Ein Blick auf die Fortbewegung von morgen

Verkehrte Netzwelt: Das Auto der Zukunft

Das Auto der Zukunft ist jetzt da. Es sieht aus wie ein Ford Mustang. Der so genannte "Micro-Stang" wurde von Microsoft im Rahmen des "Projects Detroit" vorgestellt. Es ist zwar nur ein Konzeptfahrzeug, sieht aber gut aus - das muss man zugeben.

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Voll vernetzt und per Smartphone steuerbar. Der Micro-Stang, ein Konzeptfahrzeug auf Basis des Ford Mustang. (Bild: Microsoft)
Voll vernetzt und per Smartphone steuerbar. Der Micro-Stang, ein Konzeptfahrzeug auf Basis des Ford Mustang. (Bild: Microsoft)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Windows 8-Tablet zeigt Geschwindigkeit an
  2. 2App-Entwickler als Fahrlehrer
  3. 3Das Retro-Auto kommt

Ausgerüstet ist der "Micro-Stang" mit allem, was moderne Digital-Lifestyle-Nutzer sich in ein Auto hineinträumen können. Er ist selbstverständlich jederzeit und überall online. Gesteuert werden viele Funktionen über ein Smartphone mit Microsofts Mobil-Betriebssystem Windows Phone und eine speziell dafür gebauten App namens "Viper Smartstart".

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So kann der stolze Wagenbesitzer seinen Ford Mustang mit dem Smartphone ferngesteuert orten, verriegeln, öffnen und sogar ferngesteuert starten. Sollte der Besitzer das Bedürfnis verspüren, selbst mitfahren zu wollen, ist das sicherlich auch kein Problem. Zwischen all der Elektronik ist noch ein Plätzchen für den Fahrer frei.

Windows 8-Tablet zeigt Geschwindigkeit an

Die Entwicklung könnte aber noch viel weiter gehen als beim Microsoft-Auto. Das Auto der Zukunft wird vermutlich eine Art rollendes Smartphone mit integrierten Sitzen sein. Viel zu tun gibt es für den Fahrer während der Fahrt nicht mehr. Das meiste regelt die Bordelektronik. Nur nebenbei und quasi zur freundlichen Kenntnisnahme werden Geschwindigkeit oder Drehzahl auf einem Windows 8-Tablet angezeigt oder auf die Windschutzscheibe projiziert. Die heißt dann natürlich nicht mehr Windschutzscheibe, sondern Headup-Display. Funktionen wie Navigation oder breitbandiger Internetanschluss für die mobile Videokonferenz sind so selbstverständlich, dass man sie gar nicht mehr erwähnen muss. Ebenso wenig wie das Entertainment-Programm mit Streaming-Videos, Bildern oder Musik aus der Cloud.

Wer gerne sportlich fährt, darf sich aus dem Web ein passendes Motorengeräusch herunterladen. Zur Auswahl stehen dann möglicherweise ein seidiger Achtzylinder-Maserati, ein röhrender Porsche 911 oder ein aggressiv jaulender Lamborghini. Die bordeigene Surround-Anlage beschallt Fahrer und Fahrgäste mit dem voreingestellten Motorengeräusch. Sie haben dann zumindest akustisch die Illusion, sie befänden sich in einem echten Renner aus dem Hause Maserati, Porsche oder Lamborghini.

Und das Ganze ist völlig gefahrlos.

Der Tag ist nicht mehr fern, an dem der Autohändler beim Verkauf ironisch anmerkt, dass das Auto auch fahren könne. So wie man heute bei Smartphones sagt, man könne damit auch telefonieren.