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Belkin: Powerline-Adapter Play HD500 im Test
Ab rund 95 Euro erhältlich

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Mit Brutto-Datenraten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde sollen die Powerline-Adapter Play HD500 von Belkin einen kräftigen Datendurchsatz ermöglichen. In der Praxis bleibt davon nur ein Bruchteil übrig. Die Werte liegen im Vergleich zu anderen Geräten aber im oberen Mittelfeld.

Gut geeignet fürs HD-Streaming: Mit kräftigem Datendurchsatz reizen die Powerline-Adapter Play HD500 von Belkin schnelle VDSL-Anschlüsse aus und bringen auch hochauflösende Medien auf Netzwerkgeräte. Auf ein paar Beigaben und eine durchleitende Steckdose muss man verzichten.

Belkins kompakte Adapter Play HD500 sind bisher die einzigen Powerline-Geräte des Herstellers mit einem Brutto-Datensatz von bis zu 500 Megabit pro Sekunde. Eine eingebaute Steckdose ist im Gegensatz zum 200-Megabit-Set Surf AV+ nicht vorhanden. Dafür sind die schwarzen Geräte kompakter in der Größe.

An der Unterseite verbaut der Hersteller eine herkömmliche RJ45-Ethernet-Schnittstelle, Adapter mit Gigabit-Schnittstelle hat Belkin noch nicht an den Start gebracht. Wer einen eingebauten Switch benötigt, etwa weil er mehrere Netzwerkgeräte per Stromadapter ins Internet bringen will, sollte sich den Share AV 3-Port ansehen.

Belkin: Powerline-Adapter Play HD500 im Test

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Wie andere Hersteller von Powerline-Geräten legt auch Belkin Ethernet-Kabel zur Vernetzung bei. Eine Installationsanleitung gibt es nur auf CD oder im Web auf der Belkin-Seite. (Bild: netzwelt)

LED zeigt Transferrate

Das Adapterset Play HD500 ist ähnlich den Stromnetzwerk-Geräten anderer Hersteller aufgebaut: an der Unterseite ein Reset-Knopf, eine Ethernet-Schnittstelle sowie ein Kopplungsschalter; an der Front LEDs, die Aufschluss über den Betriebszustand geben. Die Powerline-Diode gibt dabei Anhaltspunkte über den ungefähren Datendurchsatz. Grün steht für eine exzellente Übertragungsrate größer als 80 Megabit pro Sekunde, orange bedeutet eine Transferrate zwischen zehn und 80 Megabit pro Sekunde. Bei roter LED liegt die Übertragungsgeschwindigkeit unter zehn Megabit pro Sekunde.

Leider informiert darüber nur ein Handbuch auf CD, eine gedruckte Anleitung - zumindest in kurzer Form, wie sie andere Hersteller ihren Powerline-Adaptern beilegen - fehlt. Ebenso vermissten wir eine Software zur Administration der Adapter, wie sie einige Mitbewerber bieten. Ethernet-Kabel zum Anschluss der Geräte ans Netzwerk liegen aber bei.

Netzwerk-Einrichtung

Wer die Adapter zur Einrichtung eines Strom-Netzwerks verwendet, versetzt die Geräte zunächst durch kurzes Betätigen der Sicherheitstaste in den Kopplungsmodus. Danach tauschen die Adapter ein sicheres Kennwort aus, was an der rot und schnell blinkenden Powerline-LED zu erkennen ist. Ist der Vorgang abgeschlossen und ein Netzwerk hergestellt, leuchtet die Powerline-LED durchgängig grün.

Weitere Adapter lassen sich erwartungsgemäß einfach durch die Verschlüsselungstaste auf einem der bereits bestehenden Belkin-Adapter hinzufügen. Das neue Gerät versetzt man ebenfalls durch ein kurzes Drücken der entsprechenden Taste in den Kopplungsmodus. Eine Einbindung eines Powerline-Adapters von Zyxel klappte ohne Probleme. Die Verschlüsselung erfolgt per 128 Bit AES.

