Was CMOS, Megapixel, Brennweiten und Bildschirmgrößen bedeuten
Kaufberatung Digitalkamera: Foto-Technik kurz und knapp erklärt
Bildsensoren, Auflösung und Zoomfaktoren - die Werbung für Digitalkameras wirft mit schön klingenden Werten um sich, doch eine Erklärung erhält der Verbraucher nicht. In diesem Kaufberater wollen wir kurz und knapp einige Begriffe aus der Digitalkamera-Welt erklären - teilweise sind ausführliche Artikel verlinkt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Bildsensor: Das Auge der Kamera
- 2Auflösung: Megapixel sind nicht alles
- 3Bildprozessor: Fleißiger Arbeiter
- 4Objektiv: Fest eingebaut oder zum Wechseln
- 5Sucher und Bildschirm: Motivwahl und Menü-Bedienung
- 6Speichermedien: SD-Karten auf dem Vormarsch
- 7Anschlüsse: Mehr als nur Dateiübertragung und Bildwiedergabe
- 8Stromversorgung: Ohne Energie bleibt die Kamera dunkel
Bildsensor: Das Auge der Kamera
Mit CMOS, Live-MOS und CCD existieren drei unterschiedliche Arten von Bildsensoren, deren verschiedene Technologien inzwischen aber für den normalen Nutzer keine erkennbaren Qualitätsunterschiede mehr aufweisen.
Viel wichtiger für die spätere Bildqualität ist die Größe der Sensorfläche. Diese wird teilweise immer noch in einer ungewöhnlichen Einheit gemessen. So weisen zum Beispiel die Chips in den meisten Kompaktkameras eine Größe von 1/2,33 Zoll auf, hochwertige Modelle kommen auf 1/1,7 Zoll. Diese Flächenangabe stammt noch aus der Zeit der Bildaufnahmeröhren. Die Seiten der Kompaktkamerasensoren sind etwa 6,1 bis 7,1 x 4,5 bis 5,2 Millimeter lang.
Bei den größeren Bildsensoren von System- und Spiegelreflexkameras existieren teilweise herstellerspezifische Formate, deren Kantenlängen jedoch üblicherweise in Millimetern angegeben werden. Ihre Fläche ist etwa vier bis sechs Mal größer als bei den kleinen Sensoren.

Eine vergleichsweise neue Entwicklung stellen rückseitig belichtete Bildsensoren dar. Bei der herkömmliche Bauweise werfen elektrische Leitungen Schatten auf die lichtempfindliche Schicht. Bei den umgedreht aufgebauten Chips gelangt das einfallende Licht komplett auf den Sensor. Für den Fotografen entsteht in der Praxis eine etwas längere Belichtungszeit.
Fazit: Bei Kompakt- und Bridgekameras stehen nur kleinflächige Sensoren zur Auswahl. Bei Systemkameras schwanken die Größen ein wenig und in Spiegelreflexkameras steckt immer ein großer Bildsensor.






