Powerline-Adapter AV200+ von TP-Link im Test

Powerline-Software für Windows-Rechner

Die Adapter sind ab Werk mit einem Standard-Kennwort versehen und stellen auch ohne Verschlüsselung eine Powerline-Verbindung her. Man sollte das Stromnetzwerk aber mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung absichern. Dazu drückt man den Kopplungsbutton an der Unterseite beider Adapterpaare für zwei bis drei Sekunden. Neue Adapter, auch von anderen Herstellern, fügt man einfach durch ein ebenso langes Drücken des Verschlüsselungsbuttons am neuen Gerät und am bereits integrierten Adapter hinzu. Das klappte im Test problemlos mit dem Modell TL-PA511 von TP-Link, misslang aber mit den Adaptern Surf AV+ von Belkin.

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Alternativ gelingt die Verschlüsselung mit einer von TP-Link auf CD mitgelieferten Powerline-Software für Windows-Rechner. Dabei handelt es sich um dasselbe Programm, das der Hersteller auch dem Adapter TL-PA511 beilegt. Im Test bereitete die Software erneut Probleme bei der Erkennung weiterer Adapter im Netzwerk, die nicht direkt per LAN mit dem zentralen Computer verbunden waren. Eine neue Kennwortvergabe für das Netzwerk mithilfe des Programms schlug deshalb fehl. Das Programm ermöglicht zusätzlich auch einfaches Quality-of-Service-Management, um Datenverbindungen zu priorisieren, etwa Internet, Online-Gaming, Audio oder Video sowie Voice over IP.

Niedrigerer Verbrauch

Der Brutto-Datendurchsatz der TP-Link-Adapter liegt im Gegensatz zu den bisher getesten Powerline-Adaptern bei nur bis zu 200 statt bis zu 500 Megabit pro Sekunde. Im Test ergaben sich bei dem Modell rund 46 Megabit pro Sekunde als Durchschnitts-Datenrate. Damit lassen sich VDSL 25-Zugänge gut ausreizen, bei schnelleren VDSL-Leitungen mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde sind die leichten Einbußen zu verschmerzen. Das Testergebnis zeigt jedoch deutlich niedrigere Werte im Vergleich zu den meisten 500-Megabit-Powerline-Adaptern, bei denen das Tempo bei unseren Tests im Durchschnitt bei 70-80 Megabit pro Sekunde lag. 

Der Stromverbrauch ging bei dem 200-Megabit-Paar von TP-Link im Vergleich zu den moderneren 500 Megabit-Adaptern spürbar in den Keller. Der Hersteller selbst gibt eine Leistungsaufnahme unter drei Watt an, wir maßen sogar nur 1,3 Watt unter Volllast. Gerechnet mit einem Stromverbrauch von 23 Cent pro Kilowattstunde ergibt sich damit eine Belastung auf der Stromrechnung von rund 2,6 Euro im Jahr. 

Fazit: Geringerer Durchsatz, dafür günstig

Der Durchsatz hinkt den moderneren 500-Megabit-Powerline-Modellen hinterher. Wer viel Multimedia über das Netzwerk schaufelt, Online-Gaming zu seinen Hobbys zählt und in Mehrpersonen-Haushalten mit mehreren Rechner im Netzwerk lebt, dürfte mit dem Temporaten des TP-Link-Sets deshalb weniger zufrieden sein. Ansonsten taugen die Adapter aber auch für das Videostreaming in HD und bremsen schnelle 50-Megabit-Internetanschlüsse kaum aus. Hinzu kommt, dass das 200-Megabit-Modell weniger Strom verbraucht als neuere Powerline-Adapter und im Set für rund 45 Euro zu haben ist.

In der Testreihe von netzwelt zu Powerline-Adaptern wurden bereits mehrere Modelle unter die Lupe genommen: das Set FRITZ! Powerline 520E, D-Links Powerline-Adapter DHP-P501AV, die Icy Box-Adapter IB PL500D von Raidsonic, das Devolo-Paar dLAN 500 AVtriple+, das Set von TP-Link TL-PA511, die Adapter von Conrad PL500D mini, das Set von Netgear AV+ 500 Nano, die Adapter von Trendnet TPL-402E2K, Belkins Powerline-Geräte Play HD500 und das Modell Zyxel HD Powerline PLA4205.

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