Sie sind hier:
  • Digitalkamera
  • Kaufberatung Digitalkamera - Welcher Kameratyp passt zu mir?
 

Kaufberatung Digitalkamera - Welcher Kameratyp passt zu mir?
Für jeden die passende Digitalkamera

von Dennis Imhäuser Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Beim Kauf einer Digitalkamera steht der Nutzer zuerst vor der Wahl, aus welcher Kategorie sein Fotoapparat stammen soll. Mit Kompakt-, Bridge-, System- und Spiegelreflexkameras und dem Smartphone stehen unterschiedliche Modellarten zur Auswahl, die unterschiedliche Vorzüge und Nachteile aufweisen. Welche passt zu welchen Fotografen? Netzwelt versucht die Frage für euch zu klären.

Digitalkameras für Privatanwender und ambitionierte Hobbyfotografen - alle Kameraklassen auf einem Blick: Vom Smartphone über Kompaktkamera bis hin zur Spiegelrefelxkamera. (Quelle: netzwelt)

Die Auswahl an Digitalkameras ist groß und auf den ersten Blick unübersichtlich. Doch zum Glück lassen sich die Fotoapparate in fünf Klassen einteilen, die sich jeweils durch unterschiedliche Eigenschaften und Einsatzzwecke auszeichnen. Der netzwelt-Einkaufsberater verschafft euch einen Überblick und erklärt, für wen sich Kompakt-, Bridge-, System- und Spiegelreflexkameras oder das Smartphone jeweils am Besten eignen.

Smartphones: Der Einstieg

Die meisten Nutzer fotografieren heutzutage erst einmal mit ihrem Smartphone. In den letzten Jahren hat sich der Handy-Markt rasant entwickelt. Das Handy hat den Absatz von Kompaktkameras deutlich verringert. Heute fotografieren wir immer und überall mit unserem Smartphone, weil wir es immer dabei haben. Zudem haben Soziale Netzwerke einen größeren Stellenwert in menschlicher Kommunikation eingenommen und was ist einfacher, als ein Foto auf Facebook, Twitter oder Flickr mit dem Smartphone zu teilen?

Dementsprechend eignen sich Smartphones für alle, die gerne Selfies machen und auf einen optischen Zoom verzichten können. Die Qualität wird zwar besser, doch gute Kamera-Handys kosten meist auch viel Geld. Generell kann jeder mit dem Smartphone aber schon viel aus den Fotos machen. Dank zahlreicher Apps zum "verbessern" der Bilder ist auch die Bearbeitung am Smartphone dank Toucheingabe kinderleicht. Einige Apps erlauben gar die manuelle Steuerung der Smartphone-Kamera. Dort können sich Hobbyfotografen kreativ austoben.

Das Nokia Lumia 1020 bietet eine 41-Megapixel-Kamera. Die Smartphonehersteller verbessern kontinuierlich die Digitalkameras in ihren Modellen. Das hat zur Folge, dass mehr Bilder als je zuvor gemacht werden, aber günstige Kompaktkameras in der Bedeutungslosigkeit verschwinden könnten.

Der ganze Spaß wird nur durch die meist kleinen Sensoren und den digitalen Zoom beschränkt. Letzterer sorgt für eine deutlich schlechtere Bildqualität. Der optische Zoom ist nahezu das einzige Kaufargument für eine Kompaktkamera.

Die besten von netzwelt getesteten Kamera-Smartphones finden Sie hier.

Kompaktkamera: Mit optischem Zoom

Bei den Kompaktkameras handelt es sich um die kleine Digitalkameras, die aber trotzdem mit einer umfangreichen Ausstattung aufwarten können. Das Angebot reicht von günstigen Einsteigermodellen für weniger als 100 Euro bis hin zu Spitzengeräten für mehr als 500 Euro. In den vergangenen Jahren wird der Markt kontinuierlich kleiner, was vor allem an den immer besseren Smartphone-Kameras liegen dürfte. Die Hersteller haben reagiert und stutzen das Angebot kontinuierlich. Gerade hochwertige Premium-Kompaktkameras scheinen im Trend der Zeit zu liegen.

Kompaktkameras passen in die meisten Hand- und Jackentaschen und teilweise sogar in Hosentaschen. Sie verfügen über ein fest verbautes Zoomobjektiv und einen Bildschirm auf der Rückseite, der als Sucher, zur Bildkontrolle und zur Anzeige des Menüs dient. Mit Ausstattungsmerkmalen wie einem Touchscreen, großen Brennweiten, GPS-Empfängern oder wasserdichten Outdoor-Gehäusen stehen auch Kameras für spezielle Wünsche bereit.

