Executive Office des Präsidenten kündigt Veto an

CISPA: US-Repräsentantenhaus winkt umstrittenen Gesetzentwurf durch

Trotz anhaltender Kritik von US-amerikanischen Bürgerrechtsorganisationen und in Opposition zum Executive Office des Präsidenten stimmte gestern, 26.April, die Mehrheit der Abgeordneten im Repräsentantenhaus für den Cyber Intelligence Sharing and Protection Act (CISPA). 

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Bürgerrechtsorganisationen wie die Electronic Frontier Foundation (EFF) sehen durch CISPA die Privatspähre von Internetnutzern gefährdet. Der Gesetzentwurf ermögliche es, dass im Namen der Prävention von Internetkriminalität persönliche Nutzerinformationen zwischen Regierungsbehörden, Geheimdiensten und privaten Unternehmen getauscht werden - ohne richterliche Kontrolle.

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Personen könnten zudem schon wegen Lappalien auf einer Schwarzen Liste landen, was wiederum zur Überwachung von E-Mail-Verkehr, Suchprotokollen und anderen Netzaktivitäten führe.

248 Ja-Stimmen für CISPA

Einen Tag früher als ursprünglich geplant stimmte das US-Repräsentantenhaus nun über CISPA ab. Mit 248 Ja-Stimmen gegenüber 168 Nein-Stimmen ist der Gesetzentwurf erfolgreich. 206 Republikaner und 42 Demokraten gaben ihre Zustimmung, obwohl im Vorfeld bereits das Weiße Haus und kürzlich erneut das Executive Office von US-Präsident Barack Obama sich gegen CISPA aussprachen.

Man werde dem Präsidenten raten, sein Veto einzulegen, sollte ihm das Gesetz zur Unterzeichnung vorgelegt werden, heißt es in einer Stellungnahme. Das Executive Office teilt die Bedenken der Kritiker und legt dar, dass der Kampf gegen Internetkriminalität nicht auf Kosten der Privatsphäre und Bürgerrechte gehen könne.

Bis das Gesetz bei Präsident Obama landen könnte, ist jedoch zunächst ein vergleichbarer Gesetzentwurf im Senat erforderlich. Dieser wird sich der Electronic Frontier Foundation zufolge in den nächsten Wochen mit dem Entwurf auseinandersetzen. Die Organisation kündigte weiteren Widerstand an. 

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