Sie sind hier:
 

Powerline-Adapter AV200+ von TP-Link im Test
Für rund 45 Euro im Handel

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Mit Brutto-Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde bringt das preiswerte Adapter-Set weniger Tempo mit als modernere Powerline-Geräte. Aber taugt das Set auch für HD-Streaming? Die Adapter im netzwelt-Test.

Günstiges Powerline-Set: Mit Preisen ab rund 45 Euro gehören die Adapter AV200+ von TP-Link zu den preiswertesten Geräten im Powerline-Test. Dafür bringen die Modelle nur Brutto-Datenraten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde ins heimische Netzwerk. Auf eine integrierte Steckdose müssen Käufer aber nicht verzichten.

TP-Link gestaltet das mit der Produktbezeichnung TL-PA251KIT geführte Powerline-Modell wie die schon getesteten Adapter TL-PA511KIT des Herstellers in Schwarz-Weiß. Aber anders als das 500 Megabit-Set besitzen die Stromnetzwerk-Geräte auch eine eingebaute Steckdose. So kann die Wandsteckdose am Adapter weiter genutzt werden.

Wegen der integrierten Steckdose verbaut TP-Link die LED-Leuchten nicht am rechten Rand auf der Vorderseite wie beim Set TL-PA511KIT, sondern am unteren Rand. Wie üblich zeigen eine Power-, Powerline- und Ethernet-LED den Betriebsstatus an.

Powerline-Adapter AV200+ von TP-Link im Test

Bild 1 von 9
Alle Hersteller von Powerline-Adaptern, auch TP-Link, legen ihren Geräten Ethernet-Kabel bei. Ebenfalls im Lieferumfang: eine Mini-CD mit Anleitung und Software. (Bild: netzwelt)

Herkömmliche Ethernet-Schnittstelle

Einen Anhaltspunkt für den Datendurchsatz liefert die Powerline-LED im Gegensatz zum bereits getesteten Modell von TP-Link nicht: Ein grünes Leuchten steht für eine hergestellte Powerline-Verbindung, eine blinkende Anzeige für Datenübertragung. Ist die LED aus, befindet sich das Gerät entweder im Standby-Modus oder ist nicht mit einem Stromnetzwerk verbunden.

Im Vergleich zum Modell TL-PA511KIT müssen Anwender bei der Ethernet-Schnittstelle Abstriche machen: TP-Link verbaut einen herkömmlichen 10/100 MBit-Port. Wer keine Geräte mit einem höherwertigen Gigabit-Anschluss in den eigenen vier Wänden besitzt, kann von der möglichen schnelleren Datenübertragung im Heimnetzwerk aber ohnehin nicht profitieren.

Powerline-Software für Windows-Rechner

Die Adapter sind ab Werk mit einem Standard-Kennwort versehen und stellen auch ohne Verschlüsselung eine Powerline-Verbindung her. Man sollte das Stromnetzwerk aber mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung absichern. Dazu drückt man den Kopplungsbutton an der Unterseite beider Adapterpaare für zwei bis drei Sekunden. Neue Adapter, auch von anderen Herstellern, fügt man einfach durch ein ebenso langes Drücken des Verschlüsselungsbuttons am neuen Gerät und am bereits integrierten Adapter hinzu. Das klappte im Test problemlos mit dem Modell TL-PA511 von TP-Link, misslang aber mit den Adaptern Surf AV+ von Belkin.

Alternativ gelingt die Verschlüsselung mit einer von TP-Link auf CD mitgelieferten Powerline-Software für Windows-Rechner. Dabei handelt es sich um dasselbe Programm, das der Hersteller auch dem Adapter TL-PA511 beilegt. Im Test bereitete die Software erneut Probleme bei der Erkennung weiterer Adapter im Netzwerk, die nicht direkt per LAN mit dem zentralen Computer verbunden waren. Eine neue Kennwortvergabe für das Netzwerk mithilfe des Programms schlug deshalb fehl. Das Programm ermöglicht zusätzlich auch einfaches Quality-of-Service-Management, um Datenverbindungen zu priorisieren, etwa Internet, Online-Gaming, Audio oder Video sowie Voice over IP.

Niedrigerer Verbrauch

Der Brutto-Datendurchsatz der TP-Link-Adapter liegt im Gegensatz zu den bisher getesten Powerline-Adaptern bei nur bis zu 200 statt bis zu 500 Megabit pro Sekunde. Im Test ergaben sich bei dem Modell rund 46 Megabit pro Sekunde als Durchschnitts-Datenrate. Damit lassen sich VDSL 25-Zugänge gut ausreizen, bei schnelleren VDSL-Leitungen mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde sind die leichten Einbußen zu verschmerzen. Das Testergebnis zeigt jedoch deutlich niedrigere Werte im Vergleich zu den meisten 500-Megabit-Powerline-Adaptern, bei denen das Tempo bei unseren Tests im Durchschnitt bei 70-80 Megabit pro Sekunde lag.

