Staubsauger-Roboter mit Wisch-Funktion von Sichler im Test
Chaotisch am Schmutz vorbei
Im Auto-Modus bewegt sich der Staubsauger im Chaos-Prinzip durch den Raum, jedenfalls in der Theorie. Im Praxis-Test viel auf, dass der Roboter häufig den gleichen Weg einschlägt und dafür andere Stellen im Raum links liegen lässt. Recht zufällig entscheidet er sich zudem dazu, in den Spot-Modus zu wechseln, in dem er spiralförmig ein paar Minuten lang über die selbe Stelle fährt.
Eigentlich ist diese Saugtechnik für besonders verschmutzte Stellen gedacht, im Test wanderte der Roboter jedoch meist über augenscheinlich saubere Bodenregionen mehrmals, während er offensichtliche Schmutzgebiete nur einmal durchfuhr.
Eine Einschränkung in der Bedienung des Roboters ist, dass sich die unterschiedlichen Auto- genauso wie die Spot-Modi, die gleich vorgestellt werden, nur über die Knöpfe am Staubsauger selbst auswählen lassen. Auf der Fernbedienung ist dies nicht möglich.
Gründlicher Spot-Modus
Auch der Spot-Modus steht in drei Varianten zur Verfügung. Der Roboter fährt dabei entweder im Kreis, im Zickzack oder zehn Minuten an der Wand entlang. Der spiralförmige Modus wirkt dabei besonders effektiv, da der Sichler-Staubsauger seine Kreise in zwei unterschiedlichen Richtungen dreht. Ergänzt wird die Modi-Auswahl durch drei unterschiedliche Geschwindigkeitsstufen und durch ein spezielles Wand-Programm, in dem der Roboter am Rand eines Raums entlang fährt.
Während der Wand-Modus im Test durchaus überzeugte - da der Roboter dicht am Rand entlang fuhr und die meisten, wenn auch nicht alle, Ecken mitnahm - machen sich die Geschwindigkeitswechsel nur bedingt bemerkbar. Anstatt drei Stufen scheint es eher die Wahl zwischen langsam, langsam und schneller zu geben.
Die Wisch-Funktion
Schon in der Geräte-Beschreibung löst Pearl auf, dass es sich bei der beworbenen "Wischfunktion" eigentlich nur um ein Microfaser-Tuch handelt, dass der Nutzer anfeuchten und mit Klettverschluss an der Unterseite des Roboters befestigen kann. Weder verfügt der Roboter über ein internes Wasserreservoir, um für ständige Befeuchtung zu sorgen, noch über einen ausfahrbaren Mini-Mop.
Das bedeutet, dass sich die Wischfunktion zum einen nicht nutzen lässt, wenn der Nutzer früh das Haus verlässt und der Roboter mit Timer programmiert erst später anfangen soll zu putzen - was sich mit Rücksicht auf die Nachbarn bei einer durchschnittlichen Lautstärke von 76 db(A) empfiehlt - denn dann ist das Tuch wieder trocken. Zum anderen reicht weder die Feuchtigkeit noch die Fläche des Tuchs aus, um eine größere Fläche tatsächlich sauber zu bekommen. Besonders für eingetrocknete Flecken eignet sich der Roboter nicht.
Fazit
Der PCR-3350.UV ist mit seinen 199,90 Euro ein unschlagbar günstiges Angebot. Die Konkurrenz ist erst für mehr als das Doppelte des Pearl-Preises zu haben. Nutzer, die über einen Kauf eines Staubsauger-Roboters nachdenken, sollten jedoch lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen und beispielsweise in den netzwelt-Testsieger von Vorwerk investieren. Denn weder hat die Wischfunktion des Sichler-Modells einen wirklichen Mehrwert, noch funktioniert der Saugvorgang des Roboters problemfrei.
Weitere Konkurrenzprodukte, die preislich zwischen dem Vorwerk- und dem Sichler-Modell liegen, finden Sie im Vergleichstest.






