. Auch bei CloudMe, CrashPlan und TeamDrive wurde eine Reihe von Verbesserungen vorgenommen.  

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