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Ghost Recon - Future Soldier: Erste Eindrücke des Shooters
Ab 24. Mai im Handel

von Lisa Bruness Uhr veröffentlicht

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Bei Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier zählen das Team und die Taktik, Alleingänge im Rambo-Stil sind zwar möglich, allerdings wurde der Shooter gerade dafür nicht entwickelt. Dies stellte sich nicht nur beim Anspielen auf dem Presse-Event von Ubisoft heraus, sondern wurde auch vom Creative Director des Spiels im Interview betont.

In welchem Jahr genau Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier spielt, das möchte Ubisoft nicht verraten. Dass es sich dabei um die Zukunft handelt, wird jedoch deutlich. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Elite-Soldaten. Dieser ist mit einem Ghost-Team auf der Suche nach Attentätern, die ein ganzes Ghost Squad mit einer Bombe auslöschten. Das Team begibt sich auf die Jagd nach einem Waffenschmuggler-Ring. Dabei führt es den Spieler an die unterschiedlichsten Orte der Welt, von Südamerika über Afrika bis hin zur norwegischen Grenze und nach Russland.

Fokus auf Koop-Modus

Ghost Recon: Future Soldier bietet dabei drei unterschiedliche Spielmodi an. Zum einen gibt es die klassische Kampagne, die auch als Koop spielbar ist. Zum anderen den Online-Multiplayer, bei dem zwei Teams gegeneinander antreten. Die dritte Option ist der Guerilla-Modus, eine Art Survival-Modus, bei dem die Gegner in Wellen kommen. Wie netzwelt im Interview mit Jean-Marc Geffroy, Creative Director bei Ubisoft, erfuhr, lag der Fokus bei der Entwicklung des Spiels auf dem Koop-Modus.

Davon würde auch die Kampagne profitieren, die von einem bis zu vier Nutzern gespielt werden kann. Sollten keine drei Freunde für den Koop-Modus bereitstehen, werden die restlichen Mitspieler von computergesteuerten Figuren ersetzt. Vor dem Hintergrund des geplanten zwölfstundigen Koop-Modus lag ein Augenmerk bei der Spielentwicklung auf der Künstlichen Intelligenz (KI). Im Unterschied zu anderen Shootern folgt die KI bei Ghost Recon: Future Soldier keinem Skript, sondern ist reaktiv. Die KI selbst weiß somit nicht, ob es sich bei den anderen Spielern ebenfalls um KI oder um einen Menschen handelt. Die Künstliche Intelligenz handelt dadurch autonom und reagiert auf Bedrohungen unterschiedlich.

Neue Elemente bei Ghost Recon: Future Soldier

Spieler dürfen sich bei Ghost Recon: Future Soldier über einige neue Elemente in dem Shooter freuen. Ein wichtiges Element dabei ist die optische Tarntechnologie. Diese lässt sich per Knopfdruck auf dem Controller aktivieren, wodurch der Spieler für Gegner schwerer zu erkennen ist - komplett unsichtbar ist er aber nicht. Dies erleichtert dem Nutzer das Heranschleichen und ermöglicht beinahe lautlose Tötungen.

Hilfreich für die Taktik des Spielers ist unter anderem die ferngesteuerte Aufklärungsdrohne, die der Spieler in einer der ersten Missionen erhält. Mit ihr kann der Nutzer über das Schlachtfeld fliegen und Informationen sammeln. Außerdem können Spieler die Drohne auch nutzen, um einen sogenannten synchronisierten Schuss zu koordinieren. Durch diesen und mithilfe der Drohne kann der Anwender bis zu vier Gegner markieren, die dann - sobald sich das Ghost-Team in Position gebracht hat - auf ein Zeichen des Spielers hin gleichzeitig erschossen werden. Dank des Augmented-Reality-Systems A.T.L.A.S erhält der Nutzer stets Echtzeit-Informationen und Feedback zur Schlachtfeld-Situation.

Heranschleichen und lautlos Gegner erledigen

Die optische Tarnung erwies sich beim Anspielen als sehr nützlich, denn bei Ghost Recon: Future Soldier handelt es sich weniger um einen reinen Action- als mehr um einen Schleich-Shooter, bei dem es viel um Taktik und Teamwork geht. Werden die Gegner aufgeschreckt, so endet das meistens in einer wilden Schießerei, die schnell zum Tod des Spielers führt. Dagegen führt das lautlose Heranschleichen und Töten meist sicherer und stressfreier zum Erfolg.

Auch die Steuerung der Drohne gelang beim Antesten gut, der Spieler muss nur darauf achten, dass sie nicht entdeckt wird, und sollte deshalb speziell die Flughöhe im Auge behalten. Der synchronisierte Schuss erwies sich ebenfalls als hilfreiches Mittel im Kampf. Bei einer Mission, in der Zivilisten von vier bewaffneten Männern bedroht werden, kann der Spieler die Angreifer markieren - und schon werden sie ohne viel Aufsehen erledigt. Die Zivilisten bleiben unverletzt.

Im Test gaben die KI-Team-Mitglieder immer wieder nützliche Tipps, indem sie mitteilten, wo sich Gegner aufhalten. Sie versorgen Kameraden nach Möglichkeit auch medizinisch, falls der Spieler gerade stark verletzt oder gar im Begriff ist zu sterben. Anders als in bisherigen Ghost Recon-Teilen gibt der Spieler den anderen Team-Mitgliedern keine Anweisungen. Insgesamt bietet die Kampagne zwölf Missionen und in etwa eine Spielzeit von zwölf Stunden.