Durchsatz im guten Bereich

Interessanterweise bestehen bei den Belkin-Geräten andere Zeitintervalle zur Einbindung des neuen Geräts als bei anderen Herstellern: So teilt der Hersteller in der Bedienungsanleitung mit, dass die Verschlüsselungstaste am Client-Gerät innerhalb von einer Minute nach Betätigen des Kopplungsbuttons auf einem der bestehenden Adapter gedrückt werden muss. Das konnten wir im Test nicht nachvollziehen. Bei anderen Herstellern und ihren Powerline-Adaptern ist das Zeitintervall zur Verschlüsselung in der Regel auf zwei Minuten taxiert. Da die Betriebsanzeige bei Synchronisation des Kennworts zwei Minuten leuchtet, könnte es sich letztlich auch um eine fehlerhafte Angabe im Handbuch halten.

Mit bis zu 500 Megabit pro Sekunde sollen sich die Play HD500 Powerline-Adapter von Belkin auch zum Streamen von hochauflösenden Videos eignen. Netto bleibt davon - wie bei allen anderen Powerline-Adaptern im Test - nur ein Bruchteil übrig. So erzielten wir als bestes Ergebnis einen Datendurchsatz von rund 91 Megabit pro Sekunde. Als schlechtester Wert ergab sich ein Tempo von knapp 73 Megabit pro Sekunde. Das mittlere Ergebnis lag bei rund 84 Megabit pro Sekunde. Aus den drei Werten ergibt sich damit ein Durchschnittswert von 83 Megabit pro Sekunde.

Schnelle Internet-Anschlüsse ausreizen

Damit liegen die Belkin-Adapter bei den Durchsatz-Werten im oberen Mittelfeld im Vergleich zu den Konkurrenzgeräten. Hinzugefügt sei, dass sich in anderen Stromnetzwerken auch ganz andere Messwerte ergeben können. Einen Schluss lässt das netzwelt-Ergebnis dennoch zu: Auch die Adapter von Belkin reizen VDSL-Anschlüsse aus und sind zum Streamen von HD-Inhalten geeignet.

Belkin gibt keinen Stromverbrauch für seine Powerline-Adapter an. Wir maßen im Test unter Volllast einen Durchschnittswert von 4,96 Watt. Das ergibt einen Preis von rund 9,4 Euro am Jahresende für den Verbrauch der Geräte, gerechnet mit einem Kilowattpreis pro Stunde von 23 Cent.

Fazit: Reif fürs Home Entertainment

Der Trend der Hersteller, eine Kurzanleitung nur auf CD beizulegen, ist aus ökologischer Sicht zu begrüßen, für unerfahrene Nutzer aber umständlich, denn erst mit eingeschaltetem Rechner erfährt man Näheres zur Inbetriebnahme. Abgesehen davon - und das ist entscheidender - liefern die Belkin-Adapter gute Durchsatzwerte. Auch die robuste Verarbeitung gefiel. Leider fehlt eine Powerline-Software, aber das lässt sich verschmerzen. Die Belkin-Adapter sind übers Netz für 95 Euro erhältlich.

In der Testreihe von netzwelt zu Powerline-Adaptern wurden bereits mehrere Modelle unter die Lupe genommen: das Set FRITZ! Powerline 520E, D-Links Powerline-Adapter DHP-P501AV, die Icy Box-Adapter IB PL500D von Raidsonic, das Devolo-Paar dLAN 500 AVtriple+, das Set von TP-Link TL-PA511, die Adapter von Conrad PL500D mini, das Set von Netgear AV+ 500 Nano und die Adapter von Trendnet TPL-402E2K.

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Mit Brutto-Datenraten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde sollen die Powerline-Adapter Play HD500 von Belkin einen kräftigen Datendurchsatz ermöglichen. In der Praxis bleibt davon nur ein Bruchteil übrig. Die Werte liegen im Vergleich zu anderen Geräten aber im oberen Mittelfeld.

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Belkin: Powerline-Adapter Play HD500 im Test
Belkin: Powerline-Adapter Play HD500 im Test
Die Strom-Netzwerkadapter von Belkin Play HD500 sollen hohe Durchsatzraten ermöglichen. Lohnt sich die Anschaffung?
http://www.netzwelt.de/news/92183-belkin-powerline-adapter-play-hd500-test.html
2012-05-09 16:45:03
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2012/4965/37889.jpg
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