Wer wusste von der Speicherung von WLAN-Daten?

Datenpanne bei Google Street View: Ermittler glauben nicht an Einzeltäter

Ein nun ungekürzt veröffentlichter Bericht der Federal Communications Commission (FCC) wirft neue Fragen zur Street View-Datenpanne von 2010 auf. Die US-amerikanische Behörde untersuchte den Vorfall des - wie Google es nennt - "versehentlichen" Speicherns von persönlichen Daten aus unverschlüsselten WLAN-Netzen während der Aufnahme der Street View-Fotos. Der Suchmaschinenanbieter sieht die Verantwortung bei einem einzelnen Entwickler. Der FCC-Bericht legt nun nahe, dass das ganze Street View-Team von dem Vorhaben des betreffenden Mitarbeiters gewusst haben könnte.

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Die Karte von EPIC zeigt, in welchen Ländern Ermittlungen bezüglich der Street View-Datenpanne gegen Google laufen. (Bild: EPIC)
Die Karte von EPIC zeigt, in welchen Ländern Ermittlungen bezüglich der Street View-Datenpanne gegen Google laufen. (Bild: EPIC)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Zensierter Bericht
  2. 2Wer wusste von der Datensammmlung?
  3. 325.000 US-Dollar Strafe
  4. 4FCC: Google handelte nicht gesetzeswidrig
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Bereits Mitte April veröffentlichte die FCC den Bericht über die Untersuchungsergebnisse. In den Diskussionen mit der Behörde erreichte Google jedoch, dass wesentliche Teile des Dokuments geschwärzt wurden, wie die US-Tageszeitung Los Angeles Times berichtet.

Zensierter Bericht

Die US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation Electronic Privacy Information Center (EPIC) nahm dies zum Anlass, unter Berufung auf den Freedom of Information Act einen Antrag auf Kenntlichmachung der fraglichen Passagen zu stellen. Bevor die FCC diesem nachkommen konnte, hat kürzlich jedoch Google selbst den Bericht überwiegend unzensiert veröffentlicht - lediglich die Identität des mutmaßlichen Hauptverantwortlichen bleibt verborgen.

"Wir haben uns dazu entschieden, dass gesamte Dokument zu veröffentlichen", erklärte Pressesprecherin Jill Hazelbaker in einer Stellungnahme gegenüber der Los Angeles Times, "wir sind zwar mit einigen Punkten des Berichts nicht einverstanden, aber teilen die Einschätzung der FCC, dass wir nicht gesetzeswidrig handelten."

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