Die Lautstärkepegelregelung R 128 schafft Ruhe

R 128 soll die Pegel normalisieren

Jetzt soll die eingangs erwähnte Richtlinie R 128 der europäischen Rundfunkunion Abhilfe schaffen. Der "Vater" der Richtlinie heißt Florian Camerer und ist Tonmeister beim Österreichischen Rundfunk (ORF). Daneben ist Camerer Vorsitzender der Lautheitsgruppe innerhalb der EBU.

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Die Richtlinie empfiehlt zunächst eine neue Art der Lautstärkemessung. Experten benutzen hier eher den Begriff der Lautheit. Unter Lautheit verstehen sie die "proportionale Abbildung des menschlichen Lautstärkeempfindens". Gemessen und angegeben wird die Einheit in Sone. Es geht also um das "Lautstärkeempfinden" des Menschen, was eine sehr subjektiv geprägte und komplizierte Angelegenheit sein kann. In die Lautheits-Richtlinie fließen dementsprechend verschiedene Parameter wie allgemeine "Lautheit des Programms", "Loudness Range" sowie der "Peak Level" ein. Die differenzierte Messung in Kombination mit einer maßvollen Einstellung der Lautheit der einzelnen Programme soll letztendlich dazu beitragen, dass die Pegel der verschiedenen Sender und Programme aneinander angeglichen werden.

Die Richtlinie R 128 wurde als Empfehlung der Europäischen Rundfunkunion (EBU) im Herbst 2011 veröffentlicht. Die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland haben bereits angekündigt, die Richtlinie umzusetzen zu wollen.

Es ist höchste Zeit, dass sich die Zuständigen bei den TV-Sendern um das Thema kümmern. Im Zeitalter von HD-Fernsehen und 3D sollte auch der Ton endlich auf den neuesten Stand gebracht werden.

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