Der Stromverbrauch ging bei dem 200-Megabit-Paar von TP-Link im Vergleich zu den moderneren 500 Megabit-Adaptern spürbar in den Keller. Der Hersteller selbst gibt eine Leistungsaufnahme unter drei Watt an, wir maßen sogar nur 1,3 Watt unter Volllast. Gerechnet mit einem Stromverbrauch von 23 Cent pro Kilowattstunde ergibt sich damit eine Belastung auf der Stromrechnung von rund 2,6 Euro im Jahr.

Fazit: Geringerer Durchsatz, dafür günstig

Der Durchsatz hinkt den moderneren 500-Megabit-Powerline-Modellen hinterher. Wer viel Multimedia über das Netzwerk schaufelt, Online-Gaming zu seinen Hobbys zählt und in Mehrpersonen-Haushalten mit mehreren Rechner im Netzwerk lebt, dürfte mit dem Temporaten des TP-Link-Sets deshalb weniger zufrieden sein. Ansonsten taugen die Adapter aber auch für das Videostreaming in HD und bremsen schnelle 50-Megabit-Internetanschlüsse kaum aus. Hinzu kommt, dass das 200-Megabit-Modell weniger Strom verbraucht als neuere Powerline-Adapter und im Set für rund 45 Euro zu haben ist.

In der Testreihe von netzwelt zu Powerline-Adaptern wurden bereits mehrere Modelle unter die Lupe genommen: das Set FRITZ! Powerline 520E, D-Links Powerline-Adapter DHP-P501AV, die Icy Box-Adapter IB PL500D von Raidsonic, das Devolo-Paar dLAN 500 AVtriple+, das Set von TP-Link TL-PA511, die Adapter von Conrad PL500D mini, das Set von Netgear AV+ 500 Nano, die Adapter von Trendnet TPL-402E2K, Belkins Powerline-Geräte Play HD500 und das Modell Zyxel HD Powerline PLA4205.

Kommentare zu diesem Artikel

Mit Brutto-Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde bringt das preiswerte Adapter-Set weniger Tempo mit als modernere Powerline-Geräte. Aber taugt das Set auch für HD-Streaming? Die Adapter im netzwelt-Test.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt. Diskutieren Sie im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt Diskutieren!
  • nalor78 schrieb Uhr
    AW: Preiswert: Powerline-Adapter AV200+ von TP-Link im Test

    Hallo! Weil ich die Info sonst nirgends gefunden habe hier der Hinweis das in den TL-PA251 der neue Atheros INT6400A Chipsatz verbaut wird, der im Vergleich zum älteren 6300 sehr stromsparend ist. Habe extra einen meiner Adapter aufgeschraubt :) Bin damit auch - gemessen am Preis - rundum zufrieden!
  • Firestarter schrieb Uhr
    AW: Preiswert: Powerline-Adapter AV200+ von TP-Link im Test

    Hallo,

    das Set ist für rund 45 Euro bei mehreren Versandhändlern zu haben. Bei der Angabe 30 Euro handelte es sich um einen Fehler, der korrigiert wurde. 45 Euro ist trotzdem ein günstiges Angebot.

    Firestarter
  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Preiswert: Powerline-Adapter AV200+ von TP-Link im Test

    Hier hilft die bevorzugte Suchmaschine. Die 30 Euro beziehen sich jedoch - soweit ich das beurteilen kann, nur auf einzelne Adapter - nicht auf das Set. Bitte auch beachten, dass zu den Kosten für den Powerline-Adapter eventuell noch Versandkosten hinzukommen.
  • bentakle schrieb Uhr
    AW: Preiswert: Powerline-Adapter AV200+ von TP-Link im Test

    Hallo, woher bekomme ich denn das Set für 30€?

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

article
34605
Powerline-Adapter AV200+ von TP-Link im Test
Powerline-Adapter AV200+ von TP-Link im Test
Das Set von TP-Link überträgt zwar brutto nur bis zu 200 Megabit pro Sekunde, ist dafür aber günstiger zu haben als Modelle mit höherem Durchsatz.
http://www.netzwelt.de/news/92253-powerline-adapter-av200-tp-link-test.html
2012-05-14 16:41:23
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2012/4974/37985.jpg
News
Powerline-Adapter AV200+ von TP-Link im Test