Street View-Datenpanne

Überwachung wie bei Orwell: EU-Kommissarin kritisiert Google

Nach neuen Erkenntnissen zur Street View-Datenpanne hat EU-Justizkommissarin Viviane Reding Google heftig kritisiert. Hintergrund ist die Enthüllung, dass offenbar mehrere Mitarbeiter gewusst haben, dass die Street View-Autos von Google sensible Daten unverschlüsselter WLAN-Netze aufzeichneten. Der Suchmaschinenriese Google hatte zuvor beteuert, dass es sich dabei um einen Fehler handelte.

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"Ich habe den Eindruck, dass die Verantwortlichen von Google in diesem Fall das europäische Datenschutzrecht mit den Füßen treten", sagt Kommissarin Reding laut Spiegel-Vorabbericht. Sie spricht von einem "planmäßigen Sammeln von Wifi-Daten ohne Kenntnis und Einwilligung der Bürger". Dies wecke "schlimmste Erinnerungen an einen orwellschen Überwachungsapparat".

Datenschützer fühlen sich getäuscht

In der vergangenen Woche legte ein ungekürzt veröffentlichter Bericht der Federal Communications Commission (FCC) nahe, dass weitere Projektmitarbeiter von der Datenspeicherung wussten. Mehrere Datenschützer fühlten sich deshalb von Google getäuscht, weil das Unternehmen den Vorfall zuvor als Fehler bezeichnet hatte.

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