Guerilla-Modus und Online-Multiplayer

Der Guerilla-Modus ist ein Multiplayer-Modus, der online, über einen Split-Screen (bei zwei Spielern vor einem Bildschirm) und als Online-Split-Screen genutzt werden kann. In insgesamt vier Missionen gilt es, 50 Gegnerwellen zu überstehen und das Headquarter zu verteidigen. Auch hier sind maximal vier Spieler in einem Team. Dabei erhalten Nutzer Belohnungen, wenn sie nicht sterben. In dem Survival-Modus ist es nicht ratsam, einfach blind darauf loszulaufen und sich, ohne groß zu überlegen, auf die Gegner zu stürzen.

Ubisoft möchte beim Guerilla-Modus genau solch ein Verhalten vermeiden, weshalb der Spieler mit dieser Taktik auch nicht sehr weit kommt. Es ist wichtig, dass die Spieler zusammenarbeiten und die ihnen zur Verfügung stehende Technologie gezielt einsetzen, wie der Creative Director des Shooters gegenüber netzwelt erklärte. Außerdem wollte man durch das Vermeiden von bloßem "Run and Shoot" den militärischen Spezialeinheiten gerecht werden, die bei der Entwicklung des Spiels beratend zur Seite standen.

Als dritten Spielmodus bietet Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier den typischen Online-Mehrspieler, bei dem zwei Teams gegeneinander antreten. Dabei hat der Nutzer die Wahl zwischen den drei Klassen Schütze, Techniker und Aufklärer sowie zwischen vier unterschiedlichen Spiel-Modi. Alle sind auf Missionsziele und die Kooperation der Spieler ausgelegt.

  • Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier spielt in naher Zukunft. (Bild: Ubisoft)
  • Ubisoft ist Entwickler und Publisher des Third-Person-Shooters. (Bild: Ubisoft)
  • Mit der Aufklärungsdrohne erhält der Spieler einen Überblick über das Schlachtfeld. (Bild: Ubisoft)
  • Das Ghost-Squad verschlägt es an unterschiedliche Orte der Welt. Von Nigeria... (Bild: Ubisoft)
  • ... bis zur norwegischen Grenze und Russland. (Bild: Ubisoft)
  • Der Spieler kann aus der Deckung heraus schießen. (Bild: Ubisoft)
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier erscheint für die PlayStation 3, die Xbox 360 und für den PC. (Bild: Ubisoft)

Konsolen- und PC-Version

Ghost Recon: Futures Soldier erscheint für die PlayStation 3, die Xbox 360 und den PC. Laut Geffroy gibt es zwischen den Konsolen-Versionen keine Unterschiede. Sie wurden zeitgleich entwickelt und es gab keine Präferenz. Was die PC-Version angeht, so handelt es sich nicht nur um eine einfache Portierung. Die Steuerung und das Gameplay wurden angepasst, außerdem unterstützt das Spiel die aktuellen Grafikkarten und DirectX 11.

Eine Besonderheit bietet die Version für die Xbox 360 dann aber doch: Sie unterstützt die Kinect-Steuerung. Spieler können so mit Gesten oder ihrer Stimme im sogenannten Gunsmith ihre Waffen individuell an die eigenen Vorstellungen anpassen. Dabei kann der Nutzer aus über 50 Hightech-Waffen wählen und beispielsweise den Lauf oder das Magazin ändern. Außerdem kommt die Kinect-Steuerung auf der Schießanlage zum Einsatz: Wenn der Nutzer die Hand öffnet, schießt er. So kann er seine Waffe testen. Der Gunsmith und die Schießanlage stehen auch allen anderen Spielern zur Verfügung, jedoch nicht mit Gesten- und Sprachsteuerung.

Für die Xbox 360 und die PlayStation 3 erscheint Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier am 24. Mai, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 69,95 Euro. Die PC-Version folgt am 14. Juni und soll um die 50 Euro kosten.

Komplettes Video-Interview auf YouTube

Nutzer, die sich das vollständige Interview mit Jean-Marc Geffroy ansehen möchte, finden es im YouTube-Kanal von netzwelt an dieser Stelle. Dort erklärt der Creative Director von Ubisoft den Guerilla- und Multiplayer-Modus im Detail und erläutert unter anderem die Funktionen des Ghost Recon Networks.

Weitere Spieletests finden Sie im Gaming-Bereich auf netzwelt.

Kommentare zu diesem Artikel

Ubisoft lud mit Blick auf den nahenden Marktstart zu einem Presse-Event für Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier. Netzwelt konnte mit dem Creative Director des Shooters sprechen und das Spiel antesten.

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Ubisoft lud mit Blick auf den nahenden Marktstart zu einem Presse-Event für Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier. Netzwelt konnte mit dem Creative Director des Shooters sprechen und das Spiel antesten..
http://www.netzwelt.de/news/92098-ghost-recon-future-soldier-erste-eindruecke-shooters.html
2012-05-03 18:01:47
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Ghost Recon - Future Soldier: Erste Eindrücke des Shooters