Tipp zum Kauf einer Kompaktkamera: Achtet darauf, dass die Kamera möglichst wenige Megapixel und wenig Zoom hat. die Bilder werden es euch danken. Gerade in der günstigen Einsteigerklasse zwischen 100 und 200 Euro tummeln sich viele Pixel auf kleinen Sensoren. Hier gilt weniger ist mehr. Nicht umsonst sind die teuren Premium-Kompaktkameras ab 500 Euro mit wenigen Megapixeln und großen Sensoren ausgestattet.

Kompaktkameras wie die Panasonic Lumix TZ61 eignen sich besonders für unterwegs.

Da die Kameras vor allem für Schnappschüsse gedacht sind und auch Einsteigern das Fotografieren leicht machen sollen, verfügen sie nicht nur über ein vollautomatisches Aufnahmeprogramm, sondern auch über eine jeweils unterschiedliche Zahl an Szenenprogrammen für verschiedene typische Aufnahmesituationen.

Kompaktkameras eignen sich nicht nur für Einsteiger, die noch nicht wissen, wie oft sie wirklich fotografieren, sondern sind auch als ständige Begleiter im Urlaub und Alltag geeignet, die deutlich weniger Platz beanspruchen als alle anderen Digitalkamera-Typen.

Die besten von netzwelt getesteten Kompaktkameras finden Sie hier.

Bridgekamera: Zwischenlösung

Bei Bridgekameras handelt es sich - wie der Name schon erahnen lässt - um eine Brückentechnologie, die Eigenschaften von Kompakt- und Spiegelreflexkameras vereint. Einfach formuliert bestehen sie aus Kompaktkameras, die fest mit einem großem Objektiv verbunden sind.

Bridgekameras wie die Sony Cyber-shot RX10 sind ein Mix aus Kompakt- und Spiegelreflexkameras.

Im Vergleich bieten Bridgekameras in ihrem größeren Gehäuse gegenüber Kompaktkameras vor allem einen größeren Brennweitenbereich. Sie sind allerdings schon in Zoombereiche vorgedrungen, die sich selbst mit optischen Bildstabilisatoren nur schwer aus der Hand aufnehmen lassen. Auch die kleinste Bewegung der Hand kann dabei zu einem verwackelten Bild führen - ein Stativ kann hier also notwendig sein.

In Sachen Bildqualität und Bedienkomfort lassen sich die Bridgekameras mit kompakten Modellen vergleichen. Sie lohnen sich vor allem für Fotografen, die den großen Brennweitenbereich nutzen wollen, aber auf Wechselobjektive verzichten können. zudem bieten Bridgekameras häufig auch einen Makromodus. Bei günstigen Modellen ist mit deutlichen Qualitätsverlusten aufgrund des hohen Zoombereichs zu rechnen. Häufig verzeichenen die Objektive im Weitwinkel sehr stark und im Telebereich neigen die Objektive schnell zu Farbsäumen.Eine Ausnahme bilden oftmals teuere Premium-Modelle, wie die Sony Cyber-shot RX10 und die Panasonic FZ1000. Beide kosten allerdings um die 1.000 Euro.

Die besten von netzwelt getesteten Bridgekameras finden Sie hier.

Systemkamera (DSLM): Die DSLR-Konkurrenz

Systemkameras (DSLM) haben sich unlängst auf dem Kameramarkt etabliert. Wechselobjektiv und Sensoren, die zuvor nur digitalen Spiegelreflexkameras vorbehalten zeichnen eine DSLM aus. Die Kameras bieten durch ihre größeren Bildsensoren eine Bildqualität auf dem Niveau einer DSLR.

Systemkameras haben sich zu einer ernsthaften Konkurrenz entwickelt. Sie stehen DSLRs in nichts nach. Der Fotograf muss sich zwischen hervorragenden elektronischen Sucher einer Systemkamera oder dem optischen Sucher einer DSLR entscheiden - Bildqualität und Geschwindigkeit stimmen bei beiden Klassen. (Quelle: Netzwelt)

Die auswechselbaren Objektive ermöglichen eine ähnlich kreative Nutzung wie Spiegelreflexkameras, wobei die Systemmodelle deutlich leichter und kleiner sind. Durch das geringere Auflagemaß können die Hersteller Objektive in einem gewissen Maß bei gleicher Lichtstärke kleiner realisieren. Zudem benötigt man keinen Platz für den Spiegel, weshalb die Kameragehäuse ebenfalls kleiner ausfallen. Systemkameras beanspruchen also weniger Platz im Gepäck und ziehen mit ihrem Tragegurt nicht so stark an der Schulter.

