Software-Schwäche bereits vor zehn Jahren erkannt

Nokia: Ex-Chef Ollila gesteht Fehler ein

Nokias Ex-Chef Jorma Ollila hat in einem Interview im finnischen Fernsehen Fehler eingestanden. Bereits vor zehn Jahren habe es Stimmen im Unternehmen gegeben, dass Nokia mehr in den Bereich Handy-Software investieren müsse. Man habe damals aber nicht genug unternommen, sonst stünde das Unternehmen heute besser da, ist sich Ollila sicher.

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Selbstkritisch: Nokias Ex-Chef Jorma Ollila. (Bild: Nokia)
Selbstkritisch: Nokias Ex-Chef Jorma Ollila. (Bild: Nokia)
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"Ja! Es begann alles mit den schwachen Fähigkeiten unserer Software-Plattform und der Tatsache, dass dies nicht unbedingt eine europäische Stärke ist. Wir haben vor zehn Jahren - gegen Ende der 90er, Anfang 2000 - beschlossen, dass dies Nokias Stärke werden sollte. Wir waren aber nicht fähig, es auszubauen", sagte Ollila laut dem finnischen Fernsehsender YLE. Ollila zufolge hätte es damals einen radikalen Umbruch benötigt, der den ganzen Konzern aufgeweckt hätte.

Umbruch erfolgte erst später

Dieser Umbruch erfolgte aber erst Anfang 2011, als der neue Chef Stephen Elop eine Kooperation mit seinem ehemaligen Arbeitgeber Microsoft verkündete. Nach einer Übergangsphase setzt Nokia künftig auf Microsofts Handy-OS Windows Phone anstatt auf die selbstentwickelte Software Symbian. Elop löste im September 2010 Olli-Pekka Kallasvuo als Nokia-Chef ab. Kallasvuo hatte 2006 Ollila an der Spitze von Nokia beerbt. Ollila hatte seit 1999 Nokia vorgestanden, zuvor hatte er bereits 14 Jahre lang beim Handy-Hersteller in verschiedenen Funktionen gearbeitet.

Trotz der Verfehlungen in der Vergangenheit glaubt Ollila, dass Nokia zur alter Stärke zurückfinden wird, bis dahin sei es aber ein langer Weg, "nahezu ein Marathon", sagte der Ex-Chef dem finnischen Fernsehen.

Im vergangenen Quartal enttäuschte Nokia die Investoren mit einer Gewinnwarnung

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