Systemkameras sind für Fotografen eine gute Wahl, die eine bessere Bildqualität erwarten, die Wechselobjektive einsetzen wollen, denen Spiegelreflexkameras zu groß sind oder deren Motive durch das Klicken des Spiegels aufschrecken würden. Gerade bei der Makrofotografie spielt die Systemkamera den Vorteil wegen des fehlenden Spiegels aus. Unter extremen Belichtungszeiten kann es eben nicht zu Erschütterungen durch den Spiegel kommen. Hinzu kommt, das Kamerahersteller gerne an einer Spiegelvorauslösung in günstigen Modellen sparen.

Die besten von netzwelt getesteten Systemkameras finden Sie an dieser Stelle.

Spiegelreflexkamera (DSLRs): Optischer Sucher und große Sensoren

Für viele noch die Königsklasse der Digitalkameras verfügt, wie der Name verrät, wirklich über einen Spiegel. Dieser klappt hörbar nach oben, um das durch das Objektiv einfallende Licht nicht mehr zum Sucher zu leiten, sondern auf den Bildsensor fallen zu lassen. Diese verfügen über eine größere Fläche als die Chips in Kompakt- und Bridgekameras, was in der Regel zu einer deutlich besseren Bildqualität führt.

Die Wechselobjektive eröffnen den Nutzern mit DSLR-Kameras, wie die Spiegelreflexmodelle in Anlehnung an ihren englischen Namen (digital single-lens reflex) auch genannt werden, viele verschiedene Blickwinkel auf ein Motiv. Zur Auswahl stehen Brennweiten vom extrem weitwinkligen Fish-Eye-Objektiv mit Rundumblick bis hin zum 500- oder 600-Millimeter-Teleobjektiv für Aufnahmen aus großer Entfernung.

Die Nikon D750 ist eine Spiegelreflexkamera, die wie alle Modelle ihrer Klasse professionelles Fotografieren ermöglicht. (Quelle: netzwelt)

Fotografen können bei Spiegelreflexkameras alle Aufnahmeeinstellungen manuell vornehmen und neben dem Objektiv auch ein Blitzlicht, einen GPS-Logger oder ein Mikrofon für Filmaufnahmen anschließen, die auch im DSLR-Bereich zum Standard geworden sind.

Spiegelreflexkameras (DSLR) eignen sich für alle Nutzer, die sich intensiver mit der Fotografie beschäftigen und viele Bilder aufnehmen wollen. Die große Auswahl an Objektiven bietet die Möglichkeit, sich auf unterschiedliche Spielarten der Fotografie zu spezialisieren. Allerdings muss die Bereitschaft bestehen, eine vergleichsweise große und schwere Kamera mit Zubehör mit sich herumzutragen. All diese Eigenschaften vereinen mittlerweile auch Systemkameras und so bleibt als Alleinstellungsmerkmal einer DSLR der optische Sucher.

Die besten von netzwelt getesteten Spiegelreflexkameras finden Sie hier.

Kommentare zu diesem Artikel

Beim Kauf einer Digitalkamera steht der Nutzer zuerst vor der Wahl, aus welcher Kategorie sein Fotoapparat stammen soll. Mit Kompakt-, Bridge-, System- und Spiegelreflexkameras und dem Smartphone stehen unterschiedliche Modellarten zur Auswahl, die unterschiedliche Vorzüge und Nachteile aufweisen. Welche passt zu welchen Fotografen? Netzwelt versucht die Frage für euch zu klären.

Deine Meinung ist gefragt. Diskutiere im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

Ashampoo-Download-Logo
article
34467
Kaufberatung Digitalkamera - Welcher Kameratyp passt zu mir?
Kaufberatung Digitalkamera - Welcher Kameratyp passt zu mir?
Die Auswahl an Digitalkameras ist groß, doch sie lassen sich in fünf Kategorien aufteilen, wobei jede spezielle Eigenschaften aufweist. Welches Modell eignet sich für euch?
http://www.netzwelt.de/news/92104-kaufberatung-digitalkamerawelcher-kamertyp-passt-mir.html
2014-11-27 17:13:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw1440_sh1080_sx0_sy0_sr4x3_nu0/picture/original/2014/11/digitalkameras-privatanwender-ambitionierte-hobbyfotografen-kameraklassen-blick-smartphone-ueber-kompaktkamera-hin-spiegelrefelxkamera-147972.jpeg
News
Kaufberatung Digitalkamera - Welcher Kameratyp passt zu mir?